Was hat Bild-Organisation mit der Theaterbühne zu tun?

Wenn ein Bild die Wirklichkeit darstellen will, muss es auf einer Fläche, die nur aus Höhe und Breite besteht, die Tiefe des realen Raumes eingefangen werden.

Es war Filippo Brunelleschi, der 1400 in Florenz durch das Schlüsselloch der Kirche Santa Maria Novella guckte und genau dieses Schlüsselloch als Bilderrahmen seiner Betrachtung erkannte UND gleichzeitig, dass sich die Ansicht der Stadt in seinem Sehfeld eindeutig organisiert in „realistischer“ Weise in Breite, Höhe und Tiefe darstellte.

Ich war begeistert, als ich diese tolle Anekdote in Rom gelesen habe. Viele, viele Menschen vor ihm hatten schon durch ein Schlüsselloch geguckt. Aber immer nur mit Informationshunger. Er hat aber richtig wahrgenommen, was alles Teil seines Blickes war. Bewundernswert! Gut, er war Architekt. Aber auch viele Architekten haben das nicht gesehen.

Genau wie Newton, der beim Gleiten in die Badewanne wahrgenommen hat, dass das Wasser am Rand um die Verdrängung durch seinen Körperumfang ansteigt. Und schon hatte man eine neue Maßeinheit, wie man komplizierte Objekte messen konnte.

Diesen umfassenden Blick zu haben! Etwas zu sehen, was alle ständig um sich haben und eine neue Sicht zu sehen und zu benennen, zu realisieren! Diese Umsicht oder kindliche Objektivität oder Unvoreingenommenheit begeistert mich.

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Hier habe ich die Brücke als Rahmen für die Sicht auf die Alster und Hamburg genutzt

„Entdeckung der geometrisch konstruierbaren Perspektive In der Folgezeit wird die Perspektivkonstruktion ein Instrument zur Kontrolle des Verhältnisses von der Tiefe des Raumes zur Umgebung. Nicht zufällig sind die technologische Forschung und die Ausarbeitung eines neuen metrisch-proportionalen Systems auf der Basis klassischer Ordnungen von Anfang an Themen, die von Brunelleschi gleichzeitig mit wissenschaftlicher Experimentierkunst erforscht werden.“ (zitiert aus Wikipedia „Filippo Brunelleschi“)

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eine den Regel der Zentraglperspektive entsprechende Darstelltung – man wird rauschhaft in den Raum eingesogen – Na ja, ein bisschen übertrieben von mir?

OK, kann man jetzt sagen: die Zentralperspektive als Organisation eines Bildraumes zur Repräsentation der Wirklichkeit. Aber was hat das mit Theater zu tun? Schöne Frage! Das war mein wunderbares Thema für meine Doktorarbeit, die mir zwar keinen Titel, aber schöne Auslandsaufenthalte ermöglicht hat: London – Paris – Rom. Nicht schlecht, oder?

Die Geschichte des Theaters fängt im Alten Griechenland an. Es ist sehr erbaulich über die Jahrhundert hin zu entdecken, wie die Form der Bühne etwas über den Inhalt aussagt, den sie den Zuschauer erkennen lässt. Wer es nachlesen möchte: meine ganze Arbeit ist kostenlos runterzuladen auf meiner Bücherseite www.welt-ohne-geld.de im Menu unter dem Schlagwort „Simultantheater“.

Eine wunderbare Reaktion auf diese Arbeit, die mir drei Tage ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat, war die Reaktion einer jungen Bühnenbildnerin nach der Lektüre, die sagte: „Ich habe jetzt erst begriffen, was Theater eigentlich bedeutet.“

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Dass wir für diese Bühnenform ein Plot brauchen, ist jedem Dramaturgen klar. Nun kann man auf der Bühne die Gefühle der Zuschauer wunderbar handhaben (manu =Hand – polieren). Man braucht für so ein Theater-Stück eine Intrige. So nannte man das oder den Plot am Anfang. Niccoló Macchiavelli schreibt das erste Theaterstück für diese Form. Klar, er ist ein Meister im Umgang mit Macht.

Das ist heute mein Beitrag zu meiner einjährigen Selbstverpflichtung in Bezug auf die Propagierung meines Simultantheater-Idee. Erfreut durch David Hockney, der die Perspektive verwirft: es wird nicht enger nach hinten, siehe obige Kirchen-Innen-Ansicht. Sondern es ist vorne enger und der Blick weitet sich.

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was Hockney da durchstreicht, wird in der korrekten Perspektive sogar nach hinten verkleinert – siehe Kathedrale

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Es gibt aber noch nette kleine mittelungswerte Erlebnisse. Ich mache enorme Fortschritte im Entspannen und Ruhen zwischendurch. Mein Symptom heilt ab. Meine drei Ketten drücken farblich meine Freude darüber aus:

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Die gelbe Kette habe ich in Tibet auf dem Dach des Palast des Dalai Lama gekauft. Die mit den bunten Klunkern und wohl auch die rote bei H&M. Ganz schön unterschiedlich, oder?

