…ein normaler Dienstag…

Aufgestanden, meditiert-fokussiert, Wäsche von gestern gebügelt – lasse ich nie liegen! – Blumen frisch gemacht, 15 Minuten die Cello-Soli in dem Streichquartett von Pichl in A-Dur geübt, eine Stunde Italienisch gegeben – großen Spaß mit Gaby, Diäko Diätessen gegessen, mit Bernd telefoniert und ihn zu Ostern eingeladen – da sich an seinen Plänen unvorhergesehen viel geändert hatte – , auf der Dachterrasse dem Buchsbaum und den Rosen den ersten Dünger gegeben und gegossen, eine Stunde gelesen in Jane Austin und dann in der Leseprobe von „Wir und die intelligenten Maschinen: …. von Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt, dann Kaffee mit Rainer, Tisch zurecht gemacht für Wolfgang, auch Italienisch – macht immer großen Spaß -, dann zu Lidl – Teil des Einkaufs für Ostern – neu „Brigitte“ gekauft– für gute Bilder für Collagen und so Neuigkeiten aus dem Hause Gruner &Jahr und gleich schlechtes Gewissen gekriegt bei dem Artikel über die Tatsachen, wie viel CO2 verursachen Whatsapp, Mails und alle Internetaktivitäten, 10 Minuten Chinesisch gelesen, 10 Minuten Niederländisch gelesen, Abendessen und vorm Fernseher einen Film auf arte über den Brexit ‚The Clock is Ticking…’  gesehen – Bannier sehr sympathisch, immer wieder vor Ort, immer ruhig und freundlich. Wieder ein schöner reicher Tag! Allerdings nicht Ukulele gespielt und dazu gesungen, aber Cello gespielt. Auch kein Gedicht gelesen und DAS hatte ich mir neu vorgenommen – ganz in der Nachfolge Goethes: jeden Tag ein Lied und ein Gedicht. Auf dem Schrittzähler: 5500 Schritte gegangen . War alles wunderschön! Danke!

Schöne Ostertage wünsche ich allen!

Dies auf Facebook gelesen und ein MUSS für jeden Europäer:

Das Gespräch

Albrecht Müller: Guten Tag, Herr Todenhöfer. Sie haben ein großes Buch geschrieben. Der Titel ist provokant: “Die große Heuchelei. Wie Politik und Medien unsere Werte verraten.” Ich hätte eine so klare Botschaft nicht erwartet, erläutern Sie bitte die Begründung für diesen harten Titel.

Jürgen Todenhöfer: Das ist der Versuch, die Geschichte des Aufstiegs der Europäer und der Amerikaner in den letzten 500 Jahren ehrlich zu beschreiben. Und ich glaube, dass diese Geschichte der europäisch-amerikanischen Zivilisation umgeschrieben werden muss: wir, die Europäer und die Amerikaner haben die Welt ja nicht durch, wie wir immer sagen, durch unsere Werte und durch besondere Genialität der sogenannten weißen Rasse erobert, sondern durch eine grenzenlose Brutalität, die wir aber, und es gab auch andere brutale Weltmächte in der Geschichte der Menschheit, die wir aber, und das unterscheidet uns von anderen Großmächten, systematisch in edle Worte und edle Werte verpackt haben. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Christianisierung, Zivilisierung und so weiter.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=50984 hier UNBEDINGT weiter lesen!

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Frieden schaffen…

…ohne Waffen, ergänzt da fast jeder meiner Generation. Neulich ging das Foto vom ‚Sleep over‘ von Yoko Ono und John Lennon auf Facebook herum. Das war doch eine witzige Aktion! Was war daran so friedensfördernd? Dass dieses ungewöhnliche Verhalten der beiden – einen sehr intimen Moment: ein Paar im gemeinsamen Bett – öffentlich zugängig wurde. Mit dem Hinweis, dass sie das für den Frieden machen. Es hat gewirkt, wie man an dem erneut geposteten Bild auf Facebook sehen konnte, bis heute: wenn man es sieht, denkt man zumindest das Wort Frieden. Seit ich mehr über Quantenphysik zu wissen meine, ist das bereits eine Ermunterung für Frieden auf der Welt. Das Wort mit seinem Inhalt rutscht wieder ins Bewusstsein! Das haben die beiden gewusst. Schon damals. Auf jeden Fall in diesem Sinne gehandelt: dem Wort Frieden Leben eingehaucht.

Frieden! Ich bin seit 2 Jahren Mitglied bei den Grünen. Frieden war zur Gründung dieser Partei ein total wichtiges Thema. Ich sehe Petra Kelly vor meinen inneren Augen, wie sie eindrücklich redet. Und Heinrich Böll auf einer schlicht erbauten Tribühne. Heute reden alle von der Notwendigkeit sich zu schützen: durch eine EuropaArmee vielleicht, durch mehr Geld für Rüstung, durch lauter Aktionen, die mir Krieg als Ziel zu haben scheinen. Dabei weiß jedes Kind, dass Frieden das beste Mittel gegen Krieg ist. Die Menschen spielen bei Krieg irgendwie keine Rolle mehr. Die Zivilbevölkerung kommt ‚leider‘ dabei um – Kollateralschaden! – und Soldaten schießen auf Menschen, gegen die sie persönlich gar nichts haben (können), weil sie sie gar nicht kennen. Allerdings scheint das noch menschlich zu sein, denn noch schlimmer ist der Kriegsmaschinerie-Krieg, wo Drohnen und schlimmere Geräte die Vernichtung übernehmen. Von Atombomben mag ich gar nicht reden. Und doch habe ich gehört, dass die USA gefährliches Kriegs-Gerät auf deutschem Boden stationieren. Dass bei einem möglichen Schlag von dem immer mehr umzingelten Russland aus, stellvertretend für die USA Deutschland den Schlag abkriegen würde. Ich hoffe, ich irre mich.

