Libyen Konferenz persönlich mit guter Energie bedenken!

Das hört sich vielleicht komisch an, ist aber wirksam. Das ganze Wochenende werde ich mich immer wieder auf die verhandelnden Menschen auf der Konferenz in Berlin fokussieren und viele positive Gedanken, lichte Energie nach Berlin schicken. Je mehr Menschen das tun, desto hilfreicher ist das für einen guten friedenschaffenden Ausgang!

Dies ist beispielsweise ein Augenblick, in dem ich Angela Merkel für unersetzbar halte. Ihre besondere Beziehung zu Putin, die einfach persönlich und geschichtlich gegeben ist, kann sonst keiner herstellen. Ich bin ja nun aus allen Poren GRÜNE, aber Angela Merkel nimmt einen besonderen Platz in meinem politischen Kosmos ein. Auch komisch, weil ich natürlich finde, dass unter ihrer Ägide viele Entwicklungen offensichtlich nicht in die – meines Erachtens – richtige Richtung gegangen sind. Für den Planeten! Ich selber habe ein wundervolles Leben! Ich kann persönlich nur dankbar sein.

Was Gedankenkraft schaffen kann! Ich habe folgende Gebrauchsanweisung schon oft an bedrückte Menschen weitergegeben und erstaunlich positive Rückmeldungen bekommen. Hier ist sie:

Es gibt zwei große Wolken. Eine ist die Summe der Gefühle und Gedanken aller hoffnungsvollen und glücklichen Menschen auf der ganzen Welt. Die andere Wolke ist die Summe aller Gefühle der Verzweiflung, Wut und Hoffnungslosigkeit aller unzufriedenen Menschen auf der ganzen Welt. Der erste Gefühls-Gedanke am Morgen dockt einen an „seine“ Wolke. Die Glücklichen kommen so in Sekundenschnelle in die lichte Energie aller Glücklichen. Die Unzufriedenen werden in Sekundenschnelle überspült mit der schweren Energie des verzweifelten Unglücks aller Unzufriedenen.

Dieser Vorgang hat – fast! – nichts mit Reichtum zu tun. So kommt es, dass auch Arme voller Hoffnung und Positiv-Gestimmtheit sein können. Kein Wunder, dass Afrikaner oft überrascht sind, wie wenig Europäer lächeln – wo sie doch hier im Paradies leben. So erklärt sich vielleicht auch, dass Reiche diese „Wolke“ nicht kennen und immer mehr Geld scheffeln, das sie gar nicht zu ihrem Glück und Wohlleben verbrauchen KÖNNEN.

Froh zu sein bedarf es wenig. Und wer froh ist, ist ein König!

Ein König im inneren Gefühlskosmos. Was ist schöner, als mit sich und der Welt zufrieden zu sein. Jetzt muss ich nur noch eins wiederholen: Sich selbst bedingungslos lieben – also auch, wenn man was Blödes gemacht hat -, das ist ein weiteres wesentliches Grundelement.

Wissenschaft und Politik = Weisheit und Intelligenz

Genau so habe ich als Kind, als Jugendliche und als Junge Erwachsene vermutet. Die weisesten Menschen haben die verantwortungsvollsten politischen Posten! Habe ich beruhigt gedacht. Wer forscht und neues Wissen hervorbringt, handelt immer im Sinne des Gemeinwohls und daher für die ganze Gesellschaft. Dass das immer Männer waren – die hatten natürlich das Wissen, die hatten natürlich den Weitblick – fand ich völlig in Ordnung.

Wann die Ernüchterung kam weiß ich nicht mehr. Als Gegenbild meiner kindlichen Vermutung fallen mir heute besonders Spahn und Scheuer ein. Junge Männer, die studiert haben – vornehmlich immer Jura, denn dann lernt man, wie man die Wirklichkeit durch den Paragrafendschungel in Sinn des persönlichen Vorteils oder dessen, den ich vertrete, interpretieren kann. Lebens-Erfahrung haben beide wenig. Können beide gar nicht haben. natürlich nicht! Denn für Erfahrung muss ich Zeit haben. So ungefähr: dann habe ich das gemacht, hautnah erlebt, entschieden, gesehen, erlitten und so reagiert und mich dabei so und so gefühlt und mir dann überlegt, dass ich es das nächste Mal ganz anders versuche. Und so fährt man durch die Stadien seines Lebens und gewinnt langsam eine Haltung. Eine Haltung mit einer Überzeugung, für die man sich einsetzen möchte.

Die große Überraschung heute: da die Alten so viel falsch gemacht haben, muss Greta Thunberg jeden Freitag mit einem Plakat zur Rettung der Welt unterwegs sein! Meine kindlichen Annahmen waren alle falsch: keineswegs waren die Regierenden weise, keineswegs hat die Wissenschaft ausschließlich mit dem Wohl der Gesellschaft im Herzen geforscht.

Und dennoch: Persönlich kann ich seit Jahrzehnten sagen, dass ich im Paradies lebe. Alt, gesund, aktiv, glücklich, kommunikations-begeistert und das analog und digital. Vor Weihnachten hatte ich die Angebots-Werbung von Aldi in den Händen und ich habe gedacht, dass es nicht zu fassen ist, für welchen Preis man die schönsten Sachen haben kann. Stop! Nicht man, sondern wir hier. Ich lebe in Europa, in Deutschland, in Hamburg = im Paradies. Ich darf alles denken und ausdrücken! Ich darf sogar alles kritisieren. Der „Rest“ der Welt lebt ganz anders! Und ich? Gehe innerlich nicht in Sack und Asche, sondern freue mich.