Witzig fand ich in dieser Woche einen Gargoyle in einem Hauseingang in der Averhoffstraße. Gargoyles sind Steinwesen, die Unglück abhalten sollen. Auf der Notre Dame in Paris sieht man die. D.h. sie befinden sich hoch auf dem Dach, deswegen kann man nur  Abbildungen davon bewundern

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sie gucken so böse, weil sie das Unglück auf Abstand halten wollen

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und dies ist ein „Entschädigungsfoto“ aus Utrecht: das Festival Oude Muziek findet nicht statt

Es regnet viel. Das ist gut für den Boden. Drinnen ist es auch schön. Eine gute Woche!

 

 

 

 

 

 

 

Was ist Eustress?

Ich liege derzeit (ein Wort-Mitbringsel aus Wien?) viel auf der Dachterrasse und lese Hilary Mantels „Wolf Hall“. Ich soll ruhen, viel ruhen.

Dabei ist mir aufgefallen, wie pfiffig ich vermeide, dass in den Blumentöpfen auf der Dachterrasse kein Unkraut mehr wächst.

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Da wir auch einen Kamin haben, ist natürlich auch Kaminholz vorhanden.

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Nun weiß ich, dass Kamin-Feuer klimatechnisch nicht gut ist. Ich habe das Holz anderer Bestimmung zugeführt.

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Es ist schön, dazuliegen und meine selbstgehauenen Steinskulpturenhttp://www.elisabethscherf.de – um mich zu haben.

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Was ist passiert? Dass ich so viel Zeit mit Muße verbringe? Ich habe eine Gürtelrose bekommen und außer Medikamenten den Befehl: RUHEN! Zuvor natürlich die besorgte Nachfrage:„Hatten sie besonderen Stress?“ Gut, ich singe täglich meine drei Lieder zur Ukulele, mache meine Übungen gegen die Verkrampfung meines Kopfes durch die Bevorzugung meines rechten Ohres (Schiefhals wohl?), lese Niederländisch, Chinesisch, über Bedingungsloses Grundeinkommen, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung und sehe auf meinem abonnierten Chinesepod-Kanal chinesische Filme. Nachts höre ich französische und italienische Hörbücher, usw. Treffe mich mit Freundinnen! Aber Stress? Ich mache das alles sehr gern. Es macht mir Freude!

Und hier liegt der Hase im Pfeffer! Mein Stress ist EUSTRESS!

Es gibt nicht einfach Stress, sondern Eustress – freudiger Stress, wie bei Sportlern vor einem Wettkampf oder Künstlern vor einem großen Auftritt – und Distress – der traurige Stress. Und auf die Frage: „Was fehlt Ihnen?“, fehlt beiden Patienten dasselbe: Ruhe!

Für Ruhe braucht man ZEIT! Also jetzt reduziere ich. Werde ich reduzieren.

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Die Hummeln in den Pflanzen aus dem geschenkten EDEKA Samen sind eine große Hilfe. zur Ruhe zu kommen. Wohltuend!

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Vor der Tür liegt ein cadeautje von meiner Niederländisch-Sprachpartnerin: Van beterschap! sagt der Holländer, wenn er Gute Besserung sagen will. Danke! Und auf das nächste Treffen mit meiner Französisch Sprachpartnerin freue ich mich auch schon.

Gut, dass mir die Gürtelrose-Besprecherin – gelobt sei das Internet, über Telefon geht das sogar! – ein weiteres und besonders gutes Heilmittel vermittelt hat:  Eckhart Tolle Jetzt! Die Kraft der Gegenwart. Das höre ich nun und bin begeistert – natürlich dabei in die Ruhe kommend…

Kleiner wichtiger Nachtrag: Ich habe von Beginn an keine Schmerzen gehabt. Ich habe erst später erfahren, dass es eine schmerzende und eine nicht schmerzende Form von Gürtelrose gibt. Wieder ein Grund zu (ruhiger!!!) Freude und Dankbarkeit.

 

 

Spazieren gehen

ist ein besonderes Vergnügen in Hamburg, wenn man nahe am Wasser wohnt. Ich habe Glück: ich wohne nahe der Alster!

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Auf dem Wasser tummelt man sich. Mit allen Arten von Wasserfahrzeugen. Ich kann sogar die Elbphilharmonie von weitem entdecken. Auch das Fontenay Hotel, in dem die Bar oben auf der Dachterrasse ein ganz besonderer Ort ist.

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Jetzt, zu Corona-Zeiten, sind Stehpaddler besonders gut dran: sie sind allein unterwegs, im Freien, ohne Maske. schön!

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Man kann auch auf einem großen Boot fahren. Ja, Hamburg ist schön! Hier besonders.

