Spannende Fragen

Zu schön, wenn man auch jüngere Feunde hat. Jakob studiert Webdesign und im Rahmen des Studiums wird ein Film produziert zum spannenden Thema ZEIT. Unterschiedliche Kommentare sollen für die Endproduktion dazu eingeholt werden und so bekomme ich auch eine Anfrage zu 5 tollen Fragen: 1. Wie verbringst du deine Zeit?, 2. Was ist Zeit für dich?, 3. Darf man Zeit verschwenden?, 4. Hast du schon einmal Zeit verschwendet? und 5. Hättest du gerne mehr Zeit?

Wunderbare Fragen für einen Menschen, der bereits 81 Jahre gelebt hat. Also ausreichend Bekanntschaft mit der Zeit gemacht hat. Die Anfrage mit der Nennung der Fragen bekomme ich per Whatsapp um 17.02 Uhr. Um 17.05 Uhr sage ich zu und um 17.19 Uhr sende ich ihm die eingesprochenen Antworten. Sie brauchen für den Film ja die gesprochene Sprache. Die Antworten flossen nur so aus mir heraus und ich fand sie überraschend klar.

Erste Frage: wie verbringst du deine Zeit?

Ich verbringe meine Zeit immer höchst angenehm und zwar am Tag und auch in der Nacht. Ich habe das Gefühl, dass die Zeit wie eine Freundin oder wie ein Freund ist. Es ist komisch, ich habe auch nie das Gefühl ich hätte zu wenig Zeit. Je nachdem wie viel ich vorhabe, ist es so, als wenn die Zeit sich weitet, so eine freundliche Beule bekommt, dann kann ich das auch noch machen und dann kann ich das auch noch machen.

Mich fragen oft Leute, wann machst du das alles, aber ich habe immer das Gefühl, ich hab genug Zeit. Das Schöne an meinem  Zeit-Verbringen ist, dass ich total da bin, wo ich bin. Ich war ja Lehrerin und ich habe das sehr gerne gemacht. Ich weiß noch, wenn ich in der Klasse angekommen war und die Tür zugemacht habe, war ich richtig glücklich. Da saßen alle und freuten sich auch schon. Ich wusste, wir haben jetzt 45 Minuten, da können wir machen, was wir wollen. Es gab natürlich einen Stundenplan, klar, aber auch der lässt sich in jede Richtung irgendwie biegen. Also, Zeit verbringe ich mit meinen Ideen. Ich setze in der Zeit meine Ideen um, damit ich das, was in mir ist, ein bisschen angucken kann.

Frage 2 Was ist Zeit für dich?

Zeit ist für mich das größte Geschenk, was man mit der Geburt bekommt und Ich glaube noch nicht mal, dass das irgendwie vorbestimmt ist, sondern dass man die Zeit generieren kann. Je nachdem, wie offen man ist und wie viel man umfassen kann – so viel Zeit bekommt man. Ich glaube auch zum Beispiel, dass die Gedanken ganz viel Zeit schenken, denn das ist ja nicht etwas, was eine abgemessene Sache ist. Man kann ja die Zeit auch nicht zurück laufen lassen, sondern die entwirft man und die kommt aus einem selbst heraus und dann teilt man sie mit anderen.

Zeit ist ein ganz kostbares Geschenk und ich glaube, es ist ein Ausgang für Glück, dass man das begreift und generieren kann. Zeit ist zu schön.

Ihr habt da aber auch ein schönes Thema Jacob, toll!

Darf man Zeit verschwenden? ist die dritte Frage.

Ich weiß gar nicht, was ist denn „Zeit-Verschwendung“ – doch nur dann, wenn einem hinterher leid tut, dass man etwas gemacht hat oder so, aber eigentlich ist ja alles, was man an Tätigkeit in Zeit umsetzt, eine Erfahrung. Ich glaube, verschwenden kann man so etwas nur, wenn man es nicht zu schätzen weiß oder wenn man es nicht mitkriegt, weil man nie aufwacht. Ich glaube, Zeit ist etwas, in das man hinein aufwacht und wer sehr wach wird, der freut sich ganz oder hat Grund zur Freude, glaube ich.

Frage 4: Habe ich schon einmal Zeit verschwendet?

Nein, sag ich, verschwenden heißt ja, dass du hinterher nicht eine Erfahrung aus dem ziehst, was du in dem Augenblick, in dem Abschnitt von Leben, erlebt hast. Zeit ist eigentlich die Quintessenz von Leben. Nein, ich habe nicht das Gefühl, dass ich jemals Zeit verschwendet habe. Großes Wort!

So, die letzte Frage, 5: Hättest du gerne mehr Zeit?

Also, wie gesagt, ich bin 81 und es gibt ja ganz viele Leute, die sagen: so schade, ich hab nicht mehr viel Zeit. Ich glaube, wenigstens empfinde es so: Ich habe so viel Zeit, wie ich noch Ideen habe. Also mein Inneres und mein Äußeres haben sehr viel mit dem „Zeit-Konto“ oder mit dem, wie viel Zeit man hat, zu tun. Ich glaube, wenn man aufhört etwas in der Welt ausdrücken zu wollen, dann hört irgendwie auch die Zeit auf. Ja.