Das Wort Umweltsau war für mich ein Aufstand im Wasserglas. Witzig war, dass ein Italienisch-Freund mir als Erster davon berichtet hat und „Umweltschlampe“ in Erinnerung nannte. Wie soll sich das auf „Frau“ reimen, habe ich gegrübelt. Ich war dann richtig erleichtert, als ich die Wahrheit erfuhr: klar Umeltsau reimt auf Frau. Das ergibt Sinn. Endlich war Frau doch im Sinne von frau = man gebraucht. Denn ganz klar ist der Zustand der Welt vornehmlich das Ergebnis von Männerherrschaft. Blöderweise wird Frau an der Macht auch oft gleich Herrschaft.

Ich bin so gespannt, ob Fridays for Future wirklich die inzwischen ganz, ganz große Wende in der Behandlung des Planeten schaffen. Ich bin sehr begeistert von der Reife – wo bleibt da meine Erfahrungstheorie s.o.? – der Jungen aus unserer Grünen Partei. Ich weiß, wovon ich rede. Ich treffe mich mit jungen Menschen unserer Grünen Partei. Der Jüngste ist 21 Jahre alt, die anderen etwas älter, aber ich bin mit großem Abstand die Älteste. Es gibt ein Abendbrot. Rainer ist wie beim PolitSalon Grüne aktiv und kocht für uns. Dann reden wir: Digitalisierung ist unser Thema, Digitalisierung mit allen Facetten. Thematisch versuchen wir es immer auf den Punkt zu bringen: Digitalisierung und Schule, Digitalisierung und Demokratie. Wir sind noch nicht lange zusammen. Für mich schält sich aber heraus, dass die Auswirkung der Digitalisierung auf die Gesellschaft unbedingt, unbedingt reiflich reflektiert werden muss.

Ich lese natürlich wild dazu, weil ich die einzige von uns bin, die nicht Informatik studiert hat. Wer auch wenig Ahnung hat und mehr wissen möchte, kann ich folgendes Buch empfehlen:

Beispielsweise Gernot Brauer „Die Bit-Revolution“. Hier wird man verständlich eingeführt, erfährt wie aus Daten, Metadaten und dann Big Data wird. Erst sind noch Individuen mit erfasst, dann wird aus dem, sagen wir mal, Telefonanruf, reine anonyme Daten festgehalten: wann, wo, wie lange = Metadaten! Dann werden viele Wanns, Wos, Wielanges zusammengeführt und aus ihnen werden neue Erkenntnisse extrahiert = Big Data! Die werden wieder zu Informationen für die Werbung, für die Produktion, für die Einflussnahme auf die Meinung.

Philipp Staab „Digitaler Kapitalismus“. Allerdings wird diese These schon relativiert von Michael Seemann, vom 10.06.2019 „Fünf beunruhigende Fragen an den digitalen Kapitalismus“.

Heute gab es Gedankensplitter von mir. Unausgegoren Vieles. In den Büchern über die Digitalisierung lese ich immer wieder, dass alle unsicher und auf der Suche sind. So richtig wissen, was Algorythmen tun, wissen Informiertere als ich auch nicht immer, besonders wenn Algorythmen untereinander agieren, habe ich gelesen… Alles extrem spannend!

2020 – richtig schön, oder?

Die Jahres-Uhr ist erfolgreich über die 12 geschoben. Das war als Kind meine Vorstellung: ab Dezember müssen alle schieben, damit der Zeiger über die 12 rutscht und das Neue Jahr beginnen kann.

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ daran muss man sich immer wieder erinnern. Sich selbst lieben und zwar bedingungslos. Nicht WEIL, sondern immer und überhaupt und besonders, wenn man etwas nicht so Tolles getan hat. Damit man wieder in die leichte, lichte, frohe Spur kommt.

Wenn man schön alt ist, wie ich, wird einem immer spürbarer, dass man ein Geist ist, der in einem physischen Körper lebt. Mein Geist liebt meinen Körper bedingungslos. Schließlich ist er das Gefährt, dass mich durch meine Zeit auf Mutter Erde trägt und fährt. Da mache ich meine Erfahrungen und mein Geist ordnet sie ein.

Mit der bedingungslosen Selbstliebe möchte ich lernen, andere genauso bedingungslos zu akzeptieren. Das bedeutet: nicht zu verurteilen. Das fällt mir schwer. Ich bin immer wieder schnell mit einem abwertenden Gefühl oder Gedanken und Urteil bei der Hand. Das nicht mehr zu tun bleibt mein großer Vorsatz für die Zwanziger Jahre.

Ein anderer Vorsatz:Macht euch DER Erde untertan“. Ich glaube nämlich, dass da ein Übersetzungsfehler durch den falschen Artikel – der, die, das – vorliegt. Nicht: macht EUCH die Erde untertan! So kann es gar nicht heißen! Die Erde ist das größte, materiell existierende lebendige Wesen!

