Geburtstagstisch am Bett

war mein Geburtstag. Bis auf kleine Einschränkungen war der sehr gut zu feiern. Ich hatte mir sowieso vorgenommen, ab meinem Achtzigsten auf Massenveranstaltungen zu verzichten. „Ein und Ein“ ist meine bevorzugte Versammlungsform. Es sei denn, wir spielen Spiele, dann sind vier Personen bei meinen Spielen – Ma Jong, Streichquartett – genau richtig. Darüber hinaus muss es ein Thema sein, das uns als Gruppe – acht Personen sind dafür ideal, hat man herausgefunden – zusammenführt – „meine“ Digitale Zukunft – Gruppe mit lauter GRÜNEN (Partei!) findet so – inzwischen über Zoom- statt. Über zwanzig Personen dann mit einem Ehrengast – wie im PolitSalon beispielsweise: alle Gäste werden von mir vorgestellt und einer geht in seiner Ehrengastrolle thematisch auf.

der erste Strauß, von Biggi

Zu diesen kapriziösen Vorstellungen passten die Corona-Vorschriften dann richtig gut. EINE Freudin war nur eingeladen. Aga, die ich seit 62 Jahren kenne. Der hübsche Tisch morgens am Bett – siehe Foto oben – war natürlich von Rainer gestaltet. Er hatte mich genau über meine Erwartungen interviewt. Ich kann das sehr empfehlen: Männern genau zu sagen, was man sich wünscht. Wie sollen sie es sonst wissen? Ich war über meine Geschenke begeistert: Judith Rakers Buch über Homefarming. toll, schließlich haben wir eine 80 qm große Dachterrasse und wir kompostieren unsere natürlichen ungekochten Abfälle zu neuer Erde. Ein Ukulele-Liederbuch mit Abba Songs Gold. Super! Jetzt kann nicht nur Meryll Streep Abba singen. Und ein wunderschönes kleiner dicker Gedichtsband. Wir lesen zum Kaffee immer ein Gedicht nach dem Mathematik-Abreißkalender, den wir fast immer als fremd empfinden. Aber interessant.

Agas wunderschöne Blumen

Von Aga, mit vorhandenen Materialien wunderschön eingewickelt, Handcreme edelster Sorte, Seife – die sammele ich in kernigen Ausführungen – und Nagelverschönerungsutensilien. Rainer hatte einen wunderbaren Apfelkuchen gebacken. Mit der – selten bei uns auftauchenden – Schlagsahne war das ein Hochgenuss. Danach habe ich Aga dann weiter den nächsten übersetzten Abschnitt aus meinem chinesischem Roman vorgelesen. Im Roman kommt ein bellender Hund vor. Der macht auf Chinesisch „Wang-Wang“, was ich brav in „Wau-Wau“ übersetzt habe. Darüber haben wir herzlich gelacht.

wunderschön in Gelb Orange

Dann klingelt es mitten in unsere Lesung, die ich immer als Sprechdokument aufzeichne. An der tür Gabriele! Mit wunderschönen Blumen von „Himmel und Erde“. Agas waren schon von „Blumen Hahn“, auch ganz besonders und entsprechend teuer. Hier in Winterhude-Uhlenhorst sind das IT-Adressen für Blumen. Ich hole meist welche von Penny, beim Einkaufen. Aldis Blumen sind auch nicht schlecht. Heute ist Verwöhnen angesagt. Bodycreme von Dr.Hauschka für mein Wohlbefinden kommt auch noch von Gabriele dazu und eine traumhafte Karte in Orange. Sie hätte nicht gedacht, dass sie hereinkommen kann. Ja! Corona erlaubt das gar nicht! Horoor! Wir stürzen zu unseren Masken. Dabei bin ich am vergangenen Montag zum ersten Mal geimpft. Wer ist Gabriele? Sie bringt älteren Damen entzückend den Umgang mit den Internet-Medien bei. Aga ist auch dabei. „Nimm doch einmal deine Maske ab, damit sie sieht, wie du aussiehst und dich bei der ersten Stunde wiedererkennen kann.“ Ich würde sie so gern zum Bleiben ermuntern. Aber sie ist im Nu wieder verschwunden. Corona!

Blumen beim Übersetzen

Dann geht Aga auch bald. Sie ist gespannt auf die nächsre Fortsetzung. Ich schicke Katrin die aufgezeichnete Roman-Fortsetzung. Diese Aufzeichnung ist inzwischen eine Zumutung: nicht nur Gabrieles Besuch ist darauf -schlecht – zu hören, sondern auch das Ständchen durchs Telefon von meinem Bruder Wilhelm und seiner Frau Hildegard „Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen…“ So ein schöner Geburtstag! Bald werde ich wieder neben diesen Tulpen von Robert sitzen und gespannt am Fortgang der Geschichte weiter übersetzen. Es macht mir großen Spaß!

Ach ja, zweiundzwanzig Geburtstagsgrüße über Whatsapp u.a. aus London, Paris, New York, Wien und aus Portugal, von einer Schülerin, die jetzt auch „schon “ richtig erwachsen ist. Und viele aus Deutschland!

Schönes Leben, oder? Dankbar von Kopf bis Fuß, innen und außen, wünsche ich allen ein wunderschönes Wochenende!