Hättest du gern noch mehr Zeit?  Ich finde, das macht mir keine Sorgen. Ich hab noch genug Zeit, und wenn nicht, kommt etwas Neues, aber nicht im Sinne von Zeit. Ich glaube, Zeit ist etwas total Erd-Verbundenes. Ich glaube ja daran, dass dann was kommt, dass sieht dann wieder ganz anders aus. Das lerne ich dann und darauf freue ich mich auch schon.

Mit Rainers großer Hilfe und seinem Word-Diktierprogramm haben wir den gesprochenen Text in Schrift übertragen. Die Musik meiner Stimme koloriert den Text natürlich schöner, weil dadurch mehr Leben darin aufgehoben ist, aber wir fanden den Inhalt interessant. Besonders auch durch die Tatsache, dass mir berichtet wurde, dass Jakob die Antworten mit einem Freund einen ganzen Abend diskutiert hat. Auch dass mehrere Freundinnen nach dem Anhören sich selber die gesprochenen Antworten gepostet haben, war für mich eine Ermunterung dazu.

Hoffentlich finden meine Leser den Text auch lesenswert. Aber, da ich die meisten persönlich kenne, bin ich davon überzeugt. Natürlich wünsche ich allen ein schönes Wochenende. Kerzen und zarte Weihnachtsblumen sollen das unterstreichen. Ich finde übringens auch das Blog-Schreiben zu schön. Reaktionen sind natürlich immer eine Extra-Praline. Dafür bedanke ich mich von Herzen!

richtig gut für jetzt

finde ich mein Vorhaben, den ganzen Charles Dickens zu lesen. Weltliteratur! 2015 wählten ihn 82 Literaturkritikerinnen und Wissenschaftlerinnen zu einem der bedeutendsten britischen Schriftstellern. Die von ihm geschaffenen Personen sind oft so einprägsam, dass deren Name als Synonym zur Charakterisierung in die Alltagssprache übernommen worden sind. (a Scrooge = ein Geizhals). Wer der geizige widerliche Scrooge ist, das kann ich noch nicht aus eigener Kenntnis sagen, weil ich mit „A Tale of Two Cities“ („Eine Geschichte aus zwei Städten“) begonnen habe.

Wie ich ausgerechnet auf Charles Dickens gekommen bin? Wer meinen Blog liest oder mich kennt, der weiß, dass ich an der Uni Hamburg nach der Pensionierung als Lehrerin Chinesisch studiert habe – und anschließend ein Jahr lang in Shanghai als Privat-Sprachlehrerin gearbeitet habe. Um mein Chinesisch lebendig zu halten, lese ich chinesische Bücher. Aus meiner Erfahrung mit Fremdsprachen weiß ich, dass übersetzte Bücher erheblich leichter zu lesen sind, als die von Muttersprachlern.

Ein Buch einer Muttersprachlerin habe ich sogar selber ins Deutsche übersetzt, aber nie einem Verlag angeboten, sondern – wie m/ein Mitbringsel aus China – den Freund*innen bei einer Lesung mit anschließend einem der inzwischen berühmten Rainer-Buffets „zu Ohren“ anstatt zu Füßen gelegt.

Da in China das Kopieren einer Idee im konfuzianischen Sinne einer Verbeugung gleichkommt, sind außer Übersetzungen europäischer Bücher auch lediglich die 1:1-Übernahme von Plots einer Geschichte gang und gäbe. Auf dem Titel des Buches wird angegeben, dass beispielsweise das Buch dem Plot von Jane Austins „Emma“ folgt. Und tatsächlich kommen alle Personen in ihrer gleichen Charaktereigenschaft vor: Emma wohnt in Shanghai, sie vermittelt gern Ehen, ihr Vater ist da, ihre gerade vermählte Gouvernante, ihre Freundin, Mr. Elton… Also alle kommen so vor, wie man sie kennt, in ihren Beziehungen zueinander. Nur eben in anderen Umgebungen und Tätigkeiten: Emma ist in Shanghai Sekretärin, alle treffen sich im Büro, usw. Wenn man mit der Emma-Geschichte aus Buch und Film vertraut ist, erkennt man offen alles Gleiche – aber eben auf Chinesisch und natürlich schwer gekürzt. Es erleichtert das Verständnis.

Dann habe ich mir Charles Dickens „Great Expectatione 1 and 2“ bestellt, 2 dünne Heftchen. Und so bin ich dann auf Charles Dickens gekommen. Jane Austin ist meine Lieblingsschriftstellerin, „Pride and Prejudice“ als Hörbuch zu mir genommen, eine – wiederholte !!! – Belohnung. Charles Dickens – noch- nicht.

Lange Zeit habe ich betont und fast nur Romane von Frauen geschrieben gelesen: ich wollte nicht Gefühlszustände und Verhalten lernen, die Männer-Gehirne in Frauenfiguren gepackt hatten.

Das Gesamtwerk von Charles Dickens konnte ich für 0,49 € als ebook auf mein Kindle laden. Wow! Was für ein fleißiger Schriftsteller! Mit „A Tale of Two Cities“ habe ich begonnen. Eine Freude, dass ich sowohl in London als auch in Paris, um die beiden Städte handelt es sich, länger als ein Jahr gelebt habe! Leider kann man bei einem Gesamtwerk auf meinem ebook nicht nachschauen, wieviel Kapitel das Buch hat. Frage ich auf Google in Englisch nach der Anzahl der Kapitel und falle fast in Ohnmacht bei der unverhofften Fülle von aufbereiteten Sekundärtexten.

