meines einzigen Bruders. Wir waren sechs Geschwister, also haben auch noch vier ältere Schwestern meine Kindheit bevölkert, d.h. die waren alle immer schon ‚groß‘ und Vorbilder und meine Erzieher. Plus Mutter und Vater war meine Kindheitsfamilie ein wunderbares Übungsfeld für ‚Menschheit‘ und wie ich es machen muss, um zwischen allen ICH zu werden.

Da ich die Jüngste bin, eine Schwester bereits gegangen ist und die anderen nicht mehr beweglich genug sind, um mal kurz zu einer Geburtstagsfeier zu fahren, bin ich zitiert worden. Denn mein Bruder feiert seit 90 Jahren seinen Geburtstag am 2. Weihnachtstag. Das ist ein Schicksal, das er gut meistert. Am 2. Weihnachtstag von Hamburg nach Dortmund fahren zu müssen, kann auch ein Schicksal sein. Das war es aber nicht! Ja, es waren Massen auf den Bahnsteigen, aber alle sehr entspannt. Die Züge waren realtiv pünktlich und wie ein Scherz war die Ansage bei einem Personalwechsel, man warte noch auf den Zugführer, er habe sich verspätet. Aber der Zug fuhr dann doch bald los. Es war eine schöne Feier. Erstaunlich war eine eineinhalb stündige interessante Diskussion in großer Runde über den Zustand der Welt und die Kraft des Einzelnen.

Ein Jahr ist wieder vorbei. Es war wunderschön. Ich habe viel gelebt: mich viel gefreut, viele liebe Mitmenschen getroffen, viele Ideen gehabt, meine Gesundheit dankbar genossen, erstaunlicher Weise nachhaltig abgenommen und immer wieder froh auf der Statistik dieses Blogs verfolgt, dass auf der ganzen Welt einzelne Menschen meinen Blog lesen: das hat mein Leben immer wieder mit einem kleinen Sonnenschein übergossen und dafür bin ich euch und Ihnen sehr dankbar. Ich wünsche euch und Ihnen allen nah und fern ein wunderschönes 2019!


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