Sonntag werden wir’s wissen

Werbung für uns GRÜNEN

Geschrumpft ist mein kleiner Wahlstand auf dem Flur. Allerdings musste ich nicht mehr viel überzeugen: die meisten Herzen schlagen für die GRÜNEN, für Annalena Baerbock und alle GRÜNEN Ideen. Sofort muss etwas passieren! Zwanzig Jahre hätte man – die CDU und die SPD – Ideen entwickeln können, die Wirtschaft bitten und mit Subventionen ermuntern können. Ist ja nicht passiert! Wir merken doch schon, wie schlecht es dem Planeten geht.

Übersetzungsanordnung

Wenn es auf meinem Schreibtisch erst so wieder aussieht, dann weiß ich, dass es Freitag ist, d.h. ein neuer Blog-Beitrag fällig ist und ich über das ganze Wochenende meinen chinesischen Liebesroman von Qiong Yao weiter übersetzen darf. Ja, DARF, denn der Inhalt ist so anders als alles was ich deutschen Liebesromanen lese, dass ich keinen blassen Schimmer habe, wie es ausgeht — und das ist SPANNEND.

sehr besonders

Um meinen Blogbeitrag zu schreiben, überlege ich immer, was mich in dieser Woche besonders bewegt hat und was mir aufgefallen ist. Dazu gehört heute dieses Bild von mir, das ich „Lichtnahrung“ genannt habe. Damit die Früchte der Erde einen Platz haben, ist das Bild von mir zur einer Kachelsammlung durch 24karätige Gold-Abgrenzungen verortet worden. Mich fasziniert immer wieder die Strahlkraft des Goldes. Aber wie sprachlos freudig überrascht war ich neulich nachts, als ich ins Wohnzimmer komme und das Gold des Bildes bei nur sanfter Lichtquelle – es war Vollmond! – mich so anstrahlt.

Übe-Bild mit Radieschen

Hier sieht man noch eines meiner Übe-Bilder. Mit weißter Farbe habe ich da Kacheln simuliert. Das 24karätie Gold ist noch auf die Kachel aufgebracht, wie es in der Verkaufspackung liegt. Bei einem Lunch mit einer Freundin, sagt diese so nebenbeit, dass ihr besonders das Radieschen-Bild gefallen habe. Daraufhin sehe ich das Radieschen-Bild noch einmal an und muss lachen: Das alleinige Radieschen ist malerisch wie in einem Aufstig behandelt – was in der Kunst sonst nur Heiligen vorbehalten ist

im Aufstieg

Mir war das grundierte Blau zu heftig, da habe ich es ins Bad zum Waschbecken getragen und mit der Nagelbürste die blaue Acrylfarbe abgebürstet. Dann habe ich gemalt und gestaltet. Dieses herrliche Ergebnis habe ich erst jetzt entdeckt.

Allen ein spannendes Wahlergebnis. Bitte, bitte, lasst es ganz viel Prozentpunkte für die Grünen geben. Ich finde bewundernswert, wie gut sich Annalena wieder gefangen und gekämpft hat. Allerdings wünsche ich allen – egal wie die Wahl ausgeht – ein wunderschönes Wochenende und eine angenehme nächste Woche.

Überraschungen

Wann sind Überraschungen totale Überraschungen? Manchmal hat man alles dafür vorbereitet und dennoch ist man über das Geschehen, den Erfolg überrascht. Eigentlich wollte ich ja eine große Veranstaltung zum Ausstellen und zum Verkauf meiner Bilder machen, aber da Rainer im Krankenhaus lag, habe ich alles Große abbestellt oder gar nicht weiter angeleiert und abgewartet, wer denn von langer Hand eine Einladung von mir bereits hatte und einfach gekommen ist.

von Aga

Überraschung! Aga kam schon am Tag zuvor und hat einen Riesenstraß Sonnenblumen gebracht und arrangiert. An dem Tag der Ausstellung war auch noch Marathon in Hamburg – Überraschung – und dadurch war es vormittags an Freunden und Freundinnen sehr überschaubar.

von Biggi und Ulla

Gut, dass Biggi zu Fuß kommen konnte. Ihre schöne rote Rose duftet jetzt immer noch genau neben mir. Die weißen Blumen sind von Ulla, mit den Worten: „Selbst gezogen!“ Überraschung!

von Birgit

Die Blumen von Birgit hätte ich ganz nah fotografieren müssen. Ein toller Strauß: lachsfarbene Rosen und lachsfarbene Gerbera. Überraschung! Aber ich fand den weißen Teppich mit Tisch und Stühlen und Fenster auch so schön.

