‚A Star is born‘ mit Lady Gaga und Bradley Cooper ist ein wunderbarer Film. Ich habe die Musik genossen. Tatsächliche Konzerte der beiden Stars waren erzählerischer Teil des Films und die Energie kam voll ‚rüber. Der Film war für mich die ‚Geburt‘ der Person, die so enorm erfolgreich Lady Gaga gespielt hat: sie selber, mit richtigem Namen Joanne Angelina Germanotta.  Der Film war wie eine Rückblende der Kunstwelt hinter ihr als Star. Was für ein schönes Gesicht sie im Film hatte als sie noch nicht künstlich aufbereitet wurde. Sehr gefallen hat mir auch die nebenbei selbstverständliche emanzipatorische Haltung von ihr. Lustig ihr Vater mit seiner – sehr gepflegten – Gang – der sich zu Unrecht von Frank Sinatra im Erfolg überholt fühlt. Wundervoll die Bar mit all den Beispielen von Zwischen-Möglichkeiten eine liebenswerte Person zu sein. Dieser perfekte Busen, den sich ein Transsexueller da umhängt! Herrlich! Ich hatte von dem Film gelesen, aber die Begeisterung von meiner Freundin Susanne und erneut die von meinem Freund Bernd mit ihrem einstimmigen überschwenglichen Urteil über ihre wunderbare Stimme haben mir dann keine Ruhe gelassen und Rainer und ich haben den film gesehen. Dank an euch beiden!

Tisch

(Blick aus dem Wohnzimmer morgens um 8 Uhr Winterzeit)

Dann war ich in dieser streng durchgetackteten Woche am Montag im St. Pauli Theater und habe nach langer Zeit einmal wieder Irmgard Schleier am Klavier und Eva Mattes vorlesend und singend erlebt. Gegenstand des Konzerts waren die Tagebücher von Astrid Lindgren „Die Welt hat den Verstand verloren“, das Astrid Lindgren als 30jährige junge Frau noch vor ihren Meisterwerken – Kinderbüchern geschrieben hat. Es war sehr schön. Allerdings sind wir in der Pause gegangen, weil hauptsächlich die Abfolge der Überfälle der deutschen Wehrmacht auf ganz Europa aufgezählt wurden. In der Pause zu gehen ist eine Spezialität von uns. Wenn uns etwas nicht total begeistert, sondern eher politisches Vorwurfs-Pflichtprogramm ist, setzen wir uns ab, solange wir das Unternehmen noch von Herzen bejahen.

Besonders gut an diesem Ereignis war allerdings für mich, dass ich mich erinnert habe, wie gerne ich die Astrid Lindgren Kinderbücher wieder hören, bzw. vorlesen würde. Auf diese Weise habe ich natürlich als erwachsene Frau alle kennen gelernt: ich habe sie in der Uni-Klinik auf der Psychosomatischen Abteilung den Kindern und meiner Tochter abends am Bett vorgelesen. Da habe ich die Idee gehabt, diese Bücher in der Senioren-Anlage meines Stadtviertel einmal in der Woche vorzulesen. Ich bin gleich dorthin gegangen. Die Chefin selbt war nicht da, aber ich habe meine Visitenkarte dort gelassen, die Stellvertrein hat sie in ein Buch geklebt und meine Absichten aufgeschrieben und nun bin ich gespannt, wann sie sich mit mir in Kontakt setzt. Sonst gehe ich noch einmal vorbei.

aussen

(vor unserer Haustür – in diesen Farben malt die Natur)

Am Dienstag war die Vorstellung der Kandidat*innen zur Europawahl. Die Grünen sind wunderbar in ihrer Zeit-Ökonomie: wenn auf der Einladung 17 – 19 Uhr steht, dann ist tatsächlich um 19 Uhr Schluss. Könnte das nicht den einen oder anderen von euch zum Mitmachen anregen? Im Kreis sind die Veranstaltungen meist von 19 – 21 Uhr und zwar auf den Punkt. Hier waren 20 Kandidat*innen und ich kann sagen, dass mir um die Ideen für ein starkes, friedliches, geeintes Europa nicht bang ist. Die Kandidat*innen sind zwischen 30 und 50 Jahren, berufserfahren, nicht nur weit-, sondern weltgereist, weil sie tatsächlich länger dort gelebt, gearbeitet und oder geforscht haben, politisch geübt, vielsprachig, Gremien-erfahren, voller Gestaltungsfantasie und Sachorientierung,  gruppenfähig und fraktionsübergreifend erfahren. Und dies immer um die Themen, die die Grünen, uns Grüne umstreiben: den Erhalte des Planeten Erde und den Frieden unter seinen so unterschiedlichen ‚diversen‘ Bewohnern.

Dafür zu kämpfen erscheint mir plötzlich noch dringender als früher, weil ich eine Sendung über die Besiedlung des Mondes und die MARS Society gesehen habe. Sind das tatsächlich unsere Steuergelder, die für das Projekt der Besiedlung des Mondes ausgegeben werden? Sollen die Handvoll Reichen von den Steuerngelder zukünftig dort ein Zuhause finden, so dass man diesen Planeten vernachlässigen kann? Schilderung aus dem Film: Wenn man sich in einem Gebäude aus einer aufblasbaren Kunst-Schicht befindet, die mit Eis umgeben wird, dann sieht man die Erde am Himmel. Mir wurde ganz anders. Darum muss man sich mal kümmern, finde ich. Was tut sich da unter dem Thema Raumfahrtprogramm…

Dann war ich gestern zu dem vierstündigen Workshop ‚Letzte Hilfe‘ und habe alles über den Vorgang eines natürlichen Todes gelernt. Ich kann diesen Kurs sehr empfehlen. Jetzt weiß ich, was auf mich zukommt, wenn ich nicht einfach im Schlaf sterbe, denn das wünsche ich mir. Und ein plötzlicher Herzstillstand ist bei diesen Aussichten auch keine schlechte Sache. Die nächsten Kurse erfährt man hier http://www.letztehilfe.info. Es gibt auch ein Buch für 10 €, das allerdings den Kurs nicht ersetzt, aber die Inhalte gut im Gedächtnis hält.  Der Kurs ist auch gut für Information und  Einstieg in die Mitarbeit im Hospiz.

Morgen geht es ganztägig ins MUSEUM DER ARBEIT zum Eröffnungsfestival der Ausstellung: „OUT OF OFFICE – Wenn Roboter und KI für uns arbeiten“ im Museum der Arbeit, Hamburg 7.11.2018 – 19. 05.2019 Wir mussten uns anmelden, kostenlos, und werden Roboter, Vorträge, Workshops, Spiele, Virtual Realitic Filme und mehr erleben. Das interesseirt mich alles enorm – komme ich da meiner Vorstellung des Bedingunglsoen Grundeinkommens näher?

Ja, das ist Hamburg, man kann für alle Interessensgebiete Anlaufstellen finden. Wundervoll!

 

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