Ich will mich für den Gedanken an Frieden einsetzen. Dafür habe ich diesen wunderschönen Satz DIE WELT IST IN FRIEDEN UND ICH BIN ES AUCH auf drei Collagen gestaltet. Dann habe ich daraus Postkarten drucken lassen, auf denen vorne das Bild ist und hinten der Text. Die Karte, die einem am besten gefällt, kann man dann hinstellen, damit der Willensmuskel – siehe letzten Blog-Beitrag! – Unterstützung erfährt.

Ich habe den Text ein wenig gekürzt, damit er leserlich auf die Rückseite der Postkarte passt. Eine Übersetzung ins Englische fand ich gut.

„Ich habe dies von einer Freundin erhalten, die Quantenphysik studiert. Wer teilnehmen möchte, ist herzlich willkommen. Mit Hinsicht auf die Ereignisse,

die in der Welt gerade jetzt stattfinden, 
bitte ich Sie, diese Idee zu teilen. In der Art und Weise wie

John Lennons wunderbarer Song „Imagine“

Millionen von Menschen inspirierte, wollen wir es auch machen mit der Bewegung

 „Wasser trinken und den Frieden nähren“.


 Die Grundidee der Kampagne „Wasser trinken und den Frieden nähren“ ist es, im Moment des Wassertrinkens den nachfolgenden Satz zu verinnerlichen/zu sagen/zu denken:
„DIE WELT IST IN FRIEDEN UND ICH BIN ES AUCH.“

Bilden wir einen Fluss von hochfrequenten Schwingungen zugunsten des Friedens. Die Kraft des Gebets wird sich jedes Mal vervielfachen, wenn jemand der Bewegung beitritt.
Gemäß der Quantenphysik schafft die systematische Wiederholung von Gedanken, Musik und Wörtern günstige Bedingungen, um die Realisierung von Mentalisierungs-Zielen zu erleichtern.
 
„Wenn diese Botschaft dein Herz berührt, danke, dass du dich dafür einbringst, die Welt zu einem Ort des Friedens zu machen.“

(Die Übersetzung habe ich bequem mit Google – Übersetzer gemacht, deswegen diese andere Schrifttype.)

"I received this from a friend who is studying quantum physics. 
Anyone wishing to participate is welcome. 
With regard to the events, that are taking place in the world right now, 
I ask you to share this idea. 
In the way how John Lennon's wonderful song "Imagine" millions of people inspired, we want to do it with the movement  
"Drink water and nurture peace".   
The basic idea of ​​the campaign "Drinking water and nurturing peace" is to internalize / say / think the following sentence 
at the moment of drinking water:
"THE WORLD IS IN PEACE AND SO AM I."
Let's build a flow of high-frequency vibrations in favor of peace.
The power of prayer will multiply each time someone joins in the movement. According to quantum physics, 
the systematic repetition of thoughts, music and words 
creates favorable conditions 
to facilitate the realization of mentalization goals.
"If this message touches your heart, thank you for making 
the world a place of peace."
 
 
 
 
 
 


wer WOLLEN will braucht einen WILLENS-MUSKEL

Während meiner Lehrerinnen-Schulzeit bat mich meine 10. Klasse einmal entnervt, ich solle ihnen doch einmal etwas beibringen, was im Leben wirklich wichtig sei. Darauf bin ich sofort eingegangen und habe gefragt, ob sie alle WOLLEN könnten. Wollen? Und wie! Was sie nicht alles gleich erhalten und haben und behalten wollten. Immer als Hilfsverb benutzt. Ich meinte aber, so ein bisschen reines Wollen, als Vollwerb: du nimmst dir etwas vor und tust es. Unverständnis. „Wie oft sagt ihr: Auf meinem nächsten Zeugnis will ich mich in Englisch eine Zensur verbessern. So etwas! Den Muskel, mit dem man das schafft, den kann man trainieren.“ „Aha? Wie?“ „So!“

Ich bitte alle, auf ein Stück Papier zu schreiben, was sie gleich während meines Unterrichts nebenher machen wollen: aus dem Fenster sehen, dem Nachbarn eine Nachricht zukommen lassen, in die Schultasche, die Federtasche oder auf die Uhr sehen, heimlich gähnen etc. Diese Notiz sollen sie in die Schultasche stecken.

Dann beginne ich meinen Unterricht. Wir haben das Fach Deutsch und ich erzähle eine kurze Geschichte. Ein Junge und ein Mädchen verlieben sich nach vielen bereits gemeinsam verbrachten Schuljahren in der 9. Klasse ineinander. Sie geben sich das coole Versprechen einer beziehungsmäßigen Freiheit. Man müsse nur ehrlich sein: falls einer sich anderweitig verliebe, müsse er es dem Partner das nur sagen. Nach einem Jahr verliebt sich das Mädchen in einen anderen Jungen. Sie berichtet das Ende ihrer Liebe und am darauffolgenden Wochenende begeht der Junge Selbstmord.