Macht euch DER ERDE untertan. Das heißt, lebt mit ihr – das Öl ist das Blut von Mutter Erde! – mit allen auf ihr existierenden Pflanzen und Seen und Bergen und Tieren und Menschen, und zwar so, dass die Erde eure Ansprüche, eure Taten gut ertragen kann. Macht euch der Erde untertan. Begreift, dass ihr von ihr lebt, ja, dass eure Physis aus ihrem Stoff gemacht ist.

Schon traurig, wie die Liebes-Aktion von Joshua – Jesus mag er gar nicht mehr heißen, da dann immer nur der Gekreuzigte gemeint ist – vernebelt worden ist. Er wollte die Liebe als Hauptwerkzeug für die Gestaltung von menschlichem Lebensläufen ins Licht stellen. „Ihr seid alle Sünder“, haben die Kirchenfürsten daraus gemacht: Er ist für euch blöden, einfältigen, bereits als Sünder geborene Sünder gestorben. Das stimmt überhaupt nicht! Wir haben einen freien Willen. Wir sind begabt mit der Wahl zwischen Gut und Böse: das ist übrigens die Grundlage für unsere freien Entscheidungen. Die Kreuzigung war ein Unglücksfall und hatte rein gar nichts mit seiner Mission zu tun.

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, das fasst seine Botschaft bestens zusammen. Das macht ein wunderbares Glücksgefühl im Bauch, wo ja nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch ganz viel Gehirn liegen soll. Das Leben auf Mutter Erde ist wunderbar! Ich werde davon schwärmen, wenn mein Geist wieder nach Hause geht.

vergangen – doch bei mir

2019 ist bis auf wenige Tage durchlebt. Viele neue Eindrücke! Viele neue Menschen! Aber auch so viel Vertrautes, Altes. Das Wort ALT hier im besten Sinne: lange Zeit, immer wieder, wie selbstverständlich, erlebt, ein langer Film mit vielen selbstgeprägten Bildern. Unser Wohnzimmer, gleichzeitig wesentlich mein Zimmer, ist voll davon.

jedes Teil eine Geschichte

Der getigert bezogene Sessel war mein erster Zufluchtsort, nachdem ich erfahren hatte, dass mein damaliger Ehemann eine Affaire mit meiner Freundin hatte. In der Hegestraße war ein Antiquitätengeschäft, ich habe mich umgesehen, der Ohrenbackensessel war sehr konventionell hellgrün bezogen. Er war beim ersten Sitzen wie eine Umarmung. Für 90 DM haben die beiden jungen Leute mir ihn überlassen, ich sollte ihn nur schnell abholen, dieses „hässliche Stück“. Seitdem ich 33 bin begleitet er mich, immer wieder neu aufgepolstert und bezogen. Er ist mir sehr lieb!

Daneben eine Säule, die ich am Eppendorfer Baum erworben habe. Es gibt noch eine zweite davon im Zimmer. Sie waren bestimmt für die Riesen-Blumensträuße rechts und links von der Bühne in der traumhaft schönen Aula Curschmannstraße – mit Casettendecke und Empore! – anlässlich der Bälle der Gesellschaft zur Förderug des Simultantheaters. (Was Simultantheater politisch bedeutet, kann man in meiner Doktorarbeit nachlesen: Die Macht der Vorstellung – Zur Theorie des Simultantheaters. https://www.welt-ohne-geld.de/simultantheater/. Die ganze Arbeit kann kostenfrei runtergeladen werden.

Auf der Säule steht eine Skulptur aus grünem Speckstein. Eine meiner letzten Skulpturen mit drei Gesichtern. „Nein, Ja und Schlafend“ Tom, ein ehemaliger Schüler aus meinem Theaterkurs an der Gesamtschule Eppendorf, der inzwischen das väterliche Lampengeschäft führt, hat mir total gekonnt einen wundervoll passenden Lampenschirm darauf montiert. Tom war Lysander in der Aufführung der 10. Klassen von Shakespeares „Sommernachtstraum“ .

Rechts hinter dem Lampenschirm sieht man einen Teil eines Bildes, das ich auf einem Mal-Workshop in Dänemark produziert habe. Allerdings war der geniale Schachzug zur Verbesserung des Bildes von der leitenden Künstlerin, Jutta. Dieses Erlebnis hat auch noch mit heute zu tun, weil ich gleich Anfang 2020 Jeannette treffe, die ich auf dem Workshop kennen gelernt habe und die bei meinem ersten Buch „anders denken – ewig leben“ eine phänomenal schöne und für mich erfolgreiche Lesung orgaisiert hat.

Daneben steht ein Teewagen. Der sowas von 40ger Jahre aussieht! Ich habe ihn in meinem Paris-Jahr bei einem Brocante entdeckt, bei dem ich schon am Abend vorher in aller Eile einen notwwendigen vierten Stuhl erworben hatte, was zum Quartettspielen unerlässlich war. Heute sitzen Rainers Celloschüler darauf. Auf dem Teewagen stand dann mein Fernseher. Schon toll – ein ganzes Jahr Paris! Da habe ich mein Simultantheaterstück „Alma Mahler – Alma Schindler“ geschrieben: einerseits heiratet sie Gutstav Mahler, auf der anderen Seite tut sie das nicht. Das Stück war Teil meiner Doktorarbeit.