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Ich habe noch eine sehr große Freude in der letzten Woche gehabt. Ein Schüler aus meinem zweiten Durchgang als Klassenleherin für die- Klassen 5 – 10  schickt mir eine Freundschaftsanfrage. Ich erinnere ihn als ambitionierten Fußballer. Aus der großen Pause kam er immer „ausgetobt“ mit rotem Kopf in die Klasse zurück. Gleich klicke ich auf seine Seite und sehe einen  hübschen jungen Mann. Ich versuche, sein Alter zu errechnen, wohl um die 40? Ich nehme die Freundschaftsanfrage natürlich an. Nach 6 Jahren kennt man „seine“ Kinder sehr gut. Ich schreibe ihm ein kleines Briefchen dazu und bekomme postwendend eine Antwort darauf.

 

Ich schreibe:

Was für eine Überraschung! Wie schön, von dir zu hören und zu sehen, was für ein ’schmucker Mann‘ du geworden bist. Ich hoffe, es geht dir so gut wie mir. Sei herzlich gegrüßt von deiner alten Lehrerin!

Er antwortet:

Hallo Frau Scherf

Vielen Dank für die schönen Worte. Ja mir geht es gut und es freut mich, dass es Ihnen auch so gut geht. Sie werden es nicht glauben, aber ich denke jedes Jahr seit dem Schulabschluss öfters an Sie und Ihre Geschichten und das, was wir gemeinsam als Klasse durchgemacht haben.

Dass ich immer wieder diese Gedanken bekomme, bedeutet, dass die Zeit mir sehr fehlt und mir sehr an Herz gewachsen ist.

Lieben Gruß

O.

Ich antworte:

Was für eine schöne Antwort, lieber Omar! Du hast mich erfreut. Ich danke dir. Lieben Gruß

Juni 12, 2020, 6:22 PM

 

Seine Antwort erfreut berührt und erfreut mein Herz. Ich finde, es ist wie ein Ritterschlag für eine/n Lehrer*in, oder?

***

Da fällt mir noch ein Erlebnis ein. Eines Tages bekomme ich – nach 10 Jahren Schulentlassung – einen Anruf von Stephan.

„Frau Scherf“, sagt er aufgeregt, „stellen Sie sich vor. Gestern hatte ich die erste ernste Auseinandersetzung mit meiner neuen Freundin. Ich wusste erst nicht, wie ich meinen Unmut ausdrücken sollte. Ich sage zu ihr, dass der Ärger sowieso im Raum ist. Wir sagen jetzt alles, legen es auf den Tisch und dann können wir es von allen Seiten betrachten!“

Da ruft sie aufgeregt:„Wer war deine Lehrerin?“ Ich sage: „Frau Scherf!“

Sie hatten beide in unterschiedlichen Jahrgängen gelernt, wie man seinen Ärger bearbeitet. Über den Anruf, diese Nachricht habe ich mich auch sehr gefreut.

David Hockney – endlich

Im Bucerius Kunstforum kann man augenblicklich eine wunderbare Ausstellung sehen.

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Der Besuch mit anschließendem Lunch war mein Geburtstagsgeschenk zum Geburtstag am 25. Februar. Da war das befremdlich fern-betrachtete Wuhan virus plötzlich mitten zwischen UNS und hieß Covid 19 oder Corona. Masken und Lockdown, die ich bis dahin für chinesiche Phänomene gehalten hatte, waren bei mir angekommen und die Hockney Ausstellung in weite Ferne gerückt. Nun, 4 Monate später, genieße ich sie dank Ingrid K.

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Es sind nur wenig Besucher da und so kann man die Bilder gut sehen und die Erklärungen gelassen lesen. Gleich das erste ganz-wandige Bild macht den Vorgang nötig, für den ich persönlich – Simultantheater! – besonders liebe: der eigene Blick mus schweifen, um alles wahrzunehmen! Der Blick wird nicht festgenagelt und erfasst zentralperspektivisch das ganze Bild, sondern jedes dargestellte Objekt hat seine einzelne kleine Würde im „Atelier des Künstlers“.

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Hockney hat hier, fast wie ein Kind,  die Leinwand als Äquivalent für das Zimmer genommen und die Gegenstände darin nur  andeutungsweise perspektivisch gemalt. Mein Fotoapparat ist seiner Natur nach eine Perspektiv-Maschine. Deswegen kann die Kamera nur wieder perspektivisch wiedergeben.

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Hier ist der dargestellte „Gegenstand“ in einem Raum zusammenhängend gemalt. Der Blick muss aber schweifen. Die Zentralperspektive ist überwunden!

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Ein wunderschönes Bild vom Cran Canyon. Ein Bild?  Eine Leinwand neben der anderen hängt da an der Wand (60 Stück) und macht einen auslandend schweifenden Blick über diese farbintensive – die Freude ins Gemüt des Betrachters schüttet – Darstellung wie ein Geschenk nötig und möglich. Man mag sich gar nicht trennen! Gegenüber stehen auch zwei Marmorbänke. Man sitzt und staunt und war fast selbst im Gran Canyon.