Die Reaktion der Klasse ist ein Gefühls-Tsunami. Die Jungen halten erschüttert mit dem Jungen, die Mädchen sind ganz auf der Seite des Mädchens: es habe eine Verabredung gegeben und an die habe sich das Mädchen doch gehalten. Die Jungen sind empört und argumentieren, dass man bei einer ersten Liebe doch erst entdecken musste, dass Liebe keine coole Angelegenheit sei. Die Mädchen reagieren geradezu höhnisch: “Ach, sagt bloß, das habt ihr auch schon gemerkt?“

Vorsichtig versuche ich immer wieder dazwischen zu gehen, aber es soll ausdiskutiert werden. Ich verspreche, die Deutschstunde am folgenden Tag dazu noch einmal ’herzugeben’. Ich bitte die Schüler, noch schnell die Zettel mit den WOLLENs-Absichten herauszuholen und zu prüfen, welchen Punkt sie bedacht und ausgeführt haben. Schockstarre!

Es ist mucksmäuschenstill. Nicht einer hat mehr an das gedacht, was er eigentlich tun WOLLTE.

Betroffenheit in der Klasse. Kann man das lernen? Man kann! Ich verteile kleine Karteikarten und fordere sie auf, eine WOLLENS-ÜBUNG für den Nachmittag zu entwerfen. Das könnte sein: eine bestimmte Tätigkeit zu einer bestimmten Uhrzeit auszuführen.

Beispielsweise um drei Uhr den Kühlschrank einmal öffnen und wieder schließen oder

zu einer anderen vorher bestimmten Uhrzeit

  • ein Fenster öffnen und wieder schließen oder
  • einen Menschen anrufen oder einmal in die Luft springen etc.

Alle schreiben und bitten mich, diese spezielle Hausaufgabe im Pult wegzuschließen, das würde ihnen helfen, daran zu denken. Am nächsten Tag frage ich in der Deutschstunde nach den Hausaufgaben. Es habe keine gegeben! Wie bitte? Ich hole die Karteikärtchen aus dem Pult und lese Namen und Willens-Absicht vor. Nur zwei Mädchen haben ihr Vorhaben ausgeführt. Der Rest ist erschüttert und will von nun an seinen Willensmuskel allein trainieren.

In jedem Buch meiner Trilogie – meine bücher website: www.welt-ohne-geld.com – habe ich über den Willensmuskel geschrieben. Weil ich ihn für einen extrem wesentlichen Bestandteil für ein glückliches Leben halte.

„Die Welt ist in Frieden und ich bin es auch“

Der Journalist Gert Scobel – Journalist, Fernsehmoderator, Autor und Philosoph – bringt auf 3Sat in seiner Sendung „Scobel“ Wissen näher. Oft ist die Materie schwierig zu begreifen. Das war am letzten Donnerstag auch der Fall. „Die rätselhafte Welt der Quanten“ hieß die Sendung und kann in der Mediathek noch angesehen werden.

Die Stofftier-Katze, die neben Scobel saß und die er immer wieder in die Hand nahm, war für mich übrigens das einzig Eindeutige. Alles andere vielversprechend, da in der Quantenphysik lediglich sonnenklar scheint, dass Wirkung zu beobachten ist – verwirrende Wirkung. So stand die süße Stofftier-Katze für „Schrödingers Katze“. Ein feststehender Terminus, denn sie verweist auf eine Erklärung des Quantenphysikers Schrödinger:


„Bei Schrödingers Katze handelt es sich um ein Gedankenexperiment aus der Physik, das 1935 von Erwin Schrödinger vorgeschlagen wurde.[1] Es problematisiert in Form eines Paradoxons die direkte Übertragung quantenmechanischer Begriffe auf die makroskopische Welt. Das Paradoxon besteht erstens darin, dass in dem Gedankenexperiment nach den Regeln der Quantenmechanik eine Katze in einen Zustand gebracht wird, in dem sie gleichzeitig „lebendig“ und „tot“ ist. Zweitens würde, ebenfalls nach den Regeln der Quantenmechanik, dieser unbestimmte Zustand so lange bestehen bleiben, bis er von einem Experimentator untersucht wird. Dann erst würde die Katze auf einen der Zustände „lebendig“ oder „tot“ festgelegt. Beides widerspricht der Anschauung und Alltagserfahrung mit makroskopischen Dingen.
Das Gedankenexperiment beruht darauf, dass immer wenn ein System zwei verschiedene Zustände einnehmen kann, nach den Regeln der Quantenmechanik auch die kohärente Überlagerung der beiden Zustände einen möglichen Zustand darstellt. Erst wenn eine Beobachtung oder Messung durchgeführt wird, mit der man zwischen den beiden ursprünglichen Zuständen unterscheiden kann, nimmt das System einen von beiden an. In Anlehnung an das Gedankenexperiment mit einem makroskopischen System spricht man auch bei einem quantenmechanischen System von einem Katzenzustand, wenn man die beiden Zustände in einer solchen Überlagerung durch eine Messung unterscheiden kann. “ (zitiert aus Wikipedia)

Wie wurde ich auf die Sendung aufmerksam? Mein Bruder hat mich vormittags angerufen, dass abends sein Sohn – mein Neffe also! – Dr. Meinard Kuhlmann, Autor von „Philosophie der Quantenphysik“ Wow!!! – auf 3 Sat in der Quantensendung als einer der drei Wissenschaftler sitzen werde. Die nahe Verwandschaft – ich bin eine geb. Kuhlmann 🙂 – hat mir zum Verständnis nicht viel geholfen. Ich wurde immer müder, weil ich leider auch schon den „Trailer“ – Film zu verstehen versucht hatte und nun immer überforderter wurde.