Als Schüler ist man hier im Schlaraffenland! Für jedes Kapitel eine perfekte Zusammenfassung mit Interpretation und wichtigen Zitaten. Da muss man gedanklich fast gar nichts mehr selber leisten. Ich habe Deutsch unterrichtet und gleich erfreut gedacht, welche kreativen Hausaufgaben in einer 10. Klasse über Weihnachten oder Ostern möglich wären: ganz im Sinne der Chinesen eine eigene Geschichte über einen der Charaktere – mit seinen Eigenschaften – in einer anderen Situation erfinden, schreiben.

Da ein Hauptteil der Geschichte zur Zeit der französischen Revolution spielt, wollte ich mir das perfekt geschriebene Gemetzel einschließlich berechtigter Rachegefühle der aufs nackte Überleben reduzierten Proletarier nicht in voller Länge zu Gemüte führen und habe nach einem Film gegoogelt.

Ich bin wunderbar fündig geworden: ein Schwarz-Weiß-Film von 1936. Den habe ich mir dann angesehen, beim Morden weitergeschoben. Schließlich den Schluss des Films – in der Bastille – gesehen und geschluchzt, geschluchzt, heiße Tränen liefen über mein Gesicht. Wenn ein Nichtsnutz plötzlich ein selbstloser Held wird, was für eine ungewohnte Beanspruchung des Gemütes! Natürlich nur, weil Charles Dickens ihn so perfekt in seinen Gedanken und Taten kreiert hat. Dabei ist er eine Nebenfigur. In England sagt man: I had a good cry! Toll! Danke, Charles Dickens!

Nun lese ich „Great Expectations“ und bin auf bekanntem Gelände. Zu schön, wie mein „chinesischer Grundriss“ mir ein Gefühl von „Treffen guter Freunde“ gibt.

Ansonsten gehe ich täglich meine wenigstens 5000 Schritte spazieren. Auch an der schönen Alster! In unserem wunderschönen Hamburg!

letzten Sonntag an der Alster

Allen ein wunderschönes Wochenende und ein angenehme Woche mit vielen guten Ideen.

P.S. Ich habe vergessen, auf einen atemberaubend guten Film hinzuweisen, den ich am 9.11. 2020 auf ZDF gesehen habe: „Das Unwort“. Den möchte ich mit Nachdruck von Herzen empfehlen. Er ist in der Mediathek des ZDF zu finden.

Situations-Vorschläge

Im besten Fall hat frau augenblicklich mehr Zeit. Was tun? Ich habe auf Umwegen gute Ideen erhalten, die perfekt auf mich passen. Erstens habe ich in einer Paris Match ein Photo einer jungen französischen Philosophin entdeckt, Adèle van Reeth. Noch in den Dreißigern.

Hier also das Riesenbild von einem Podcast, den ich jedem Menschen mit Französisch-Kenntnissen empfehlen möchte. Jeden Wochentag wird er für eine einstündige Sendung auf France Culture produziert.

Die erste Woche hat mich das Thema besonders fasziniert. Es ging über Altern und Alter. Adèle van Reeth hat immer einen Gast – fast streng im Wechsel eine Frau und einen Mann, die über das Thema etwas veröffentlicht hat. (Ja, so fühlt sich das an, wenn ich das DER nicht schrebe und voraussetze, das unter dem DIE auch der Mann abgelegt und mitgemeint ist.) Sie unterhalten sich lebhaft über das Thema.

Zuerst denkt man, dass man bei dieser Schnelligkeit nie alles verstehen wird, aber nach einigen Tagen „klärt sich der Himmel“, d.h. man hört nicht Wörter sondern Sinn. Toll! Zwischendurch hört man auch Chansons oder absolut abholende Musik oder aus Lesungen – ihr Team hat ja ein großes Archiv zur Verfügung! – Ausschnitte, die Food for thought beisteuern. Ich kann diese tägliche Sendung sehr empfehlen.

Ginkoblätter

Dann sind Spaziergänge natürlich mein täglich Brot. An der Alster habe ich diese gelbgelben schönen Ginkoblätter gefunden. Danke, Gabriele, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Ich musste gleich an meine Klassenreisen nach Weimar denken. Und an Goethes Sommerhaus und so.

ein Baum der zwei Bäume wächst

Diesen Baum, im letzten Moment aus dem Bus fotografiert, fand ich sehr philosophisch. „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.“ Ein schönes Sinnbild dafür, dass wir Menschen mit uns selbst reden können. Meist bringen wir uns selbst am besten zur Vernunft. Wir können Dinge einsehen. Wie Trump wohl mit sich selbst spricht. Ich denke nämlich, dass eine Seele grundsätzlich die Menschheit liebt. Wenn er verliert, tut er mir leid. Dann muss er vielleicht die andere Stimme anhören. ???

meine Zahlen

Diese Zahlen habe ich gemacht, weil ich Zahlen faszinierend finde. Sie schaffen, repräsentieren Ordnung auf die unprätentiöste Weise. Unprätentiös bedeutet: bescheiden, uneitel, schlicht. Ordnung ohne Idiologie. Farben haben auch so ein angenehmes Ordnungsmoment. Fehlt nur noch die Musik.

Ich wünsche allen ein traumhaftes Wochenende. die Sonne scheint in Hamburg bereits.

Herbst im Leben – oder schon Winter ?