Die Vase auf dem Teewagen ist übergeblieben vom Simultan-Theaterstück mit dem Richtertheater „Ein Jurist verlässt Deutschland (von mir, E. Scherf- Ein Jud in Hechingen (von Walter Jens)“ Es stand in Levis Bühnen-Wohnzimmer auf einem sehr hübschen Art-Deco-Teewagen.

Der Strauß in der Vase hat auf dem PolitSalon mit Anjes Tjarks seinen Anfang genommen. Er war von Wolfgang Z., mit dem ich meist Italienisch rede und lese. Das meiste Grün ist es auf jeden Fall, die Amaryllis habe ich nach und nach immer neu erworben.

Das rote Päckchen hinter der Vase ist für Christa K. Ich kaufe hin und wieder etwas, das zu klein ist für mich und das schenke ich dann weiter. Christa und ich lesen und reden oft Französisch miteinander.

Eigentlich hatte ich drei Fotos aus dem Wohnzimmer, in denen meine Vergangenheit präsent ist, aber nun will ich den sonnigen Tag beginnen. Vorher aber möchte ich mich bei allen liebenswürigen LeserInnen und -lesern meine Blogs sehr herzlich fürs Lesen bedanken.

Ich kann mir gut vorstellen, dass in euern Zimmer auch jede Menge Erinnerungen als geliebt Objekte stehen – nicht herumstehen und euch mit gelebter Vergangenheit umarmen. Von Herzen allen ein frohes neues Jahr!

Was mir so entgegen kommt

Zufälle nenne ich das, aber man muss sie sehen, wahrnehmen. Mit Handy kann man sie ja auch flugs festhalten. Toll! Eines der vielen Vorteile der Digitalisierung. Die will ich nämlich bewusster sammeln.

ein Schattenbild an der Wand gegenüber
hier noch einmal zur Orieniertung

Ich sehe morgens um 9.22 Uhr aus dem Fenster und denke verdutzt. wie kommt das Bild auf die weiße Wand? Sie zeigt nach Norden und die Sonne geht im Osten auf. Irgendeine raffinierte Spiegelung. Ich bin erinnert. Sechs Jahre alt war ich wohl. Genau so eine Spiegelung erschien da plötzlich an der Wand über meinem Bett. Wie auf einer Bordüre radelten da plötzlich Fahrradfahrer an Bäumen vorbei, Fußgänger bewegten sich wie im Film. Ich mochte mich gar nicht bewegen. Ich dachte, dann ist alles weg. Eine Laterna Magica? Oder wohl eher Camera Obscura? Ich sehe es heute noch vor meinen Augen.

Gaslicht-Leitung?

Dies habe ich in einer enorm renovierten Stuckdecken-Wohnung auf der Toilette gesehen. Zeugen aus der Vergangenheit! Ich erinnere gleich Ingrid Bergmann in dem Film „Gaslicht“. Sie geht den kurzen Weg durch dichten Nebel in London nach Hause und der Zuschauer wird zum ersten Mal mit der gruseligen Verfolgerstimmer ihres Ehemannes konfrontiert, der sie schließlich für verrückt erklären lassen will um so an ihr Vermögen zu kommen.

Hofwegkanal

Mein täglicher Gang von Uhlenhorst nach Winterhude. Die Jungen sind angekommen und auf dem Wasser kann man guter Erziehung zusehen. Ein Vergnügen!

Wir haben allerdings morgen den vierten Advent, auf dem Wasser im Hofwegkanal ist es erstaunlich leer. Viele schöne Festtage liegen vor uns. Ich freue mich auf jeden einzelnen und das wünsche ich auch allen Leserinnen und Lesern von ganzem Herzen.

Ein interessanter Gedanke…

scheint mir folgende Vorstellung zu sein: wenn man morgens wach wird und zum Aufstehen naturgemäß die Beine über die Bettkante schwingt und zum Sitzen kommt, ist der Moment, in dem man seine vorherrschende Lebens- oder Tagesstimmung wahrnimmt – oder wenigstens wahrnehmen kann/könnte.

Bei mir ist die immer sonnig und positiv und voller Vorfreude. Als Kind hatte ich manchmal vergessen, was meine augenblickliche Vorfreude ausmachte und da habe ich meine Mutter dann schnell gefragt:„Mutter, worauf habe ich mich gerade noch mal gefreut?“ Offensichtlich muss ich damit alle ganz schön genervt (?!) haben, denn meine Mutter – und vermutlich auch die Geschwister, alle älter als ich – wusste immer meine momentane Freude-Erwartung zu benennen.

Von einigen Freundinnen weiß ich, dass die tägliche Lebensaussicht oft als trübe und traurig wahrgenommen wird. Auf keinen Fall als Grund zum gedanklich frohen Hüpfen. Das ist natürlich im fortschreitenden Alter besonders wesentlich, oder? Die konkreten Ablenkungen werden geringer. Schwupps wird die Nase mehrmals täglich in die Lebensstimmung getupft. Ist die nicht erhebend, ist das deprimierend.