Aber begriffen und beeindruckt hat mich, dass mit der Quantenphysik erklärbar wird, dass Gedanken über lange Distanzen ihr Ziel erreichen. Und das finde ich wunderbar!

Am Tag drauf bekam ich dann diese Text als Whatsapp von meiner Freundin Biggi:

„Ich habe das von einer Freundin erhalten, die Quantenphysik studiert und es wichtig fand:
Wer teilnehmen möchte, ist herzlich willkommen.
Unter Berücksichtigung der Ereignisse, die in der Welt gerade jetzt stattfinden, immer mit der Absicht, Angst (die Hauptwaffe der Kontrolle) durch diejenigen zu verbreiten, die die Welt beherrschen,
bitte ich Sie, diese Idee zu teilen: In der Art und Weise wie John Lennons wunderbarer Song „Imagine“ Millionen von Menschen inspirierte, machen wir es auch.
Wir überschwemmen soziale Netzwerke auf der ganzen Erde und erreichen auch alle kleinen Winkel der Welt.
Mit der BEWEGUNG: „Wasser trinken und den Frieden nähren“.
Wie funktioniert das?
Die Grundidee der Kampagne „Wasser trinken und den Frieden nähren“ ist es, jeden von uns, im Moment des Wassertrinkens…. jeden Moment, dazu zu bringen, den nachfolgenden Satz zu verinnerlichen:
„DIE WELT IST IN FRIEDEN UND ICH BIN ES AUCH.“
Ohne Anstrengung werden wir Millionen von Menschen pro Stunde sein, die den Satz wiederholen, beten oder mentalisieren….


„DIE WELT IST IN FRIEDEN UND ICH BIN ES AUCH!“

Bilden wir einen Fluss von hochfrequenten Schwingungen zugunsten des Friedens. Die Kraft des Gebets wird sich jedes Mal vervielfachen, wenn jemand der Bewegung beitritt.
Gemäß der Quantenphysik schafft die systematische Wiederholung von Gedanken, Musik und Wörtern günstige Bedingungen, um die Realisierung von Mentalisierungszielen zu erleichtern.
Und:
Lasst uns keine Gewalt verbreiten!
„Wenn diese Botschaft dein Herz berührt, danke Dir, dass du dich dafür einbringst, die Welt zu einem Ort des Friedens zu machen.“
Danke!

Dank der Sendung von Scobel weiß ich, dass dieser Satz quantenphysikalisch eine enorme Wirkung haben wird. Das finde ich wunderbar und lade alle Leser meines Blogs von Herzen dazu. Nebenbei trainiert man dabei beispielhaft den Willens-Muskel: sich etwas vornehmen und es tun! Zu diesem Muskel nächstes Mal mehr! Schönes Wochenende allen!

Polit-Salon-Grüne Nr. 2

Gestern war Sergey Lagodinsky bei uns zu Besuch, d.h. wir hatten 23 Freunde und Bekannte geladen, um ihn als Kandidat der Grünen für die Wahl des Europäischen Parlaments vorzustellen. Wie LeserInnen meines Blogs wissen können, war Anja Hajduk unser erster Besuch. Das empfanden wir als so schön und interessant, dass ‚dieses Format‘ einen Namen bekommen hat und Fortsetzungen stattfinden sollen. Anja hatte uns Sergey vorgeschlagen. Er lebt in Berlin. Die Veranstaltung beginnt ‚immer‘ um 19 Uhr. Absolut klug hatte er einen Zug um 16.38 h ab Berlin ausgewählt, um dann um 18.22 h in Hamburg zu sein. Mit dem Taxi ist es dann zu uns nur noch ein Sprung. Perfekt!

Für Rainer un mich ist viel vorzubereiten. Rainer ist der Küchenchef, denn das excellente Buffet ist wohl die Haupt-Attraktion des ‚Formats‘. Er plant 2 Wochen vorher die Salate und die Fingerfood-Gebäckteilchen. In der Woche davor kauft et alles ein, Frisches am Tag davor, an dem er die Salate in der Grundstruktur herstellt. Am Tag selbst dann Vollendung (!) der Salate und aufwendige Herstellung der kleinen Gebäckteilchen.

Ich organisiere den ‚guest of honour‘, lade die Gäste ein – immer viele andere Neue und da bin ich noch nicht am Ende (!) – und stelle dann das ‚Bühnenbild‘ im Wohnzimmer und im Raum mit dem Buffet her. Ich hole Gartenstühle von der Dachterrasse, trage Tische in den Buffetraum und arrangiere einen schönen ‚Sitzungssaal‘ mit Blumen und Früchten und Kerzen und Gläsern und Glaskrügen mit Leitungswasser und kleinen, wie Dächer gefalteten Zetteln mit dem Hinweis, wie man an das Grüne Wahlprogramm kommen https://www.gruene.de/ueber-uns/2018/gruenes-wahlprogramm-zur-europawahl-2019.html und wie man über https://www.gruene.de/ueber-uns/jetzt mitglied-werden.html unkompliziert Mitglied werden kann. Ich weise während der Verantstaltung daraufhin, dass auch nicht aktive Mitglieder ein Gewinn für die Partei sind. Dadurch, dass sie gedanklich wohlwollend die Grünen unterstützen – Gedanken sind die stärkste Kraft im Universum! Alles beginnt mit einem Gedanken! Friedvolle, aufbauende Gedanken schaffen positive Energie für ALLE – und durch ihren Geldbeitrag unsere Arbeit leichter machen.