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Hier jubelt natürlich mein Herz! SIMUTLANTHEATER!  Ein Zuschauer, zwei – wenigstens zwei – Bühnenvorstellungen, zwei Möglichkeiten des Lebens! Theater ist doch die Kunst, die Dreidimensionaltiät in der Zeit, der vierten Dimension zur Grundlage hat.

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Hier noch einmal die Darstellung von Stühlen in der Form, die Hockney in der Sondernummer der Vogue von 1986 (?) als die philosophisch angemessene Repräsentation der Welt sieht: vorn der betrachtende Mensch und dann öffnet sich das Bild weiter und weiter, denn der Schöpfer aller Dinge ist unendlich, unermesslich!

Ich bin beglückt! Ich habe neue Kraft geschöpft mich für die Idee und Umsetzung des SIMULTANTHEATERS einzusatzen. Danke David Hockney! Und natürlich: Danke, Ingrid!

Am Ausgang nicht nur in realer Größe sondern realistisch faktisch: ein Ausschnitt aus dem Pprtrait der Eltern. Das rührt mich und ich merke ganz doll, wie sehr ich das Leben liebe.

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NACHTRAG:

Voller Begeisterung habe ich gestern gesehen, wofür dieses schöne Bühnenbild mit Requisieten ausgestattet ist. Birgit – meine Niederländisch Sprachpartnerin – inzwischen viel mehr – und ihr Mann haben den Grund dieser Ausstellungsecke erkannt. Und besonders Detlef, ihr Mann, hat vorbildlich Vater Hockney nachgestellt.

16.6.2020

Danke für das wunderschöne Bild und Complimenti an beide!

KÖNNTE auch…!

So eine schöne Vorstellung für mich: jeden Moment hat man Entscheidungsfreiheit! Der Freie Wille ist eines der schönsten Geschenke der Schöpfung. Finde ich.

Beispiel

Soll ich heute die Straße rechts herum zum Bus gehen? Oder links herum?  Das ist eine Entscheidung. Man merkt sie vielleicht kaum. Viel Willenskraft gehört auch nicht dazu. Und doch kann sie enorme Konsequenzen haben:

Auf einer Seite kommt mir ein alter Bekannter entgegen.

„Ne! Das gibt es doch nicht! Lange nicht gesehen.“

„Stell dir vor, ich habe neulich auch Mark zufällig wieder getroffen.“

„Wohnt der wieder in Hamburg?“

„Ich gebe dir mal seine Nummer und dann hast du auch gleich meine.“

„Meine ist…“

Man ahnt schon, dass hier ein neuer Lebensabschnitt beginnen KÖNNTE. Man hat es weiter in der Hand. Durch weitere Entscheidungen verfolgt man die neuen Möglichkeiten.

Der andere Weg zum Bus. Vielleicht ist man da über eine hervorstehende Gehwegplatte gestolpert und jemand Nettes hat einem aufgeholfen. Oder einen Krankenwagen rufen müssen. Oho… Was könnte das weiter ergeben, welche neuen Menschen und Situationen begegnen einem da?

Hier auf dem Papier kann ich das nur nacheinander schreiben, kann man es sich nur nacheinander vorstellen! Auf der Theaterbühne kann man aber beide Vorgänge gleichzeitig – SIMULTAN – verfolgen.

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Den Beweis, dass man zwei Situations-Entwicklungen gleichzeitig – SIMULTAN – verstehen kann, hat das  Richtertheater Hamburg  durch Aufführungen bereits erbracht. (www.richtertheater.de) Mit dem Theaterstück „Kommt ihr erst mal in mein Alter“.

Und bei dem Stück „Ein Jurist verlässt Deutschland“, bei dem eine Bühne mit dem Text von Walter Jens – „Ein Jud aus Hechingen“ bespielt wurde – und die andere Bühnenseite als andere Möglichkeit durch ein Stück von mir – „Emigration nach Amerika“. Beide Stücke haben auch ältere Zuschauer mühelos  – SIMULTAN – verstanden.

Der „Theaterkitzel“, das Vergnügen war der KONTRAST der beiden unterschiedlichen Inhalte. In unserem Alltag denken wir manchmal: “Hätte ich doch …“ Der Theaterstück-Autor kann aber beide Seiten weiter entwickeln.

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Ich mache es hier einmal  mit meiner oben angedeuteten angedeuteten Situation:

Auf der einen Bühnenseite heiratet die Frau den nach Hamburg zurückgekehrten Mark und wird – was?: glücklich/unglücklich/selbstständig/Mutter, Witwe oder durch besondere Erkenntnisse eine begnadete…

Auf der anderen Seite lernt sie im Krankhaus eine Frau kennen, die ihr die notwendigen Informationen vermittelt für eine Praktikum in …., bei dem sie ganz enorm ihren Erlebniskreis erweitert und wundervolle Ideen bekommt, dazu noch … kennenlernt.

Der Zuschauer neigt für eine Weile zur einen Seite, dann eher zur anderen und schließlich begreift er, dass jede Situation andere Erkenntnisse und Lehren bereithält. Dass wir Menschen ununterbrochen eine Wahl haben und lernen und so sehr glücklich werden können.