Ich weiß nun nicht mehr, wo ich das gelesen habe, aber folgender Umstand hat mir total eingeleuchtet: es gibt nur zwei Stimmungen. Eine ist froh und leicht und licht. Die andere ist traurig und schwer und dunkel. Sobald man sich für eine ‚entschieden‘ hat, kommt die betreffende Gesamt-Stimmung über einen. Wo immer man sich täglich an-dockt, kommt also entweder das gesamte Elend der gesamten betrübten Menschheit in der dunklen Wolke über einen oder die gesamte helle Wolke der versammelten frohen Menschheit erfüllt einen mit Freude.

Ich habe mich natürlich für die lichte Seite entschieden und merke inzwischen, dass das fast von selbst funktioniert. Wenn es klemmt, muss ich nur schnell bedenken, wieviel Grund zur Dankbarkeit ich habe. Jeder Europäer kann das fast sagen, verglichen mit den Schwierigkeiten in den meisten Teilen der Welt.

Die Dankbarkeit ist ein schneller und sicherer Fahrstuhl in die frohe Lebens-Stimmung. Es geht einem selbst sofort gut und man vergrößert auch noch die Gesamtstimmung der positiven, frohen, leichten, lichten Wolke. Ist das nicht eine schöne Vorstellung? Immer in der Schwingung der Freude zu sein? Schönen dritten Advent!

"Drei Brüder aus Florenz" + Waschmaschine für positive Gedanken

Auf meinem Laptop sehe ich allmorgendlich vorm News-Vorlesen für Rainer und mich – „Elbvertiefung“ der ZEIT und Spiegel Schlagzeilen – meine Hintergrundbilder: Fotos aus den letzten 15 Jahren meines Lebens. Ein reines Vergnügen! Ich bin dann gedanklich ganz kurz wieder in Shanghai, erfreue mich u.a. an meinen Stein-Skulpturen, betrachte New York und mein 12 qm Zimmer in Manhattan in der „Brandon Residenz for Women“, sitze wieder in meiner airbnb Wohnung in Wien oder sehe das schöne Haus auf der Alm, wo der Jodel-workshop mit Heidi Clementi stattfand – mit der man heuer 🙂 auch noch jodeln lernen kann.

das war meine heutige Überraschung

Heute Morgen gab es dieses Überraschungsfoto, das mich besonders erfreut. Es erinnert mich daran, wie überraschend mühelos diese drei Brüder aus Florenz zu mir gekommen sind. Wer in Stein schlägt, hat immer wieder schöne Begegnungen. Wenigstens war das so bei mir. Heute arbeite ich nicht mer in meinem kleinen Atelier auf der Dachterrasse. Ich bin vom Fahrrad gefallen und habe grundsätzlich meinen rechten Arm zu schwach fürs Steinschlagen gemacht. Ich bin aber nicht traurig darüber, denn es haben sich mir andere, weniger kraftzehrende Ausdrucksmöglichkeiten geboten. Die habe ich mit Begeisterung dann ausprobiert.

Den weißen Speckstein hatte ich schon lange liegen. Speckstein ist leicht zu formen. Weiß ist eine schwierige Steinzusammensetzung und zeigt oft ‚Verletzungen‘ beim Bearbeitungsprozess. Das heißt, im Laufe der Gestaltung sind plötzlich unverhoffte Härten oder auch zu weiche Stellen. In den Jahr Millionen der Steinwerdung hat dieses Stück Materie vermutlich viel mitgemacht.

Ich habe grundsätzlich nie einen Stein weggeworfen, sondern sein So-Sein immer integriert. Hier war schnell ein Gesicht geschaffen und zwar sah es aus, als habe es Pocken. Der Ausdruck war aber freundlich. Seine Haare machten ihn zu einem Renaissance-Menschen. Irgendwie sagte meine Intuition: „Das ist ein Arzt, der Pocken gehabt hat. Er hat sich um die Armen gekümmert“. Sein Kopf stand ohne Hals da. Traurig. Also habe ich einen hellgrünen Speckstein genommen und ihm einen Brustkorb angedeutet. In beide Steinteile habe ich ein Loch mit der Bohrmaschine gebohrt und die Teile mit einem runden Metallstab verbunden. Er kann jetzt den Kopf drehen. Für eine Steinskulptur eher ungewöhnlich. Ich war zufrieden. Aber mein Pockenarzt aus Florenz noch nicht.

Wir wollten über Weihnachten verreisen und der Pockenarzt wollte irgendwie nicht allein hierbleiben. Ja, hört sich komisch an, aber Steine reden durchaus mit einem – wenn man hinhört. Also habe ich ihm, ebenfalls aus Speckstein – auf dem Foto oben links stehend – einen Bruder gemacht. Der ‚wollte‘ auch einen Hals und konnte schließlich auch den Kopf etwas drehen. Seine Augen waren geschlossen und ich wusste, dass das ein Philosoph ist. Er denkt gerade. Dann sind wir in die Berge zum Feiern und Wandern gefahren.

Als ich wiederkam, habe ich mit dem schwarzen Alabaster-Stein zu arbeiten begonnen. Das ist schon heftigere Arbeit. Als er fertig war, haben die beiden Brüder aus Florenz ihn sofort in ihre Mitte genommen und mich intutitiv wissen lassen, dass das der älteste Bruder ist, der den Titel und das Geld geerbt hat und die beiden anderen großzügig finanziert, sobald sie in Not geraten. Das fand ich auch ok. Seitdem sind die Drei Brüder aus Florenz bei mir.