noch einmal Sonnenblumen

Viele Bilder habe ich gar nicht zum Kauf angeboten und schon einige Verkaufte fehlen hier richtig. Eins habe ich am Tag drauf zurückgekauft. Überraschung! Und Helga war es auch ganz recht, denn in unserem Alter hat man eigentlich alles und bestimmt keinen Platz für neue Bilder. Wer wird – wie ich – gleich das ganze Zimmer den Bildern entsprechend (na, so ganz stimmt das nicht!) neu einrichten? Ja, ich habe auch gut verkauft. Der geringe Preis hat sicher ermuntert. Nur Aga hat zuviel gezahlt, aber ihr gefällt das Bild so sehr, sie wollte nichts zurück haben.

meine Skultptur mit Schatten

Dass alles wirklich mit Kunst zu tun hatte, konnte ich an mir selbst beobachten. Überraschung! Wer kennt das nicht: nach einem Rundgang auf der Documenta hält man auch den Feuerlöscher für eine Installation. Nicht dass ich mich in den Kunsthöhen ansiedeln will, sondern nur sagen, dass mein Blick plötzlich sensibilisiert war. Bestimmt hatte meine Skulptur schon häufiger Schattenwürfe im Gesicht, aber plötzlich habe ich es richtig gesehen und sie wurde für mich ein Stück lebendiger.

eine wirklich rosa Blüte

Das ging mir dann sogar an der Bushaltestelle noch so. Es ist allerdings sehr viel wahrscheinlicher, dass ich mich so gefreut habe, dass Rainer ziemlich gleich nach der kleinen Ausstellung aus dem Krankhaus nach Hause gekommen ist. Überraschung! Was für eine Freude! In diesem Sinne wünsche ich allen ein wunderschönes Wochenende.

Was für ein Wahlkampf

denke ich immer wieder. So anders, als alle Jahrzehnte davor! Auf bemerkenswerte Weise sind alle Kandidaten völlig un-geheimnisvoll. Ich weiß, dieses Wort gibt es eigentlich nicht, aber als „Sinnbehälter“ – das Wort gibt es auch nicht – drückt dieses Wortgeschöpf für mich am besten aus, was ich empfinde.

Für mich werden die Kandidaten in ihrem Verhalten zu Schülern. Gut, da klingt durch, dass ich mein Leben lang als Kindergärtnerin – 6 Jahre auf der Psychosomatischen Abteilung der Universitätskinderklinik in Eppendorf total gerne! – gearbeitet habe. Und anschließend ca. 30 Jahre genauso gerne! als Lehrerin an zwei schönen Schulen in Eppendorf.

Klassenkonferenz:

Die eine schreibt ab und mogelt sich schön bei der Berufskarriere, der zweite Kandidat kichert bei der Rede des Schulleiters nach einem unfasslich traurigen Ereignis und der dritte will nichts erinnern von einem großen Schaden, den er aktiv für die Hamburger steuerliche Allgemeinheit befördert hat und obendrein keine Verantwortung übernehmen für einen mein Vorstellungsvermögen übersteigenden Schaden in mehrstelliger Milliardenhöhe, für den er als Finanzminister zuständig war.

Und genau dieser dritte Kandidat, der obendrein auch noch viele Jahre in der Regierung bereits für Klima- und Umweltschutz hätte arbeiten können, der steigt und steigt nun in der Beliebtheit.

Wer sitzt da in der Klassenkonferenz und berät über das Fehlverhalten im Sinne von pädagogischer Vorbild-Gerechtigkeit für die Schulgemeinschaft? Damit die am Beispiel der Beurteilung lernt, was man machen kann und was ungestraft durchgeht.

Der Witz ist, dass ich selber bei der Wahl-Arena Sendung Annalena richtig gut fand. An Kritik fielen mir nur diese völlig bescheuert hohen Hacken ihrer Schuhe auf. Ja, ich bin schon ganz schön alt. Solche Schuhe, allerdings nicht mit so einem spindeldürren hohen Hacken,  fand ich früher auch chic! Nebenher aber fühlte ich mehr als dachte, dass sie ja noch ganz schön jung ist, um einen ganzen Volk vorzustehen. Bedenkt man allerdings was die Älteren, die Erfahrenen bisher gemacht haben, spricht das nur für sie.

Bei der Wahl Arena mit Olaf Scholz wuchs mein Zutrauen in seine Verlässlichkeit! Das muss man sich mal vorstellen!!! Ich weiß, was der mit unbeweglichem Gesicht alles kühl an sich abprallen lässt und MEIN Vertrauen in seine Regierungsfähigkeit steigt. Also ehrlich: habe ich noch alle Tassen im Schrank?