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Nachtrag: zwei Skulpturen von mir, die den schönen Regen genießen, den wir gerade so nötig brauchen und nun bekommen. Danke! Mehr davon auf http://www.elisabethscherf.de Skulpturen und Plastiken

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Total dankbar für Normalität

Es ist zu schön: die Normalität bricht wieder an und alle haben ein Gefühl von erfülltem Weihnachten. Oder was man sich als Kind von Weihnachten erhofft hat. Die meisten Menschen schaffen sogar über der Maske zu lächeln: Kunststück!

Die Sonne scheint! Draußen kann man gut konditern! Aber es geht auch so:

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Aber nicht nur die Sonne macht uns glücklich, auch der Regen! Und wie! Zum ersten Mal in diesem Jahr ist unsere Regentonne voll. Wunderbar!

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Wenn wir schon bildlich auf der Dachterrasse sind, dann hier unsere tüchtigen Kompostiertrommeln.

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Seitdem wir die haben, müssen wir keine Gartenerde mehr kaufen. schön!

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Und auf dem Hofwegkanal brütet ein Vogel mittendrin auf dem Wasser, einige Zweige und Laub hatten sich dort verfangen.

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Hier auf just dem Spaziergang ein Blumenarrangement vor der Blumenhandlung Hahn im Poelchaukamp. Freude!

In der Citiy eine Erinnerung an die Ausstellung von Hockney, die ich mit meiner Freundin Ingrid K. noch ansehen möchte

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Dann haba ich eine Neuerung in meinem Denken entdeckt: früher habe ich Intellektuelle und Künstler innerlich bewundert, seit einiger Zeit bewundere ich Architekten, Ingenieure und alle Handwerker. Die wissen was und stellen es her und es hält. Toll!!!

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Man kann die Tätigen hier schlecht erkennen, aber jeder kann augenblicklich in der Hamburger City gar nicht darüber hinwegsehen: es wird gebaut und ausgetauscht und renoviert und so…

Dann habe ich mich mit Petra V. zum Lunch bei unserem Schweden verabredet und in der St. Michaelis Kirche auf sie gewartet.

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Was für ein schöner Ort. Da habe ich einen kleinen Plausch mit einem Hilfs-Küster gehabt und mich daran erinnert, wie ich die Marienkirche in Minden staubgewischt und Hochzeitsblumen aufgefegt und sehr manchmal – weil mein Vater nicht da sein konnte, nach dem Abendgottesdienst die dunkle, leere Kirche schnell abgeschlossen habe. Ich bin nämlich eine evangelische Küsterstochter. Sagt man nach so vielen Jahren da eigentlich noch „Ich bin …“ oder „Ich war …“ ?

„Ich möchte dringend nochmals darauf hinweisen,

dass es von oberster Priorität für die Menschheit ist, endlich zu erkennen, dass sich alles in allem eint und alles ein ungetrennter Teil des Ganzen ist. Solange das Blutvergießen auf eurem Speiseplan steht – dabei ist es gleichgültig, ob direkt oder indirekt -, werden sich Disharmonien innerhalb eurer menschlichen Dramen offenbaren. Auch wenn der eine oder andere meine Worte wieder einmal keinesfalls gut heißen kann: Dies steht euch frei. Wenn ihr jedoch in euer Herz spürt und darin wahrlich offen und rein seid, so wird es nur eine Antwort geben können, durch die sich jegliche anderweitige schön gebogene Mutmaßung eines menschlichen Verstandes erübrigt. Selbst wenn es tönen mag, dass dies ein anderer aufgestiegener Meister so verkündet hat oder dass ist des Menschen Recht ein Tier für sein Begehren zu töten, seid ihr entweder dem Schall des eigenen Ego erlegen oder es war eine Stimme fernab der allumfassenden Liebe. Es steht schon in dem Wort begründet, allumfassend liebend, dass jenes Töten zum eigenen Wohle keinesfalls der reinen vollkommenen Liebe entsprechen kann! So lange werden jene Menschen die Mutationen und Erkrankungen ihrer Leiber hinnehmen müssen und so lange werden sie an die Spirale des Todes gebunden sei, so lange sie nicht allumfassend lieben. Auch wird sich darin immer und immer wieder das Spiegelbild der Kriege und des Hasses offenbaren müssen. Dies ist die Wurzel allen Blutvergießens auf Erden, die Sucht nach dem Fleisch und dem Blut, denn alle Schreie werden erhört und suchen innerhalb der Ebene der Materie ihren Ausgleich.“ (Dieses lange Zitat ist aus einem Buch von Kerstin Simoné „Thoth – Das Kristallchakra“ Wer sich für mehr interessiert, sollte mit Kerstin Simoné „ Thoth: Projekt Menschheit“ beginnen.)