Eines Tages hat eine Schülerin, mit der ich immer Italienisch gesprochen habe, diese drei Skulpturen gesehen und irgendwie unvermittelt gesagt: „Die drei kenne ich!“ Verblüffung bei mir und bei ihr. Wir haben herzlich gelacht. Ihre Bekanntschaft konnten wir nicht weiter klären …

Über den „Drei Brüdern aus Florenz“ stehen 5 Waschmaschinen für positive Gedanken. Wofür sie gut sind? Wenn man etwas Negatives gedacht hat, kann man diesen Gedanken ganz schnell gedanklich in die Öffnung hineinlegen. War gar nicht so einfach, viereckige Aushöhlungen zu arbeiten. Drinnen liegt ein kleiner Kristall, das ist das Waschpulver. Der Gedanke wird dann durchgewaschen, d.h. das Negative geht weg und die Energie ist sauber wieder da und kann gedanklich für etwas Positives genutzt werden.

Von den Waschmaschinen habe ich 18 Stück produziert. Ganz rechts steht meine. Sie ist die letzte Gedanken-Waschmaschine, die ich noch habe. Tatsächlich erinnert sie mich daran, dass die stärkste Kraft im Universum unsere Gedanken sind. Ganz schön oft habe ich schon einen abfälligen oder zerstörerischen Gedanken hinein getan. Schnell! Damit er nicht Gestalt annehmen kann.

Und nun wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein wunderschönes Wochenende und eine erfüllte Woche mit ganz viel freudigen positiven Gedanken. Die Idee für diese Waschmaschinen hatte ich übrigens aus einem Buch: man sollte sich diese Waschvorrichtung als Kette am Hals vorstellen und das könntest du/ könnten Sie doch ganz einfach auch tun. Es macht Spaß! Schon allein zu merken, wann man Negatives gedacht hat. Und dann ist es verschwunden und alles kann man besser denken!

… schlapp gemacht!

Was für eine Woche! Montagnachmittag zu IKEA. Mit einer sehr sympathischen Mitarbeiterin – Studentin! – unsere neue Küche vorgeplant. Dienstagabend Wohnzimmer umgeräumt, Notenständer aufgebaut, an jeden eine Notenleuchte montiert und 2 Stunden fröhlich mit Eve und Doro Streichtrio und nachdem Rainer seine Cellostunde mit einem neuen erwachsenen Schüler – http://www.cello-spaeteinsteiger.de – beendet hatte Streichquartett gespielt. Zu später Stunde dann genüsslich gegessen und getrunken.

noch harmlos in der Ecke mit Ukulele – täglich drei Lieder! – und Viola an der Wand

Mittwoch dann abends mit Biggi ins English Theatre. Alle Jahre wieder ist dieser Besuch Biggis Geburtstagsgeschenk. Ich glaube, es war das 5. Mal.

wir haben uns bestens amüsiert – sehr zu empfehlen!

Amy, Biggis wunderbarer Hund, der zum „Englisch Reden“ und Französisch Lernen auch immer lieb und störungsfrei mit zu mir kommt, musste im Laden auf die Zeit nach dem Theater warten. Er darf mich nicht sehen wenn ich Biggi abhole, denn dann wüsste er, dass wir an dem Abend ausgehen.

Amy war schon alt. Ich habe ihr ganzes Hundeleben begleitet. Gestern ist sie wieder in die ewigen Jagdgründe zurück gekehrt. Sie wird mir fehlen. Wie schön, dass sie hier war!

Donnerstag morgens zu ‚meinem‘ Akustiker. Ich brauche ein Hörgerät. Falsch: ich hatte schon 5 Jahre ein Hörgerät, dessen Wirkung ich nur zu wenig feststellen konnte. Nun habe ich einen Akustiker, der mich richtig ans optimierte Hören führt. Ich probiere noch aus. Erst nach 5 Jahren bekommt man ein neues Gerät. Nachmittags dann Besuch bei meiner Handchirurgin. Meine 4. Schnappfinger-OP organisieren. Es regnet den ganzen Tag. Ich habe abends bereits 9600 Schritte auf dem Zähler, aber abends ist bei uns Ma Jong. Darauf freue ich mich immer sehr.

Mein Ma Jong Spiel habe ich während meines Jahres in Shanghai gekauft und gelernt. Ja, ja!我在上海买了麻将和学了打麻将。

Wir spielen immer erst etwas, dann gibt es den Imbiss und dann spielen wir weiter. Es hat wieder großen Spaß gemacht. Besonders auch deswegen, weil alle Mitspieler inzwischen das Spiel spielen können. Christa und ich waren jahrelang ganz schön beschäftigt. Christa konnte dieses Mal nicht dabei sein, weil sie sich noch erholen muss: sie ist in der Elbphilharmonie die große gelbe Holz-‚Fluttreppe‘ hinunter gestürzt und hatte eine Gehirnerschütterung mit Krankenhausaufenthalt. Sie muss sich noch erholen!