Habe gerade im Anatomie-Atlas nachgesehen: ja, es ist die Hüfte, die ich doll spüre. Draußen ist alles grau: hamburger Regenwetter! Meine lang geplante Verabredung mit Ausstellungsbesuch und Lunch habe ich gerade abgesagt.

Bei der Internetsuche nach einem schönen Herbstgedicht erschienen Vorschläge wie: „Gedichte für Senioren“ und „Gedichte für Demente“. Und bei dem Vorschlag des Rilke Gedichtes „Herr es ist Zeit, der Sommer war sehr groß“ sah ich gleich wieder die fassungslosen Gesichter meiner 10. Klasse- Schüler, die sich energisch empören über die Strophe

„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr
wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird auf den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.“

Die Zeile „Wer jetzt allein ist wird es lange bleiben“ fanden sie „echt blöd“. Auf witzige Weise trifft sie natürlich besonders das Gefühl von Jugendlichen: schaffe ich ein Leben mit Partnern, die mich nicht allein lassen?

Aber irgendwie passt diese Strophe immer wieder in jedem Lebensalter. Das Schöne im Herbst des Lebens ist aber – oder bin ich mit 81 Jahren bereits im Winter? -, dass man sich ununterbrochen schöne und erfüllte Zeiten ins Gedächtnis zurückrufen kann. Bilder, ganze Filme, Gespräche, Orte, mit allen Farben und oft fast sogar den dazugehörenden Gerüchen kann man willentlich wieder lebendig machen. Kreativ schreiben ist dafür eine perfekte Übung. Um es online auch jetzt zu lernen empfehle ich enthusiastisch das writers studio in Wienhttps://www.writersstudio.at

Dafür ist der moderate Corona – Lockdown eine wunderbare Übung: Vieles geht nicht mehr, aber an wieviele beispielhaft schöne Augenblicke können wir uns alle erinnern!

An der Sendung „Das perfekte Dinner“, die ich immer zeitgleich mit den Sendungen „DAS“ und „Kulturzeit“ sehe, bin ich platt, wie in früheren Zeiten die Kandidat+innen sich bereits beim zweiten Abend umarmend herzen. Wow! So konnten wir uns DAMALS an menschlichem Kontakt erfreuen! Berührung!

Wer jetzt eine/n Berührer/in zu Hause hat, der kann sich freuen. Das Gegenteil ist natürlich besonders schrecklich: häusliche Gewalt! Allen denen mein Mitgefühl und viel Energie für einen guten Plan hinaus.

Vogelhäsuchen

In Hamburg haben wir „Manufactum – es gibt sie noch, die guten Dinge“. Da habe ich gestern ein Vogelhaus gekauft, das von einer Behindertenwerkstatt – pardon – voll-in-Ordnung-Werkstatt perfekt gebaut wurde: das Dach ist so tief gezogen, dass nur kleine Vögel an das „Perfekte Vogelfutter“ (ebenfalls dort gekauft) kommen. Rechts und links flankieren es fixierend meine allerersten Steinfiguren. Rechts soll Elvis Presley sein. Wir durften auf keinen Fall Gesichter machen, da habe ich nur Nase und Welle über den ganzen Stein herausgearbeitet, herausgeschlagen. Hat Spaß gemacht!

Dann habe ich mir einen tollen Hut, wasserabstoßend, auf dem Eppendorfer Wochenmarkt passend zu meinem phänomenal schönen warmen neuen Mantel gekauft. Freude!!!

süße Überbleibsel von Sträußen

Heute Abend wird wieder „nur positiv kommentieren“ gespielt. Zwei oder drei Spiele könnte ich produzieren. Falls jemand eins möchte, muss er mir schreiben und vorschlagen, was er mir für Spielbrett, 4 selbstgeschlagene Steine, einzeln produzierte Spielkarten und Spielschachtel über den Nettopreis hinaus bieten würde. Es muss sich für mich schon lohnen! Bis Weihnachten hätte ich das Spiel dann fertig.

Allen schon heute ein wunderschönes Wochenende und viele schöne Erinnerungen an unser aller wunderschönes freies Leben vorher. Diese Erinnerungen strahlen dann wie private Sonnen in die Jetzt- Zeit und erschaffen für das Kollektive Feld viel total gute Energie für alle.

Freuden des Aufmerksam Seins

1. Wahrnehmung

Ich gehe aus dem Wohnzimmer – mein Zimmer! – auf den Flur in Richtung Arbeitszimmer meines Mannes und sehe – zum ersten Mal in den 20 Jahren, die wir hier bereits wohnen – mein Schattenbild auf der geschlossenen Tür des Arbeitszimmers. Ich bin überrascht wie deutlich es ist und „mir ähnlich sieht“. Ich gehe zurück, hole mein Iphone und versuche Schattenbild-Variationen festzuhalten.

1. Gestaltungsversuch

Ja, man kann das Iphone erkennen. Ich freue mich. Geht noch mehr?

ja, so, viel klarer!

Es ist nicht einfach mit der linken Hand das Iphone zu bedienen. Aber ich habe mich ein drittes Mal und viel klarer „im Kasten“. Toll! denke und fühle ich und werde gleichzeitig nachdenklich.