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Lange habe ich darüber nachgedacht, wie erschreckend die Situation der Kriegsflüchtlinge ist, wie furchtbar, dass es immer und immer wieder Kriege gibt, die nie gut ausgehen. Warum es Kriege gibt und wie das gestoppt werden kann. Das obige Zitat war die erste befriedigende Antwort darauf: Wir alle setzen die Ursache, da dürfen wir uns über die Wirkung nicht wundern.

Die stummen Klagen der Tiere, die Qualen, die sie aushalten müssen, die Todesschreie, die sie ausstoßen, all diese Frequenzen produzieren wir. Diese Frequenzen sind dann da und sie drücken sich aus in Krankheit, Krieg und Tod.

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Es ist eine große Aufgabe, diese Schwingung aus der Welt zu schaffen. Ich war froh, dass ich die oder eine (?) Ursache für Aggression und Leiden erfahren habe. Das abzustellen! Was für eine Aufgabe!

An anderer Stelle wird in diesem Buch erklärt, dass das Fleischessen, eine Sucht ist. Wie Alkohol oder Zigaretten oder andere Suchtmittel. Das kann ich mir vorstellen.

Ich esse kein Fleisch mehr aus Liebe zu den Tieren. Ich will auch keine Fische mehr essen. Tote Fische sehen einen auch ganz vorwurfsvoll an, oder? Das fand ich schon als Kind. Der Verzicht fällt mir aber noch schwer. Obst und Gemüse, Nüsse etc. können und müssen ein guter Ersatz sein. Kein Ersatz, sondern unsere Nahrung sein.

Als ich noch aktive Lehrerin war, kam Lynn in meine Klasse. Sie war Vegetarierin, wenn nicht schon Veganerin. Sie sagte: “Ich esse nichts, was Augen hat.“ Das hat mich beeindruckt, aber noch lange nicht zur Vegetarierin gemacht.

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Heute habe ich eine fast zu schwere Aufgabe aufgeschrieben, Die Schwingung der Freude kann damit aber in noch größerem Maßstab erreicht werden.

Impressionen-Expressionen

In unserem Sprengel – Winterhude und Uhlenhorst . finde ich auf den Platten des Bürgersteigs – Was für ein lustiges Wort! – in großen Blockbuchstaben immer mal wieder mit farbiger Kreide geschrieben:

„Wer auf Freiheit verzichtet um Sicherheit zu gewinnen, verliert am Ende beides.“

Ich habe eine Weile gebraucht um zu merken, dass damit Corona-Vorsichtsmaßnahmen, die ich erfreulich klug fand, kritisiert werden sollten. Neulich finde ich unter diesen Spruch ebenfalls in mit Kreide in großen Blockbuchstaben geschrieben:

„Liefern die auch Pizza?“ Ich fand diese gedankliche Kurve so komisch, dass ich laut lachen musste, alles zu fotografieren versucht habe und nun hier wiedergebe.

Ich habe eine chinesische Freundin in Amsterdam. Sie hat mir in Shanghai Chinesisch-Stunden gegeben. Da hat sie mir aus einem Urlaub dieses kleine Kunstwerk mitgebracht. Es ist ein 5 cm langer Kern einer Frucht, der so kunstvoll gestaltet wurde. Bewundernswert, oder?

Wie es meinen Anstrengungen über Simultantheater geht? Ich bleibe ja ein Jahr dran: Ich fühle mich nur als Überbringer dieser Idee und damit ein bisschen dazu verpflichtet.

Auf jeden Fall sind inzwischen erheblich mehr Menschen diesem Wort begegnet. Wie? Dieser Aufruf von mir ist in Newsletter des Evangelischen Studienwerkes erschienen:

Altvilligsterin Elisabeth Scherf bietet Know-how zu Simultantheater an
Die Hamburger Künstlerin (Bildhauerei: Skulpturen und Plastiken) und Altvilligsterin Elisabeth Scherf möchte die Idee des „Simultantheaters“ weiter verbreiten. Bei dieser Form des Theaters teilt sich die vorgestellte Bühnenwirklichkeit und wird auf zwei Bühnen gleichzeitig – simultan- fortgesetzt. Die Schauspielerinnen und Schauspieler agieren gleichzeitig, nicht mehr linear wie beim „normalen“ Bühnentheater. Dadurch entstehen mehrere Möglichkeiten, wie sich das aufzuführende Werk entwickeln kann. Elisabeth Scherf hat die Idee des Simultantheaters während ihres Graduiertenstudiums vor 40 Jahren an der Central School of Speech and Drama in London entwickelt. Anschließend war die ehemalige Lehrerin ehrenamtlich mehr als 15 Jahre künstlerische Leiterin des „Hamburger Richtertheaters“, eines Amateur-Ensembles von Richterinnen und Richtern, die Simultantheater Stücke aufgeführt haben (www.hamburgerrichtertheater.de). Wer mehr über diese Theaterform erfahren möchte, kann sich an Elisabeth Scherf wenden.
Kontakt: elisi.scherf@t-online.de oder kontakt@simultantheater.de  

Gemeldet hat sich zu meiner großen Freude – Stichwort: überhaupt ein Echo bekommen! – eine Jung-Villigsterin.