Ma Jong: ein großes Vergnügen

Eine Weile hatte ich vor, Gruppen Ma Jong zu erklären und so zum Spielen für lange Abende fit zu machen. Natürlich hatte ich mir vorgestellt, geholt und zurückgebracht zu werden und eine kleine Aufwandsentschädigung für meinen Ma Jong Unterricht zu bekommen. Bei Spielzeug Lienau am Eppendorfer Baum kann man wunderbare Ma Jong Spiele kaufen. Alleine diese Steine in der Hand zu halten ist ein haptisches Vergnügen. Das optische Vergnügen kann man vielleicht schon auf dem obigen Bild sehen.

Freitag durfte ich dann zu einer wunderbaren Physiotherapie ins Lans Medicum am Stephansplatz gehen. Sehr schön und so entspannend, dass ich die Anstrengungen der Woche so richtig von mir habe abfallen fühlen konnte und gemerkt habe, dass ich auf keinen Fall mehr an einer mehrstündigen Demonstration teilnehmen kann. Das fand ich sehr 80jährig von mir, dass ich zur Klima-Demo schlapp gemacht habe. Schade!

Aber irgendwie konnte ich mich auch verstehen. Ich habe mich ungestört weiter bedingungslos lieb gehabt und es mir auf dem Sofa nachhaltig gemütlich gemacht.

Allen ein wunderschönes Wochenende!

Anjes Tjarks bei uns auf dem 5. PolitSalon Grüne

Wenn Rainer schwere Tüten schleppt, wenn ich antike gate-leg tables – Holzklapptische, aus England mitgebracht — demontiere und in andere Ecken einpasse und in Rainers Arbeitszimmer transportiere, dann ist PolitSalon Time. Dann werden die weißen Decken rausgeholt und nach 3 Stunden sieht das 28 qm große Wohnzimmer ganz schön gastlich aus. Blumen sind der schöne Vorgeschmack für Gäste.

von mir vorher gekauft

Die Geladenen kommen alle wunderbar pünktlich. Das Grünen Ehepaar Anjes Tjarks und Nicole Khuon kommen genau richtig zum krönenden Abschluss. Nicole ist ja die Ideengeberin für den PolitSalon. Ohne ihre gute Idee, Anja Hajduk doch einfach einmal privat einzuladen, wären Rainer und ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen eine Bundestagsabgeordnete einfach so einzuladen. Ich freue mich, Nicole wiederzusehen und dass Anjes nun auch einmal bei uns ist. Anjes ist groß und überragt alle.

der Strauß von Wolfgang – in Wirklichkeit noch schöner

Nachdem ich alle 21 Gäste einzeln vorgestellt habe, erzählt Anjes zuerst von seiner Politisierung. Die natürlichste von der Welt: Mutter und Vater waren Lehrer und politisch aktiv. Anjes wollte und wäre ein toller Lehrer geworden. Uns fesselt und bestürzt er mit seinen Feststellungen über die Verkehrssituation in Hamburg und die absehbare Zukunft davon. Er beschreibt uns völlig einleuchtend, was zu tun wäre. Wofür die Stadt Geld in die Hand nehmen müsste. Viel Geld! Verlässliche Transportmittel in schnellem Fahrtakt für die Masse müssen her. Er hat nicht Masse gesagt, aber das ist das Gegenwort zu dem Einzelnen, der allein in seinem Auto sitzt und empört ist, wenn er kein nur für ihn verfügbares „Grundstück“ zum Parken findet, das er nach Wunsch okkupieren kann solange es ihm beliebt.

Uns ist allen sonnenklar nach seinen Ausführungen, dass es nicht das Wichtigste von der Welt ist, für Autofahrer die Baustellen so zu koordinieren, dass sie freie Fahrt haben, sondern wichtig ist, dass Reperaturen und Einrichtungen so hergestellt werden, dass die Menge, die Menschheit, die Hamburger Bürger angenehm mobil bleiben und werden.

Die Zukunft! Ich kann nicht alles wiederholen und – hoffentlich korrekt – zusammenfassen, aber wenn wir eine lebensfähige, überlebensfähige Struktur der Stadt wollen, dann müssen wir massiv und entschieden in die richtige Richtung handeln. Ja, natürlich den Grünen mehr Handlungsfreiheit in den Entcheidungsgremien schaffen. Grüne wählen!

Die SPD hat sich beispielsweise gegen eine Stadtbahn entschieden. Aber: wieviel preiswerter und schneller wäre eine Stadtbahn im Vergleich zu einem U-Bahn-Abschnitt! Für Autofahrer wäre das ungemütlicher, weil sich die Menge der Menschen nicht unter die Erde verzieht. um von A nach B zu kommen, aber ist eine demokratische Regierung nicht dazu da, an alle zu denken? Wohlgemerkt, wir reden hier über die Situation in der Stadt.

Dann eröffne ich das Buffet. Ich sehe frohe Gesichter. Rainer hat sich wieder selbst übertroffen. Dann orchestriert sich ein angenehmes Stimmengewirr durch die ganze Wohnung. Alle haben eine Meinung, aber Anjes Ausführungen haben uns alle mehr als nachdenklich gemacht.