Wie oft hätte ich das bestimmt schon wahrnehmen können? Gut, die Sonne muss eine bestimmte Einstrahlung durch das Küchenfenster haben, um einen so klaren Umriss zu produzieren. Aber das müsste ich schon einmal bemerkt haben. Habe ich aber nicht. Und das macht mich nachdenklich. Wie oft nehme ich etwas Besonderes in meinem Leben nicht wahr? Und besonders jetzt, zu Corona – Einschränkungs – Zeiten! Ich muss mich viel aufmerksamer in meinem Leben bewegen: Augen und Herz aufmachen, mich um die Freuden kümmern, die augenblicklich um mich sind. Wer in Europa, in Deutschland, in Hamburg lebt, der könnte eigentlich nonstop lächeln. Was KÖNNTE alles schlechter sein!

Als ich in Paris gelebt habe, da gab es in meiner kalten, kleinen Wohnung Tage, an denen mir die Schwingung der Freude sehr schwer fiel. Es war dunkel, Wochenende, es war schwierig wenigstens einen Raum warm zu kriegen. Meine Stimmung sank unaufhaltsam. Da hatte ich die gute Idee, mir vorzustellen, ja, auszumalen, wie es wäre, wenn die gesamte Elektrizität zusammenbrechen würde, ich kein Geld zum Einkaufen hätte, ich ganz alleine krank würde,… Dieser vorgestellte Kontrast hat beeindruckend überraschend mein Zimmer, mein Gesicht, meine Stimmung in Sonne getaucht. Ich war so dankbar, dass alles in Ordnung war! Bin Kaffeetrinken gegangen, habe mir einen Stapel second hand Bücher im Antiquariat hinter dem Théâtre National de l’Odéon gekauft und bin glücklich in Balsacs Welten versunken.

Dankbarkeit ist die „Angel“, mit der man sich selbst am einfachsten aus negativen Untiefen retten kann. Dankbarkeit ist wie ein fruchtbarer Acker für Gefühle, den kann man kultivieren.

Dieses Foto ist ein Beispiel dafür: es ist im Durchgang Theresienstieg gemacht. Kurz beovr ich zu Hause ankomme. „Wo ist das denn“, fragt Rainer verwundert. „Warst du im Wald?“ Nein, das ist unmittelbar vor unserer Haustür. Ich musste es nur aufmerksam wahrnehmen.

Allen wünsche ich ein schönes Wochenende – mit ganz viel Dankbarkeits-Möglichkeiten und Freude im Bauch.

Corona als Lektion

Ein Problem, egal wie klein oder groß, wird lösbar, wenn man erkennt, welche Aufgabe(n) sich darin verstecken. Die versteckte Aufgabe nicht finden zu wollen, bedeutet, sich als   Opfer zu empfinden. Die versteckte Aufgabe nimmt erkennbare Gestalt an, wenn man – wie unbeteiligt – anschaut wo es „kneift“.

Was sagt mir Corona (auch):

Ich bin nachträglich überrascht, wie eng und vertraut ich mich früher in unmittelbarer Nähe völlig fremder Menschen aufgehalten habe. Mit ihnen gelacht, gesessen, gegessen, gesungen,… habe. Erst jetzt merke ich, wie schön ich das fand. Wie vertraut die gesamte Menschheit mir war. Während meiner Zeit in London, 3 Jahre, Paris, 1 J., Rom 1 J., Shanghai 1 J., New York, 3 Monate und Wien, 2 M. habe ich mit „Fremden“ in der gleichen Sauna, im Schwimmbad, Geschäft, Restaurant,… Wir alle haben genau so gelebt. Nun tragen wir Mundschutz und halten Abstand und denken vermutlich viel zu wenig daran, wie vertraut lieb wir vorher mit jedem Menschen einen Quadratmeter Erde geteilt haben.

Und hier sehe ich die Aufgabe EINS: bewusst zu machen, dass WIR am natürlichsten glücklich sind wenn WIR zusammen miteinander vertraut sein können. Quasi anonym, aber/und dennoch vertraut. So sehe ich Corona als Riesen-Zeigefinger! IHR alle zusammen seid ein WIR. Diese Erkenntnis ins Bewusstsein ziehen!

Was das schließlich bedeuten kann, weiß ich auch noch nicht. Vielleicht ist es die Fortsetzung von: Ich liebe mich bedingungslos! Das ist ja die Grundvoraussetzung für alles Gute. Vielleicht sollen wir das nun erweitern: wer sich liebt, der hat ein gutes Beispiel für die Liebe zu allen, die WIR-Liebe.

Die Tiere und Pflanzen und Berge und Wälder und Flüsse und Seen sind auch als Brüder und Schwestern in dieses WIR-Gefühl mit zu denken und mit zu lieben. Vor allem  aber – und das ist vielleicht das SYNONYM für die Aufzählung –  sollten wir ENDLICH lernen unsere Mutter Erde zu lieben. Vermutlich spricht sie gerade mit Corona zu uns: „Seht doch endlich, wie schlecht es mir geht! Mit welcher Sprache soll ich noch zu euch reden? Nun merkt doch endlich, dass man nicht einfach so weitermachen kann.“

Die Erde spricht mit uns! Unser Planet hat auch Geschwister. In die Geschwisterschar wird er sich erheben. Mit ihm gehen, bedeutet, das Herz zum großen WIR zu öffnen. Ich ginge gern mit.

Gestern habe ich bei Budni eingekauft. Betont kein Plastik. Ja, neben den vielen Pastellfarben gibt es wunderbare Shampoo-Seife in Pappe umhüllt. In einer Glasflasche habe ich Zitronen-Verveine gekauft und einen klitzekleinen Stein in einer Metall-Dose, auf die man Tropfen träufeln kann und das Zimmer duftet wunderbar. Ich war glücklich, weil ich kein Plastik nach Hause getragen habe. Das Bad frei von Plastik machen, das ist mein nächstes Ziel. Das zähle ich auch zu tätiger WIR-LIEBE.