Über Armin Laschets Klartext Sendung kann ich wenig sagen, der Herr kommt als aussagekräftige Person bei mir irgendwie überhaupt nicht an. Er tut mir eher leid.

Allerdings spielt die ganze Welt verrückt, oder? Da hilft nur, die Liebe-zu-allem-was-ist als einzelner Mensch immer mehr zu leben. Angefangen von der bedingungslosen Liebe zu sich selbst. Dann die verurteilungsfreie Liebe zu allen und allem um uns. Weiter die Liebe zu allen Tieren, die wir nicht morden und dann gesotten und gebraten essen. Schließlich die Liebe zu allen Pflanzen und der Erde, unserer Mutter, von der wir alle ein Teil sind. Muss ich den Weltraum auch noch dazu schreiben? Ich finde, der wird auch ganz schön misshandelt mit Müll und so. Wasser, Erde. Ohne die Erde sind wir nicht und nichts. Nicht-er gibt es als Steigerungsform ja nicht. Aber irgendwie verhalten sich alle Politiker so, als hätten sie eine Alternative zur Erde. Wir sollten nicht dafür sorgen, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben – gegen alle Klimabelastung – sondern die 1% Superreichen anflehen, ihren Reichtum zu teilen. Ohne die Erde sind die auch nicht – nichts – nicht-er.

Aber ich weiß sicher: am Ende ist alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann war das noch nicht das Ende!

Von Herzen allen ein erholsames Wochenende mit ganz viel Dankbarkeit im Herzen für alles Gute und Schöne das wir bereits erlebt haben. Dankbarkeit ist der Fahrstuhl zur Freude!

Rosen, Bild und mein Schrittzähler

„Eine Welt ohne Geld“

ist der abgekürtzte Titel meines 2016 selbst veröffentlichten dritten Buches meiner Trilogie „anders denken – anders leben. Der ganze Titel lautet „Von allem weniger und von Liebe mehr – eine Welt ohne Geld“.

einfach so gewachsen

Ich bin ja ein spiritueller Mensch und bin sicher, dass die Menschen sich durch den Schubs von Problemen weiterentwickeln. Immer in Richtung Liebe, denn die ist stärker als alles. Eine Welt ohne Geld habe ich durchzudeklinieren versucht in Bezug darauf, woher denn dann die Probleme zur Weiterentwicklung kommen sollen, wenn es kein Geld mehr gibt. Auch witzig, dass ich so überzeugt war, dass Probleme immer im Geldhaben oder -nichthaben bestehen.

Beim nur ein wenig Nachdenken konnte ich allerdings schon bei der Rückbetrachtung meines eigenen Lebens entdecken, dass ein Grundwiderspruch sicher hier liegt:l“Der Grundwiderspruch des Kapitalismus ist der Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion einerseits und der privatkapitalistischen Aneignung der Ergebnisse der Produktion andererseits“ (zitiert aus dem Netz, Annalena lässt grüßen 🙂 Ihr Fehler hätte meiner sein können – als wenn formulierte Ideen immer irgendjemand gehörten!)

Der andere Grundwiderspruch aber ist die grundsätzliche Beschaffenheit von Mann und Frau. Der Mann, oder die Sexualität des Mannes, giert nach Abwechslung und fordert für ihre Beherrschung eine echte Persönlichkeit. Die Frau kann nur in verlässlicher Vertrautheit ihre Sexualität erleben und steht mit ihrem ganzen weiteren Leben zu dem Ergebnis – einem Kind. Und dieser Grundwiderspruch mit seinen tränenreichen Folgen verschwindet mit dem Geld nicht. Natürlich ist das nur ein Aspekt im Buch, aber damit hatte ich großes Vertrauen in zu meisternde Schwierigkeiten für eine Welt ohne Geld.

Übrigens sage ich nicht, wie das Geld verschwindet. Frau Merkel kocht für die Regierung erst einmal ein gutes Essen. Dabei weiß ich nicht, wie gut Frau Merkel kocht und bald ist so eine Vorstellung ja auch Geschichte.

Nun die große Überraschung heute Morgen: da bekomme ich doch eine globale Reaktion auf dieses dritte Buch meiner Trilogie.

Deeply admired by Amistad Rural – Wer ist Amistad Rural? Youtube ist voll davon!

Ms Elisabeth Scherf, 

(Apologies, my German isn’t good enough to write this email, I hope English is ok).

I hope this email finds you well.

I have just come across your book A World Without Money and I am delighted that my desires to change this malfunctioning economy have been so accurately and beautifully expressed by you.