Dann sind alle fort, wir krempeln die Ärmel hoch, ich räume und Rainer macht die Küche. Den Geschirrspüler haben wir abgeschafft und so ist die Wartezeit bis eine Maschine durch ist – und Strom verbraucht – nicht nötig. Das haben wir uns übrigens nicht aus ökologischen Gründen ausgedacht, sondern sie ist einfach kaputt gegangen und dann haben wir die Folgen erstaunlich angenehm gefunden.

heute Morgen – alles harmlos wie immer

Alle sind fort. Soviel interessante, aktive und sympathische Freunde haben wir. Als wir vorm Fernseher nachts dann den Kasten Pralinen knacken und daraus genießen, freuen wir uns über Anjes Tjarks, über unsere Gäste und über uns selber. Das Wochenende kann kommen. Die Sonne scheint bereits. Ich bin sicher, wir lernen uns in die richtige Richtung zu entscheiden! Ich wünsche allen meinen Lesern ein schönes Wochenende!

…wunderschöner Alltag…

Es sind ja nicht immerzu Veranstaltungen bei uns. Dann ist normaler wunderschöner Alltag. Ich lese, mache die Dachterrasse winterfein und schneide die letzten klitzekleinen Rosen für die kleine Vase. Und so etwas…

wieder ein schönes Buch von Birgit

Natürlich lese ich in Niederländisch. Ich kann den guten Rat weitergeben, dass man übersetzte Bücher in einer mutter-fremden Sprache besonders einfach lesen kann. Dieses Buch von Eva Völler ist im Original ein deutsches Buch. Um des Lernens willen lese ich es in Niederländisch. Das Buch ist wunderschön zu lesen. Es ist eine Freude den ungewöhnlichen Charakter des Jungen Pieter sich in die Geschichte entwickeln zu sehen. Herzerfrischend anders!

Rechts stehen die letzten kleinen Rosen von der Dachterrasse, die aber bestimmt noch aufblühen werden. Links oben drei Bronze Objekte, die ich gemacht habe. Fotografiere ich das nächste Mal besser – vielleicht.

Dann habe ich mich in dieser Woche mit Freundinnen zum Lunch getroffen. Heute mit Karen, die erschüttert ist, dass die Jungen Grünen (oder Gründe Jugend) der Homoöpathie ihre Wirkung absprechen und sogar einen Antrag dazu abstimmen lassen wollen, damit die Kosten nicht mehr von Kassen übernommen werden. Ich finde die Homoöpathie eine wunderbare Ergänzung zur Schulmedizin. Wie oft haben mir Kügelchen bereits nachhaltig geholfen.

In China zählt als Medizin alles das, was die Menschen gesund macht. Da bekommt der Arzt auch nur Geld, solange der Patient gesund ist. Ein ganz anderes Konzept. Ich weiß übrigens nicht, ob das in China immer noch so ist. TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) wird allerdings augenblicklich eifrig von Medizinern studiert.

mein Lieblingsvietnamese augenblicklich

In China gilt eine Reise nach Vietnam als eine Reise ins Paradies. Als ich ein Jahr in Shanghai gelebt habe, wurde ich von allen beschworen einmal nach Vietnam zu reisen. Aber ich habe eine Reise nach Tibet vorgezogen. Das kam mir exotisch vor und war es auch.

Eine ganz besondere Erfahrung war das Treffen mit Mel, meiner jüngsten Freundin. Rainer sagt, sie könnte nach Jahren meine Enkelin sein. Stimmt! Aber unsere Treffen haben nichts, was normalerweise eine solche Beziehung ausmacht. Wir erfreuen uns gegenseitig an den Aktivitäten und Plänen des Gegenübers. Sie hat netterweise immer wundervoll ungewöhnliche Vorschläge für unser Lunch-Date. Dieses Mal haben wir israelitische Küche genossen.

im Vu Speak Easy Karolinenstraße 18

Das Essen war einfach traumhaft gut. Es hat mich an den Naschmarkt in Wien erinnert. Da ist ja auch ein schönes Restaurant (bestimmt) von der Frau von Sammy Molchow (glaube ich). Hier im SpeakEasy haben wir gerösteten Blumenkohl gegessen – unglaublich, was man aus schlichtem Blumenkohl machen kann – und Hummus mit Kichererbsen und Tahini. Ich kann dieses Restaurant mit Nachdruck empfehlen.

im Hennys – Uhlenhorst

Abends war ich dann bei Biggi zum Geburtstag eingeladen. Es gab mein Übertretungsgericht: krosse Ente. Da kann ich ja nicht widerstehen. Sonst bin ich Vegetarierin. Zuhause ausschließlich! In Restaurants kann es schon mal daneben gehen. Ich mag Fleisch, aber mehr liebe ich die Tiere. Darum gibt es bei uns auch keine Milch mehr, sondern Mandelmilch.

So dunkel das Foto wirkt, so düster war es auch am Tisch. Leider! So konnte ich die anderen schönen sieben Frauen gar nicht genug genießen. Auch den Rotkohl musste ich mir typisch mattviolett vorstellen und den phänomenalen Nachtisch mit Feuerwerk und singender Bedienung auch.

Ich liebe mein Leben und fühle mich verwöhnt, weil ich immer so viele unterschiedliche Menschen treffe. In alle Richtungen geht mein Dankeschön. Ja, Richtungen, denn irgendwie spielen in mein Lebensgefühl meine Auslandsaufenthalte auch hinein .