Alles war besstens geplant und ausgeführt. Dann kam die erste Whatsapp von Sergey: sein Zug kommt erst um 18.55 h in Hamburg an. Ich will nicht die ge-whats-appten Seufzer wiederholen: schließlich kam der Zug erst um 20 h in Hamburg an: eineinhalb Stunden später als geplant. Das haben wir auch schon erlebt und viele Bundestagsabgeordneten wieder und wieder. Ich verstehe nicht, dass die Politiker das nicht zu einem Dringlichkeitsthema machen. Sie erleben es doch am eigenen Leibe! Ich habe immer gedacht, dass es Eindrücklicheres und Überzeugenderes nicht gibt. Mannomann! Diese Bundesbahn! Zum Ausrasten! Und das liegt nicht an den einzelnen Menschen. Das System dahinter muss man ändern.

Der Abend war dann natürlich doch sehr schön. Meine Vorstellung der vielen spannenden Menschen war äußerst unterhaltsam. Ja, das kann ich! Über das wiederholt ausgesprochene Lob darüber habe ich mich gefreut. Einige – na ja: eine Freundin, mit der ich lange vor meinem Studium eine Kindergärtnerinnen-Ausbildung gemacht habe – kenne ich seit satten 60 Jahren. Sie kannte sogar meine Mutter noch! Manche Freundinnen 45 Jahre Wegbegleitung und dann auch absolut Neue, deren Ehemann ich an der Tür zum ersten Mal sehe und mit Einverständnis gleich duzen darf.

Sergey hat dann für Europa begeistert. Für das Europa mit Grünen Ideen! Wir haben Fragen gestellt, die Organisation besser verstehen wollen und waren uns einig, dass Europa eine tolle Idee ist. Klar wurde, wie viele ganz ausgeprägt unterschiedliche Menschen innerhalb der Partei grüne Ideen vertreten. Wie beeindruckend es ist, dass sie alle unter das große überzeugende Dach von Bündnis 90/Die Grünen passen.

Am Schluss gab es noch kleine Pralinen, ein bisschen wie ein Betthupfer. Das war es für Rainer und mich allerdings überhaupt nicht. Rainer hat weggeräumt und abgewaschen und die Küche wieder ganz und gar klar gemacht. Ich habe Stühle und Tische geschleppt und zurück in die alte Ordnung gestellt und dann haben wir noch ein wenig vor dem Fernseher entspannt und sind dann mit reichlich beanspruchten Gliedmaßen aber glücklich ins Bett gegangen und süß eingeschlafen. Heute sind nur die Blumen noch Zeugen von dem schönen Erlebnis. Danke Sergey Lagodinsky – bei Wahlen ist der ganz Name ja immer wichtig – und an alle!


Politik ist ein schwieriges Geschäft

,Wenn ich im Auto sitze, denke ich wie Autofahrer. Wenn ich auf dem Fahrrad sitze, ist meine Solidarität mit Fahrradfahrern. Wenn ich im Bus sitze, finde ich, Busfahrer und – fahrende stellen ‚eigentlich‘ die Menschheit dar. Wenn ich zu Fuß gehe, finde ich Fußgänger die Pfeiler der Gesellschaft. Ich und die anderen! Geht das anderen auch so?

Jetzt bin ich hauptsächlich Fußgängerin – jeden Tag mindestens 5500 zügig gegangene Schritte. Dann bin ich häufig Bus-Teilnehmerin.

Zebrastreifen

Der gute alte Zebrastreifen ist/war fußgängerfreundlich! Mehr als ich früher wusste! Nun ist bei uns das Konzept der Busbeschleunigung durch Ampelschaltung eingerichtet worden. Schon vor einem Jahr ungefähr. Das heißt, ich konnte bereits meine Erfahrungen machen.

Ich freue mich, dass beide Haltestellen – Hin- und Rückweg – so nah bei meiner Wohnung liegen. Aber nun ist es so, dass vermutlich die letzte Kreuzung meiner Druckampel bereits ‚mitteilt‘, dass nun erst der Bus alle aus- und einsteigen lässt und losfahren darf. Dann wird meine Ampel grün und ich, die den Bus hat kommen und abfahren sehen, kann über die Straße gehen. Das heißt, meist kommt auf ‚meiner Seite‘ nun auch ein Bus und stoppt durch den Busbeschleunigungs-Algorithmus das Umschalten meiner Fußgängerampel: der Bus kommt gemächlich, muss ja schließlich bremsen, alle steigen aus, manchmal sehr lange und wieder ein und fährt los. Jetzt könnte meine Fußgängerampel grün werden, aber leider darf sie das nicht, denn auf der Sehnsuchtsseite, auf die ich so gern möchte, kommt nun ein zweiter möglicher Bus für mich, der meine Ampel auf Rot belässt und meine rechtmäßige Überquerung der Straße ausschließt. Auch dieser Bus kommt, bremst, hält, lässt aussteigen und einsteigen und fährt davon. Wenn ich Glück habe, kommt auf meiner Seite kein folgender Bus. Aber das wäre schon nicht mehr schlimm, denn jetzt muss ich sowieso länger auf einen nächsten Bus warten.