„Ich habe deinen Beitrag im letzten Villigst aktuell gelesen und mir gleich mal die Website zum Simultantheater angeguckt – ich bin auf jeden Fall interessiert. Vielleicht kurz zur Info: Eigentlich studiere ich gerade im Master Contemporary Theatre and Performance Practices in Glasgow. Wegen der Coronavirus Pandemie ist es im Moment leider schwierig richtig zu studieren, Performances zu entwickeln oder abzuschätzen, welche Formen in nächster Zeit überhaupt möglich sind. Da ich im Sommer eigentlich mein Abschlussprojekt entwickeln sollte (eine 40-minütige Soloperformance) bin ich im Moment für jeden kreativen Anstoss dankbar.

Magst du mir vielleicht noch ein paar mehr Infos zum Simultantheater schicken, vielleicht auch ein paar Lektüretipps? Oder gibt es gute Aufnahmen die man sich vielleicht ansehen kann? Mich interessiert vor allem, wie diese Theaterform als digitales Medium funktionieren kann. Sag auch gerne Bescheid, falls ihr Darsteller braucht!“

Ich habe sie auf meine Grundlagen-Ausführung „Die Macht der Vorstellung – Zur Theorie des Simultantheaters“ und meine Theater-Aktivitäten auf derselben Website www.welt-ohne-geld  unter „über mich“ hingewiesen.

Simultantheater als digitale Solo-Performance konnte ich mir ad hoc nicht vorstellen.  Allerdings wäre ein Simultantheaterstück in Virtual Reality sehr wohl vorstellbar. Mit Brille auf dem Kopf als Zugang kann im virtuellen Raum der Blick schweifen. Man sitzt nicht mehr wie angenagelt und starrt wie bei Foto, Film und der normalen Bühnen-Aufführung nur nach vorn. Aber die Virtual Reality Wunderbrillen sind sehr teuer. Ein gemeinsames Erleben kann ich mir damit augenblicklich noch nicht vorstellen.

Und das gemeinsame Erleben in einer großen Runde, einem Rundtheater, ist ja eine Auszeichnung meines Simultantheaters: alle sitzen amphi-heater-mäßig in einer vollkommenen Runde. Man sieht auf die runde 8.00 m Drehbühne mit den beiden 3.50 m Drehbühnen hinunter. Unbemerkt strömt die Herzenergie zwischen den sich gegenseitig zugewandten Zuschauern. Dieses Gefühlserlebnis kann im virtuellen Raum wohl nicht stattfinden. Im höfischen Theater, das ja komplett zu unserem bürgerlichen Theater geworden ist, kann diese Energie auch nicht fließen.

Im Simultantheater ist das Andere gedanklich eine weitere, mögliche Alternative von mir. Im bürgerlichen – voll übernommen vom höfischen – Theater kann das so nicht vorgestellt werden. Um zur allumfassenden Liebe zu allem was ist zu gelangen, scheint mir das hilfreicher, oder?

Richtig glücklich!

Michaela Brohm-Badry zeichnet einen Bauplan für diese Kathedrale. Wo? In ihrem neuesten Buch. „Das gute Glück“ heißt es. Gleich denke ich: und was ist das schlechte Glück? Wohl das des Ausrufs: „Glück gehabt!“ Das hält ja bekanntlich nur kurze Zeit, selbst bei hohen Lottogewinnen und ähnlichen verblüffenden Zufällen.

Hier lernt man step by step wie man mit dem Leben umgehen muss, um nachhaltig glücklich mit sich und den anderen zu sein. Tatsächlich! Und, und, und obendrein – ist es ein Vergnügen zu lesen!!! Auf Seite 69 habe ich es zum ersten Mal aus der Hand gelegt.

Glück! Selbst Menschen, die sich nie reiflich überlegt haben, was sie eigentlich vom Leben wollen sehen plötzlich den Dschungel des täglichen Lebens als Spielplattform. Hic Rhodus, hic salta! Hier ist der Ort, hier lege los! Und so ist dieses Buch auch ein Bauplan für einen nahrhaften Küchengarten, der uns mit den richtigen Kräutern in die Lage versetzt. Ununterbrochen „springen“ wir nämlich. Schon deswegen, weil das tägliche Leben ohne Unterbrechung Verhalten notwendig macht. Selbst in den kleinsten Handlungen kann man Glück oder Unglück generieren. Denn man tut nicht nur, man denkt und interpretiert auch unaufhörlich. Und stellt so das eigene Leben her.

Was für ein Vergnügen, wenn einem zwischen all der bunten Wirklichkeit immer wieder abstrahierend klar gemacht wird worauf es ankommt. Was man in der Schule als erhobenen Zeigefinger erlebt, empfindet man hier als erfrischenden Erholungsmoment: Ach so!