Ich hoffe, ich habe etwas von dem ausdrücken können, was ich als Corona-Botschaft empfinde. Ich werde in mir weiter nachspüren. Aber jetzt wünsche ich allen viele erfreuliche Rück-Erinnerungen von erlebten WIR – Momenten und ein wunderschönes Wochenende.

zum 4. Mal „Ärger ins Positive schieben“

Dieses Mal hat wirklich alles funktioniert. Erst einmal war Rainers Menu vom feinsten. Kürbis-Suppe, Pilzquiche und als Dessert ein Quark-Schokoladen-Kuchen, der alle „umgehauen“ hat. Unten zwei Schichten köstlicher Quarkkuchen und oben 2 cm Pralinen-Schokoladen-Top. Alles in einer kleinen Form, die ich als Normalkuchenform aus England kenne: 20 cm Durchmesser. Und so reichlich, dass unsere Gäste einen Teil als Dessert für ihre Einladung für heute mitnehmen konnten. Haha!!!

Das Spiel hat im Verlauf keine Beanstandungen gezeigt. Wir haben viel gelacht. Manchmal konnte man einen empörenden Ärger erst nach einem herzhaften Entrüstungsausruf in die positive Ecke interpretieren. Die Themen der Karten Nr.3 waren politische oder philosophische Gespräche, die nie ausuferten, weil dann der Nächste würfelte. Ein angenehmer Gedankenaustausch!

Immer wieder bekomme ich von Freund*innen Artikel über das Bedingungslose Grundeinkommen zugesandt. Die Argumentation begeistert mich. Interessant ist immer wieder, dass die Ablehner als Hauptargument vorbringen, dass ein Mensch ohne Arbeit „aus dem Ruder läuft.“ Was für ein Menschenbild! Arbeit ist für sie auch nicht die Tätigkeit des Menschen, denn dann müsste ja auch die sogenannte „Care-Arbeit“ = alles was sehr anstrengend in den Bereich des Kümmerns fällt: um Kinder, Alte, Kranke, Leute ohne Zugang zu konkreten oder finanziellen Mitteln, usw. bezahlt werden. Die wird aber oft zusätzlich zur Lohnarbeit geleistet. Nur da, wo ein Boss über einem steht, ist Arbeit  die Definition. Das nervt doch.

Überhaupt ist die Aufteilung des Grund und Bodens der Erde skandalös. Thomas Paine, ein berühmter Mensch der Aufklärung hat das richtig gesehen: „Die Erde gehört niemandem, weil niemand sie gemacht hat.“

Mir gefällt auch das Zitat von ihm: „Wenn die Reichen die Armen ihrer Rechte berauben, so wird das ein Beispiel für die Armen, die Reichen ihres Eigentums zu berauben.“ (Thomas Paine (1737 – 1809), US-amerikanischer Handwerker, Lehrer, Politiker, Zollbeamter und Publizist)

Seitdem ich weiß, dass es einen Menschen auf der Welt gibt, dem 58 Milliarden Dollar persönlich gehören, bin ich immer wieder „außer mir“ = ich kann es nicht fassen, das ist sooo falsch!

Es ist so schön, dass die Gästeblumen noch die ganze Woche unser Leben schöner machen. Hier sollen sie nun euch allen ein schönes Wochenende wünschen!

3. Test-Spielen ALLES POSITIV KOMMENTIEREN

Marshmellows – Mitbringsel vom PolitSalon

Die süßen Mitbringsel zum PolitSalon waren Pralinen in allen Spielarten, Blumen und Wein. Die Marshmellows erinnerten mich an meine Kindergarten-Zeit …. und da gab es überhaupt noch keine Marshmellows in Deutschland. Die kamen erst mit der englischen Besatzung 1945. Da war ich bereits 6 Jahre alt und hatte aufgrund des „arschkalten“ Winters 45 nur 3 Monate ein erstes Schuljahr. Meine Mutter hat ungläubig gestaunt als ich in die 2. Klasse versetzt wurde.

so ein schöner Blumenkohl

Ich habe anlässlich des 3. Test-Spielens den Imbiss gekocht, Rainer musste mal entlastet werden. Es gab eine Birnen-Roquefort-Quiche. Das Teig-Rezept hatte ich fast vergessen, aus meiner Paris-Zeit aber erinnert: 250 g Mehl, 125 g Butter, eine Spur eiskaltes Wasser. Der Teig war gut, aber nicht lange genug gebacken, die Füllung würde ich das nächste Mal nicht nach Rezept machen, sondern nach dem (meinem) gesunden Menschenverstand: mehr Eier, mehr Käse, für schmackhafte Birnen vorm Einkauf beten.

Unser Gast-Paar waren langjährige, intellektuel sehr interessierte Freunde. Sie konnten mit dem Spiel sofort „etwas anfangen“. Die Ecken des Spielfeldes hatten seit dem letzten Test-Spiel neue Aufträge. Bei der Aufforderung: Vollende den Satzanfang „Ich finde …“ kam gleich als Fortsetzung “ …das Spiel gut.“ Das hat mich natürlich enorm gefreut.