Die Versuchung, einfach über die Straße zu laufen, die oft frei ist, ach – diese Versuchung ist sehr groß. Ich bin ihr durchaus schon mal erlegen…

Die Busbeschleunigung ist politisch für die Fußgänger erdacht und teuer durchgesetzt worden. Ich sollte ruhig ein bisschen dankbarer sein. Ich seufze: Politik ist fraglos ein schwieriges Geschäft!

Ada Lovelace, „die erste Person, die als Programmierer bezeichnet werden kann“ –

Wie gut gehen wir mit den Frauen unserer Geschichte – History – um? Immer wieder ‚his story‘ = seine: die Männer-Geschichte. Sollten wir nicht ‚her story‘ = ihre: die Frauen Geschichte Herstory der zurückerobern? Wir können auch auf starken Schultern stehen!

Mit dem künstlerischen Projekt „The Dinner Party“ hat die amerikanische Künstlerin Judy Chicago dazu viel beigetragen. Unbedingt ansehen https://de.wikipedia.org/wiki/The_Dinner_Party. 999 Frauen hat sie in einer gigantischen Dinnerparty vereint. Die ersten Frauen aus dem Bereich der Mythologie – wichtig! Man denke nur daran, wie präsent in der History Zeus ist – bis zu Herstory-Frauen: Wissenschaftlerinnern, Schriftstellerinnen, Künstlerinnen, Politikerinnen mit einem Geburtsdatum aus dem 19.Jahrhundert.

Keinen Platz an ihrer Dinnertafel hat Ada Lovelace (1793 – 1872), die Tochter von Lord Byron. Ja, ein Vater mit einem Namen ist eine große Hilfe, um ein Grundinteresse zu wecken, gell? Ja, der verrückte große schöne Poet. „George Gordon Noel Byron, 6. Baron Byron (* 22. Januar1788 in London; † 19. April1824 in Messolongi, Griechenland), bekannt als Lord Byron, war ein britischerDichter und einer der wesentlichen Vertreter der englischen Romantik. Er war der Vater von Ada Lovelace und ist überdies als wichtiger Teilnehmer am Freiheitskampf der Griechen bekannt.“ (zitiert aus Wikipedia)

Aber Ada Lovelace hatte nicht nur einen namhaften Vater, ihre Mutter war auch gut ausgebildet. „Augusta Ada Byron King, Countess of Lovelace, wurde am 10. Dezember 1815 als Tochter von Anne Isabella Noel-Byron, 11. Baroness Wentworth, und George Gordon Byron (genannt Lord Byron) geboren.“ (zit.aus Wikipedia) „Adas mathematisch interessierte Mutter, die in ihrer Jugend von Hauslehrern auch in Naturwissenschaften und Mathematik unterrichtet worden war, ermöglichte Ada eine naturwissenschaftliche Ausbildung. Ada Byron war als Kind und Jugendliche oft krank und wird von Zeitzeugen sowohl als leidenschaftlich als auch als ausgesprochen naturwissenschaftlich interessiert beschrieben.[9] Sie zeigte auch in der Öffentlichkeit ein reges Interesse an verschiedenen mathematischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen und verstieß damit gegen die gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit.“ (Zit. aus Wikipedia)

„Lovelace war ihr ganzes Leben lang interessiert an wissenschaftlichen Entwicklungen, inklusive Fragen nach der Möglichkeit zu fliegen oder die Arbeit des Gehirns mathematisch zu beschreiben.“ (ebenda)

„In Lovelaces Notes finden sich eine Reihe dem Stand der Forschung um 1840 weit vorausgreifende Konzepte. Während ihre Beiträge zu Rechnerarchitektur und Grundlagen der Programmierung bis zu ihrer Wiederentdeckung in den 1980er Jahren weitgehend in Vergessenheit gerieten, spielten ihre Standpunkte zur künstlichen Intelligenz in erkenntnistheoretischen Debatten als „Lady Lovelace’s Objection“ bereits bei Begründung dieses Forschungsbereichs der Informatik eine gewisse Rolle. “ (ebenda)

„Eine zweite Bemerkung beweist, dass sie auch die Möglichkeit erkannte (Hervorhebungen von mir!E.S.), mit einem Computer mehr als nur arithmetische Aufgaben zu bearbeiten:[16]

„[Die Analytical Engine] könnte auf andere Dinge als Zahlen angewandt werden, wenn man Objekte finden könnte, deren Wechselwirkungen durch die abstrakte Wissenschaft der Operationen dargestellt werden können und die sich für die Bearbeitung durch die Anweisungen und Mechanismen des Gerätes eignen.“

Babbages Motivation für die Analytical Engine war die Berechnung von Zahlentabellen für den Einsatz in Naturwissenschaft und Ingenieurwesen. Lovelace dagegen hatte das weitaus größere Potenzial der Maschine erkannt: Sie würde nicht nur numerische Berechnungen anstellen können, sondern auch Buchstaben kombinieren und Musik komponieren.[7] Diese nämlich beruhe auf den Relationen von Tönen, welche sich als Zahlenkombinationen ausdrücken ließen.[7] „(ebenda)

Ja, ich habe Herrn Babbage unterschlagen https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Babbage – hier kann man den Wikipedia-Beitrag finden, in dem ich Ada Lovelace nicht genannt fand.