Wenn man älter ist, vergleicht man natürlich oder gleicht ab: wie bin ich mit solchen Situationen umgegangen, wonach habe ich gestrebt. Da habe ich persönlich mein Glück ausbuchstabiert gesehen. Ja, Probleme sind wesentliche Lernmöglichkeiten. So sehe ich das bis heute.

„Ich freue mich schon aufs Weiterlesen“, hat mein Mann gerade gesagt. Wow! Was für ein schönes Kompliment für die Autorin. Ich selber habe es von einer Freundin, sie ist Cello-Schülerin (www.cello-spaeteinsteiger.de) meines Mannes, ausgeliehen bekommen und es selber gleich nach meinem Lesegenuss an ihn weitergereicht.

So sollen Bücher doch sein: man möchte, dass alle sympathischen Menschen in den Genuss kommen. Das heißt für die freundlichen Leser meines Blogs: unbedingt das Buch kaufen und dann weiterverleihen. Viel gutes Glück! Und total selbst gemacht! Freude im Bauch!

Danke, Gabriele, dass du das Buch zu unserem Corona-Abstands-Spaziergang an der Alster für mich mitgebracht hast!

Immer wieder Freude und Positives

möchte ich in meinen Blog Beiträgen schreiben. Berichten und anstoßen zur Freude. Diese Stimmung möchte ich immer kräftiger machen. Ich will versuchen, ob ich das heute schaffe.

Wir leben alle gern in Sicherheit. Um unserer selbst willen. Das heißt: wir sind in unserem Leben das Wichtigste. Fremdbestimmt nur, weil wir so angenehm wie möglich überleben wollen, unsere Bedürfnisse befriedigen und anderen damit nicht schaden. Kantscher Imperativ! Das Grundprinzip ethischen Handelns! „Handle nur nach der Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ So heißt es im Original von Kant.

Für die wunderbare Erde und Natur scheint diese Handlungsanweisung nicht zu stimmen. Die schlimme Übersetzung der Bibel von Luther macht diese Missachtung all dessen, was sich nicht Mensch nennt, zu einem aufmunternden Gesetz: „Macht euch die Erde untertan!“ Schlimm! Sehr schlimm!!

Macht EUCH der Erde untertan, so müsste es heißen! Behandelt den Planeten Erde und seine Erde (ohne deren Fruchtbarkeit wir nichts sind), sein Wasser (ohne das wir völlig hilflos sind), seine Luft, (die wir ununterbrochen neu brauchen), sein Öl (das das Blut in den Adern des lebendigen Wesens Erde ist!) mit Respekt, Ehrerbietung, Dankbarkeit. Das sind die Grundzutaten, die diese Erde uns zur Verfügung stellt. Die Erde könnte gut ohne uns sein, aber wir überhaupt nicht ohne sie.

Wir Menschen sind für die Erde kein Glück! Unser Nahrungs-Blutrausch produziert die Frequenz, die in Kriegen ihren irdischen Ausdruck findet. Wenn wir das Flüchtlingselend beenden wollen, müssen wir die Ursache beenden: Pflanzen essen! Die Wirkung dieses Verhaltens können wir nicht mehr lange aushalten.

„Der Tod ist ein Meister aus Deutschland,“ hat Heinrich Heine gesagt. Ja, unsere Waffenexporte! Darf das so weitergehen? Fridays for Future! We want you to panick!“ Wie Recht Greta Thunberg hat. Nur mit dem Ansatz der Panik können wir alles zum Besseren kehren. Immer mehr in die Schwingung der Freude kommen. Die ist es, die alles Existierende doch herbeisehnt, oder?

Die Tiere haben Augen und Herzen und Seelen wie wir. Wir müssen aufhören, sie als Nahrungsmittel zu betrachten. Das finde ich so schön an facebook, dass immer wieder gepostet wird, wie verspielt Tiere sind. Diese Kuh, die da Fußball spielt. Immer wieder den Ball schießt und ihm nachläuft und wieder schießt. Diese Empathie von Hunden und Katzen. Wie zart und tröstend sie sein können. Die Klugheit von Schweinen!

Wenn wir ihnen doch den ihnen zustehenden Raum überließen! Damit sie ihre Leben ausleben können. Ich habe gelesen, dass vor der Existenz der Menschen die Tiere auch nur friedlich gegeneinander waren. Kein Tier musste sich vor einem anderen schützen.

Wie können Menschen denken, dass bestimmte Quadratmeter der Erde ihnen gehören? Die Erde gehört der Erde. Da hatte Rousseau Recht: der erste Mensch, der einen Zaun um ein Stück Erde gemacht hat, den hätten die anderen auslachen müssen. Ja!

Noch können wir alle einzeln, jeder für sich, etwas anders machen. Alle Tiere leben lassen! Pflanzen essen! Wälder gedeihen lassen. Fische in Ruhe leben lassen. Jeder weiß oder ahnt was ich meine. Ich habe – bis auf einen Absatz – alles positiv benannt.

Wäre dieses entschieden neue Verhalten eine Freude!