Karten-Stapel 1 war gut, leider nicht von mir vorher gemischt, sodass alle Komplimente zur allgemeinen Heiterkeit am Schluss geballt gezogen wurden.

Karten-Stapel 2 hätte genug Anlauf-Felder auf dem Spielbrett gahabt. ABER kaum einer kam auf eine Zahl 2. Mystery!

Karten-Stapel 3 war nun von 6 Karten auf 70 angewachsen und zu komplex, schwergewichtig und einseitig: fast nur Politik und Wirtschaft als Gesprächsanlass. Heute Morgen fiel mir ein, was fehlt: Alltägliches, alle Künste, Hobbies, Reisen, andere Kulturen, usw.

Die nächsten Test-Spiel-Einladungen sind bereits akzeptiert und wir FREUEN uns auf unsere Gäste und Spielpartner.

mein „Lunge“-Schuh mit Schnürsenkel

Sonntags mache ich immer meinen Gang an der Alster. In den letzten Wochen gingen die – wenigstens – 5000 Schritte meist zum Einkaufen oder zu boesner (Kunsthandel am Lerchenfeld) oder zum Kopieren meines Spieles.

beide Schuhe an der Alster

Es ist schön an der Alster zu spazieren, zu sitzen, auf das Wasser schauend zu kontemplieren.

Und hier habe ich mit 18 Jahren meinen ersten Kuss von meinem ersten Mann gekriegt. Was für ein Satz! Herrlich! Ja, ich bin wundervolle 81 Jahre alt und das total gern.

… sehr hamburgisches Wetter…

Schönes Wochenende an alle Leser in Deutschland, Österreich. Amerika, Niederlanden, ach – an alle und von ganzem Herzen!

Reaktionen PolitSalon mit Michael Kellner

Dieses Mal betraf es unsere ganze Wohnung. Wir haben richtig aussortiert und das wochenlang vorher, denn in allen Räumen waren Gäste und auch auf der Dachterrasse. Feiern im Freien oder in gut durchlüfteten Räumen! Corona machte es nötig!

Wie Balsam sind dann Dankschreiben und -Anrufe nach dem wunderschönen kräftezehrenden Aufwand. Zum ersten Mal kam auch ein Dankeschön aus dem Vorzimmer unseres Ehrengastes. Darüber haben wir uns ganz besonders gefreut. Michael Kellners Brief ist weiter unten der krönende Abschluss meiner Zusammenstellung.

Mein von mir gefromt und in Beton gegossener fröhlicher Drache, In China symbolisieren Drachen weibliche Kraft.

Liebe Elisi, lieber Rainer,

ich mag Eure traute Zweisamkeit am Wochenende nicht durch einen Telefonanruf stören. Deshalb jetzt ein großes DANKE mit einer kurzen  Mail. Die vielen Vorbereitungsmühen von Euch beiden haben sich wahrlich „ausgezahlt“.

Eurer siebter Grüner Polit Salon war trotz der Corona-bedingten Entzerrungen sehr gelungen. Wieder einmal ein tolles, liebevoll zubereitetes Buffet! Ich habe nach langer Zeit endlich wieder den mir so gut schmeckenden Sellerie-Apfel-Eier-Salat genießen können.

Vom Stargast Michael Kellner war ich sehr beeindruckt. Er scheint mir bodenständig, engagiert, nicht eingebildet, authentisch, menschlich-sympathisch, kompetent und  und  und zu sein. Ich habe gar nicht gewusst, dass er in der Ex-DDR aufgewachsen ist.

Genießt heute zum Herbstbeginn diesen wunderschönen Altweiber-Sommertag!

Liebe Elisi,

was für ein schöner Abend bei Euch!

Herzlichen Dank für die Zeit mit guten Gesprächen, leckerem Essen und einer ausgesprochen inspirierenden Gastgeberin.    

Wunderbar, wie Du Deine Gäste begrüßt und durch den Abend begleitest….

So geht LEBEN!

Übrigens: ich kann Dich verstehen: Michael ist sehr smart und ausgesprochen offen in Gespräch und Diskussion, toll!

Mögt Ihr Zeit und Muße finden. um neue Kraft zu schöpfen und bereit zu sein für neue Abenteuer….

Bis ganz bald, ma chère, 

bises,  

PS. Eine kleine Spende (dank Deinem tollen Collagen Flyer ;)) ist angewiesen – so soll es sein.    😉

… liebste Elisi,

herzlichen Dank an Dich und Rainer für den wieder einmal rundum gelungenen politischen Salon – unter erschwerten Bedingungen.

Gerade nach dieser langen „Durststrecke“ war der Abend des Miteinanderseins ein besonderer Genuss – ich glaube sagen zu dürfen: für uns alle.

Ich hoffe, Ihr hattet es nicht allzu schwer, Euer Schlafzimmer wieder zurück zu verwandeln zur Guten Nacht!

 Herzliche Grüsse Euch beiden und bis Dienstag 13 h im Celona,

Liebe Elisi,

der Polit-Salon war wieder Weltklasse! Tolle Menschen, tolles Essen und ein toll hergerichtetes Ambiente – das alles hat Corona fast ganz unsichtbar werden lassen!

Liebe Elisabeth,

ich möchte mich nochmal voller Freude für die Einladung in Euer wunderbares Zuhause bedanken.

Es war mir ein Fest. Ich träume immer noch von den Köstlichkeiten und habe mich sehr an den interessanten Gespräche erfreut.

Ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder und haben dann nochmal die Gelegenheit ausführlich über Deine steinernen Kunstobjekte zu sprechen. Ich würde auch gerne mal als Bildhauerin tätig werden. Kannst du mir da vielleicht sogar eine Adresse in (der Nähe von) Hamburg empfehlen?

 Habt heute einen schönen Abend in eurer Digitalisierungsgruppe!

 Herzlichst,

Liebe Elisabeth,

Michael war sehr begeistert von deinem Politiksalon und lässt nochmal ganz liebe Grüße ausrichten und bedankt sich für den wundervollen Abend. Auch die Grüße an mich hat er ausgerichtet. Er lässt noch fragen ob dein Mann ihm das Rezept für den Rosenkohl-Salat verraten würde. Den fand er ja so lecker.

Liebe Grüße

Jeanine

Mit so viel Lob und Dank war es für uns noch eine ganze Woche wunderschön. Hier sind ja nur die schriftlichen Dankeschöns wiedergegeben!

Danke an alle und ein schönes Wochenende für alle Leser. Sollte jemand denken: ich wünschte, ich würde auch einmal eingeladen und dann würde ich vielleicht in meiner Stadt auch einen Grünen PolitSalon machen, dann bitte aus der anderen Stadt Kontakt mit mir aufnehmen. Vielleicht kriegen wir das hin.

Michael Kellner auf unserem 7. PolitSalon

Michael Kellner, der politische Bundesgeschäftsführer der GRÜNEN, war mein absoluter Wunschkandidat für den Auftakt der PolitSalons für den Bundestagswahlkampf. Meine Idee war dabei, für dieses Ereignis im nächsten Jahr alle Ehrengäste aus anderen Bundesländern zu laden.  

Spenden sind immer wichtig

Ganz zu Beginn des Lockdowns habe ich ihn eingeladen und zu meiner großen Freude kam umgehend eine Zusage.  

hier im DIN A 5 Format

Das war im März! Da konnte man noch nicht ahnen, welche Vorschriften im September die Situation diktiert. Wie beruhigend, als dann 25 Privatgäste und Buffet wieder auf der  to-do-Liste standen. Aber eben Abstand! Die Dachterrasse schien uns die Lösung.

so sieht es vorher aus

Und der Himmel hat mitgespielt!!! Zwei Vorbereitungs-Informations-Verhaltensregel-Briefe habe ich unseren Gästen geschrieben. Mit unterschiedlichen Ankunftszeiten, einer genauer Anleitung der beiden Buffet-Räume, damit es kein Gedränge gibt und…und…und. Einigen kam es wie die Anleitung zu einem Themen-Kindergeburtstag vor, anderen wie die Wiederauferstehung eines Richtertheater-Probenabends mit mir als Regisseurin. Und alle haben perfekt mitgespielt! Wie gesagt, einschließlich und besonders zu unserer allergrößten Dankbarkeit der Himmel mit seinem Wetter: noch einmal ein Schlag Sommer!

um Drängeleien an nur einem Buffet zu vermeiden wurde das Schlafzimmer „fremdgebraucht“

Michal Kellner erschien, sah und siegte. Das klingt zu kriegerisch? Hier anders: wenn ein zwei Meter und vier Zentimeter Mann mit einem Asternstrauß vor einer fast Zweiundachtzigjährigen steht, die bereits vom ersten Moment von weitem diesen Mann als eine Art Herzens-Anker von uns Grünen empfunden hat, dann sind tatsächlich alle Wünsche in Erfüllung gegangen. „Der hat dich bestimmt an deinen Schwager erinnert!“, hat später  Wolfgang Z., ein pensionierte Kriminalkommissar, gesagt. Das stimmte, er hat mich an Henning erinnert. Mit seinem Bruder war ich 10 Jahre verheiratet, den Namen Scherf habe ich behalten. Henning spricht auch zum Herzen.

hier der ursprüngliche, nun der 2. Buffet-Raum

Ich habe hier den Anfang beschrieben, aber dieser glückliche zufriedene Stern stand über dem ganzen weiteren PolitSalon Abend. Die Gäste waren so wundervoll wie der Speaker. Und mich muss ich auch loben, denn meine Vorstellungsrunde hat ganz offensichtlich total gefallen. Und erst einmal Rainer! seine Kochkünste! – dieses Mal dazu die Herausforderung vegane Angebote zu machen! – und die Köstlichkeiten, von denen keiner genug kriegen konnte. Am Schluss Kaffee und Gastgeschenk-Pralinen. Das Leben ist schön!

Es waren auch viele Junge da. Aus „meiner“  Digitalen Zukunftsgruppe. André und Jakob waren beeindruckt: „Wir sind ja so jung!“, sagten sie unten als erstes leicht bestürzt. „Die anderen haben ja alle schon so viel Tolles gemacht!!“ Das stimmte. Das konnte man gut sehen. Glückliche, gestandene Erwachsene sind etwas Schönes. „Ja, ist das nicht wunderbar? So reich kann man sein, wenn man älter und alt wird.“

zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Feuer auf der Dachterrasse

Wir müssen die Bedingungen politisch so gestalten, dass die jungen Menschen tätig und in Frieden so älter werden können wie wir,  habe ich dann gedacht.

Ich habe natürlich wieder um Spenden gebeten. So ein Wahlkampf ist ja teuer. Es war ein rundherum schöner Abend. Danke!