Die Digitale Revolution, die Eroberung der Ökonomie durch die Künstliche Intelligenz, hat wesentlich eine Frau in ihrer Entstehungsgeschichte. Toll! Judy Chicago ist nicht aufgefallen als eine wichtige Person unserer Herstory. Schade! Aber Ada Lovelace hat weiter Einfluss. Vom 24.-25. Oktober 2019 findet das Ada Lovelace Festival 2019 in Berlin statt. https://wiwo.konferenz.de/ada/“The Ada Lovelace Festival is a leading European event dedicated to all women in the IT industry.“ (zit. ebenda) Jedes Jahr bekommt eine Frau den Ada-Lavelace-Preis!

Lasst uns unsere Geschichte erinnern, denken, umarmen, gestalten! Ich lese gerade das Buch von Shanee Edwards „Ada Lovelace: the Countess who Dreamed in Numbers“ Es ist sehr unterhaltsam geschrieben. Schönen Internationalen Frauentag allerseits!

Bitte teilt meinen Beitrag!

Eine Woche Geburtstag!

Schöner Zufall: von DIE ZEIT für ein Jahresabonnement ein 7 Tage Hotel – Gutschein. Weltweit einlösbar. Wir wollen möglichst nicht mehr fliegen, also Deutschland. Bad Wildungen, Göbel – Quellenhof, umsteigen in Kassel. Das lockt mich. Anruf im Hotel. Nur Januar und Februar haben wir Hoffnung., wird mir gesagt. Gut! Zack! Im Februar ist doch mein Geburtstag! Wunderbar! Ab in die landschaftlich schöne Provinz!

Das Hotel hat Glamour. Rainer vermutete haufenweise alte Leute, Rollator und weitere 80jährige. Nein! Junges Volk ab 30, alle gut zu Fuß. Wuderbare Betten, Balkon. Am ersten Tag gleich Aufstieg auf den Aussichtsturm 571m, am zweiten Besuch der Burg Friedrichstein, dann Edertalsperre, Reinhardshausen und Bad Wildungen hat den größten Kurpark Europas mit hübscher Trinkhalle, in der wir täglich unser mineralienhaltiges Quellwasser zu uns nehmen.

Vor dem Frühstück ins Schwimmbad mit unterschiedlichen erfrischenden Massage-Apperaturen unter Wasser. Wohltuend! Nach den ausladenden Wanderungen in die Innen- und Außen-Saunen mit Ruheschaukeln für ziemlich viele Menschen. Wir lesen genüsslich. Ich einen niederländischen Krimi!

Die Frühstücks- und Abendbuffets sind beeindruckend variationsreich und nach unseren Diätmonaten wie Ferien vom Ich. Ha! Ich werde sogar kurzfristig bei Geflügel-Variationen zum Flexitarier. An meinem Geburtstag weichen wir von dem noch freien Tisch zurück, an dem wir meist sitzen, weil dort festlich gedeckt ist: eine Riesenrose, hoch gefaltete Stoffservietten, Kerze, Silberherzen als Schmuck und prominent ein hübsches Reserviert-Schild. Wir verkrümeln uns quasi an einen anderen Tisch – – – – bis der Oberkellner uns holt und erklärt, dass diese Reservierung für uns ist, für mich, für das Geburtstagskind! Kerzenlicht und dann kommt er mit gefüllten Sektgläsern und gratuliert mir. Er freut sich sichtlich über unsere-meine Überraschung. Wie schön ist das denn!

So ganz nebenbei erlebt man natürlich das Leben in der Provinz: Vorsaison, erschreckend wenig Busverbindungen. Plötzlich wird uns klar, welche Wichtigkeit ein Auto in der Provinz hat. Die meisten Gäste sind natürlich mit dem Auto gekommen. Ohne ein solches teilen wir das Schicksal von vielen Normalbürgern in der Provinz. Ja, der öffentliche Personenverkehr ist die Voraussetzung für weniger Autos, in denen wie meist immer nur eine Person sitzt.

Als ein Geschenk erlebe ich die Zebrastreifen. Ja, es gibt keine Ampeln in Bad Wildungen, sondern nur echte, gute, alte Zebrastreifen, die man einfach überqueren darf. Die Autos bleiben stehen!!! Bremsen für uns Fußgänger!!! Ein Gefühl, das ich schon lange nicht mehr hatte. Interessant, wenn Gängelung einmal zugunsten der Fußgänger aufgehoben ist.

Und soviel Glückwünsche! Über Facebook 36! Per Whatsapp unzählige und per email natürlich auch. Ich habe mich sehr gefeiert gefühlt. Es war eine wunder-, wunderschöne Geburtstagswoche! Ein ganz großes Geschenk will ich nicht vergessen: 7 Tage blauer Himmel und strahlende Sonne! Danke, danke, danke!


„the measure of a life well lived upon turning eighty“

(der Wert eines gut gelebten Lebens, wenn man achtzig wird)

Ich habe mich gefreut, als ich diesen Text auf Facebook entdeckt habe. Wie ein Geburtstagsgeschenk, denn am Montag werde ich 80 Jahre alt und finde es wunderbar. Es ist lustig, dass Oliver Sacks genau das bedauert, was ich ausgiebig gemacht habe: scheu gewesen zu sein, nicht andere Sprachen gelernt und auch nicht in anderen Kulturen gelebt zu haben.

