Nein, ich will in keinen Flieger und auf nicht irgendwie „weg“. Ich sitze glücklich am Schreibtisch und übersetze meinen chinesischen Roman, der so wundervoll unvorhersagbar für mich ist. Das ist vermutlich auch das Spannende! Und dass mir das Schreiben der Zeichen so leicht von der Hand geht, das freut mich auch. Allerdings nehme ich mir viel zu selten die Zeit auf Pinyin umzustellen, damit ich auch weiß, wie man das Zeichen ausspricht.

Aber nun zu dem bedauernden Ausspruch: Ich wär gern mitgeflogen.

Die Überschrift ist die sehr poetisch letze Zeile im Lied von Reinhard Mey „Über den Wolken“. Das kann ich mit den Griffen Am, D7, G und C jetzt auch auf der Ukulele spielen. Der Text ist wunderschön. Überhaupt sind Liedertexte tatsächlich in Musik gesetzte Gedichte. So ein Genuss!

Hier der ganze Lied-Text, das ganze Gedicht:

„Wind Nord-Ost, Startbahn Nulldrei, bis hierher hör ich die Motoren. Wie ein Pfeil zischt sie vorbei und es dröhnt in meinen Ohren. Und der nasse Asphalt bebt, wie ein Schleier staubt der Regen, bis sie abhebt und sie schwebt der Sonne entgegen.

Refrain: Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, bleiben darunter verborgen und dann würde was uns groß und wichtig erscheint plötzlich nichtig und klein.

Ich seh ihr noch lange nach, seh sie die Wolken erklimmen. Bis die Lichter nach und nach ganz im Regengrau verschwimmen. Meine Augen haben schon jenen winzigen Punkt verloren, nur von fern kling monoton das Summen der Motoren. Über den Wolken...

Dann ist alles still, ich geh. Regen durchdringt meine Jacke. Irgend jemand kocht Kaffee in der Luftaufsichtsbaracke. In den Pfützen schwimmt Benzin schillernd wie ein Regenbogen. Wolken spiegeln sich darin, ich wär gerne mitgeflogen. Über den Wolken…

mein Osterstrauß – heute noch prächtiger

Im Hintergrund eine Skulptur von mir. Um über Größe und Stein mehr zu erfahren, bitte auf meine Skulpturen und Plastiken Website elisabethscherf.de gehen. Diese Skulptur ist auf dem 5. Foto auf Galerie 8.

Ein angenehmes langes Osterwochenende wünsche ich allen Leserinnen und Lesern von ganzem Herzen! Und nicht vergessen: bei allem, was man nicht gut findet, muss es das Erlebnis des Guten vorher gegeben habe, weswegen man das nicht so Gute überhaupt nur auf der Minusseite einordnen kann. Und dann gleich schnell dankbar für das Gute sein und schon ist man wieder im positiven Modus und der kommt der ganzen Welt zugute.