Gestern war – angeregt durch den schönen Apfeldank auf der Dachterrasse – ein erster Spiele-Nachmittag bei uns.

Ablauf:

Um drei Uhr kommen alle. Die Mäntel bleiben im Treppenhaus an dem Schiffstau mit Haken.

Ein Namensschild „Wie möchtest du angesprochen werden“ ausfüllen.

Dann ausladend Kaffee und Plätzchen für alle um den geschmückten Holztisch mitten in der Küche stehend. Rainer hat an drei Tagen alle Plätzchen wunderbar gebacken!

Danach einen Streifen ziehen um die Zufallsgruppe des Spieles herauszufinden.

Verteilen auf: erstens Rainers Arbeitszimmer. Hier ist liebenswürdigerweise meine Freundin Aga – wir kennen uns seit 62 Jahren und sie kennt noch meine entzückende Mutter! –  die Spielanleiterin für „Hase und Igel“ – ein Spiel als wunderbare Übung zu: wie viel braucht der Mensch.

Die zweite Gruppe sitzt im Schlafzimmer und spielt ‘Pi mal Daumen’: Sachfragen, die kein Mensch korrekt beantworten kann. Ich habe noch einen „Schal“ über das Fußende unseres Boxspringbetts gelegt, damit es mehr nach Hotel aussieht. Hier sitzen alle auf Sesseln, weil ich zu den zwei Sesseln, die hier eh zum  Fernsehen stehen, zwei aus dem Wohnzimmer dazu transportiert habe. Diese Gruppe entsteht durch die Zufallsziehung ausschließlich aus Männern!

Die dritte Gruppe kommt mit mir ins Wohnzimmer. Wir spielen „Immer positiv interpretieren“, ein von mir erfundenes Spiel, in dem man 1. jeden Ärger durch positive Interpretation auf die positive Seite ziehen muss oder 2. ein gesellschaftliches Problem reihum kurz kommentiert oder 3. -wenn man von so viel Problematik erschöpft ist – , eine Kompliment-Karte ziehen kann und bevor man den Inhalt weiß, entscheidet, wem der Mitspieler man das Kompliment machen möchte.

Es hat großen Spaß gemacht. Die herzhaften Lacher aus den anderen Zimmern haben auch alle sehr positiv animiert geklungen!

Dann sind alle über einen Abstecher an die Kekse in der Küche ins Wohnzimmer gekommen. Hier haben wir in großer Runde bei Wein und Nüssen noch im Plenum zusammengesessen. Der Jüngste war übrigens 24, die Älteste 86 Jahre alt. Der Jüngste durfte das Thema wählen. Angeregt und breit haben wir dann über die Klebe-Aktionen der ‘Last Generation’ diskutiert. Breit will sagen: ich stehe beispielsweise vollkommen hinter ihnen – jahrzehntelanges Wissen und Überlegen haben ja NICHTS gebracht –  einige dachten darüber differenzierter.

Es war ein gelungener Auftakt. Wir wollen das unbedingt wiederholen. Vielleicht anders, mit Scharaden und kleinen Shows – ich habe da so nette kleine Anleitungen – und Liedersingen. Aber auch wieder mit Spielen. Es ist schön, wenn sich nette Menschen leibhaftig treffen und vergnügt miteinander tätig werden. Wir sind soziale Wesen – wie konnte Geld nur alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen…

Mit dem wundervollen Blumenstrauß von Heike – Danke noch einmal! – wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein wunderschönes Wochenende mit einem gemütlichen 1. Advent.

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