Genau das habe ich gemacht: ich war nie scheu – aber das war kein Verdienst; ich habe viele Sprachen gelernt: Englisch, Französisch, Italienisch, Chinesisch und nun Niederländisch. Das waren und sind wunderschöne Anstrengungen. Und ich habe in unterschiedlichen Kulturen gewohnt und gelebt. Das waren Erfahrungen mit Höhen und Tiefen – allerdings nie grenzwertig.

Hier nun Oliver Sacks: the measure of a life well lived upon turning eighty

“Living has yet to be generally recognized as one of the arts,” proclaimed a 1924 guide to the art of living. That one of the greatest scientists of our time should be one of our greatest teacher in that art is nothing short of a blessing for which we can only be grateful — and that’s precisely what Oliver Sacks (July 9, 1933–August 30, 2015), a Copernicus of the mind and a Dante of medicine who turned the case study into a poetic form, became over the course of his long and fully lived life.

In his final months, Dr. Sacks reflected on his unusual existential adventure and his courageous dance with death in a series of lyrical New York Times essays…

In the first essay, titled “Mercury,” he follows in the footsteps of Henry Miller, who considered the measure of a life well lived upon turning eighty three decades earlier. Dr. Sacks writes:

Last night I dreamed about mercury — huge, shining globules of quicksilver rising and falling. Mercury is element number 80, and my dream is a reminder that on Tuesday, I will be 80 myself.

Elements and birthdays have been intertwined for me since boyhood, when I learned about atomic numbers. At 11, I could say “I am sodium” (Element 11), and now at 79, I am gold.

[…]

Eighty! I can hardly believe it. I often feel that life is about to begin, only to realize it is almost over.

Having almost died at forty-one while being chased by a white bull in a Norwegian fjord, Dr. Sacks considers the peculiar grace of having lived to old age:

At nearly 80, … , I feel glad to be alive — “I’m glad I’m not dead!” sometimes bursts out of me when the weather is perfect… I am grateful that I have experienced many things — some wonderful, some horrible — and that I have been able to write a dozen books, to receive innumerable letters from friends, colleagues and readers, and to enjoy what Nathaniel Hawthorne called “an intercourse with the world.”

I am sorry I have wasted (and still waste) so much time; I am sorry to be as agonizingly shy at 80 as I was at 20; I am sorry that I speak no languages but my mother tongue and that I have not traveled or experienced other cultures as widely as I should have done.

But pushing up from beneath the wistful self-awareness is Dr. Sacks’s fundamental buoyancy of spirit. Echoing George Eliot on the life-cycle of happiness and Thoreau on the greatest gift of growing older, he writes:

My father, who lived to 94, often said that the 80s had been one of the most enjoyable decades of his life. He felt, as I begin to feel, not a shrinking but an enlargement of mental life and perspective. One has had a long experience of life, not only one’s own life, but others’, too. One has seen triumphs and tragedies, booms and busts, revolutions and wars, great achievements and deep ambiguities, too. One has seen grand theories rise, only to be toppled by stubborn facts. One is more conscious of transience and, perhaps, of beauty. At 80, one can take a long view and have a vivid, lived sense of history not possible at an earlier age. I can imagine, feel in my bones, what a century is like, which I could not do when I was 40 or 60. I do not think of old age as an ever grimmer time that one must somehow endure and make the best of, but as a time of leisure and freedom, freed from the factitious urgencies of earlier days, free to explore whatever I wish, and to bind the thoughts and feelings of a lifetime together. (kopiert aus dem facebook account www.brainpickings.org)

Was für ein wohltuender zusammenfassender Rückblick. Musste ich etwas endure = erleiden, aushalten, überstehen? Richtig schlimm war nur der Anfang meines Lebens: 1939 war der Beginn des 2. Weltkrieges. Bis zum 6. Lebensjahr musste ich oft in den Keller und habe unzählige Male nach dem Bombenalarm gesehen, wie anstelle eines Gebäudes plötzlich erschreckend freier Raum „in den Himmel ragte“. Aber ich habe gedacht, dass das hier unten auf der Erde so ist, keine Ausnahme, sondern der Normalfall. Wie angenehm, dass das immer besser wurde. Ich bin für alle meine Jahre sehr dankbar!

Es riecht nach Frühling

Normalerweise reagiere ich darauf mit reiner Freude. Aber nach dem letzten – für unsere Breiten und Land- und Forstwirtschaft zu intensiven Sommer – reagiere ich nicht ungeteilt mit Freude. Kommt noch Winter? Heißt das, unser Winter ist bereits vorbei? Ist das gut? Ist das ein Stöhnen des Planeten in so freundlicher Verkleidung?

Ich hoffe, alles ist gut. Ich weiß aber, alles steht nicht zum besten: was man so hört und liest von den Gesetztemachern und Ministern: sie kämpfen, dass die Wirtschaft floriert und finden Wirtschaftswachstum nach wie vor ein selbstverständliches Ziel und das wichtigste Ziel. Merkwürdig!

Ist die Menschheit so beschränkt? Man liest wieder Aufrüsten, mehr Geld für Verteidigung. Eigentlich müssten wir ganz schnell wieder und zwar länderübergreifend die Friedensinitiativen zurück ins Leben rufen. Allerdings ist der Reichtum enorm ungerecht verteilt. Ich lebe auf der Haben-Seite. Ich habe gut reden!

Mit Angst reagieren ist aber nicht gut. Sich einsetzen für den Planeten, mehr Gerechtigkeit denken, wünschen und vorstellen.