Other than expressing my admiration, I am not quite sure what I can ask you, because many hundreds of possible questions rush into my mind since I am devoting my life these months to create an IT ecosystem towards sustainability, empowerment and self-governance, so I deeply wish we could work together somehow: 

I am the Founder of AmistadRural.com (soon to be changed to AmIRural), which is an IT Ecosystem (an app) that enables food growers (and potential food growers) to achieve sustainability and prevent food wastage.

Amistad Rural was originally tested in The Gambia ( Gambian-Hope.com ) and Spain (Holidays-with-Heart.com) (your Spanish wife may know the area) with excellent results, even at a time when there was much less technology available to support it.  

My project has already been selected as a quarter finalist in the Actions for Earth – Global Leaders Challenge: https://www.hemispheresfund.org/global-leaders-summit/2021/

AmIRural provides to food growers: 

 – advice and help from a community of expert growers, 

– shared tools and skills, 

– produce swap with a virtual token system

– online selling with legal currency

– a pooled transport system to deliver all of the above.

– community activities around food.

These are some videos in YouTube outlining the project:  

OSLO: Amistad Rural -Oslo Pitch

BRENT: Amistad rural- Live Better for Free

GLOBAL LEADERS:   Amistad Rural – Presentation To Global Leaders Challenge

Amistad Rural – Presentation To Global Leaders Challenge

I would like to discuss the possibility of your providing me with contacts to help me develope my project, please.

I love the fact you have such a phenomenal career in theatre, because it is a tool I have used and I wonder if you would know of any theatre paly that could help me communicate our visioin.

Currently I  need to find a group to test AmistadRural (anywhere in the world would do since it’s a SaaS (Software as a Service)) in order to prove its efficiency and take the project to the next stage of its implementation and to provide an MVP (Minimum Viable Product) for the global competitions I am applying for.  I have actually heard that Leipzig  has got a remarkable sustainable food grower group, for instance.Would you know of any similar group you cold refer me to, please? 

My contact details are: 

Tel: 07496 548 307

https://www.linkedin.com/in/laura-carralero-38773a55/

AmistadRural.com

Please do contact me if you need any further information.

Thank you in advance for your kind collaboration.

I am looking forward to hearing from you.

Kindest regards, 

Laura Carralero

Ich habe gleich gegoogelt, was AmistadRural ist: soweit ich schnell erkennen konnte, ist dies eine umwerfende Initiative für globalen Handelsaustausch in ruralem/ländlichen Wissen und Produktion mit der grundsätzichen Idee, den Reichtum dieser Welt – der Erde und ihrer Menschen – wieder in die natürliche Form zurückzuführen.

Allen ein wunderschönes Wochenende. Ich werde das bestimmt haben, schon aus überbordender Freude, denn dieses dritte Buch habe ich noch nicht mal mit Lesungen zu Hause beworben und verkauft. Das hat es jetzt alleine geschafft. Ist das nicht wunderbar im wahrsten Sinne des Wortes? Und nur, weil man es auf meiner site http://www.welt-ohne-geld.com finden kann. Ein Hoch auf die Digitalisiserung!

Tatsächlich: Fontanes „Effi Briest“

eignet sich am besten zum Vorlesen am Krankenbett. Wer hätte das gedacht! Wir haben vorher politische Artikel und Bücher ausgetestet und festgestellt, dass wir „vollumfänglich“ – ein Wort, das eigentlich nicht zu meinem aktivn Wortschatz gehört – informiert sind von allem, was in dieser Gesellschaft schief läuft und geändert werden müsste. Und dass uns diese politische Lektüre emotional nicht errreicht.

diese Rosen duften – wie früher

Gleich vom ersten Kapitel an ist das bei „Effi Briest“ ganz anders. Dieses Buch ist natürlich über Fontane hinaus geadelt durch den wunderbaren Film von Rainer Werner Fassbinder mit der wunderschönen Hannah Schygulla als Effi.

Rainer und ich waren überrascht über die elterlichen Abendgespräche nach der Hochzeit Effis: so differenziert, jede Äußerung im Rahmen des Charakters und ihn noch weiter ausschmückend und gestaltend. Dies ist auf andere Art politisch: die Eltern sind voller Liebe zu ihrem Kind und wollen das Beste. Aber, nachvollziehbar durch Fontanes meisterhafte Erzählung, der klug die Gesellschaft beschreibt, landet alles im Elend für die liebenswerte Effi. Ein literarischer Genuss! Jetzt geht es beim Nachmittagskaffee mit je einem Kapitel weiter.

Beim gestaltenden Vorlesen gerät natürlich – Eigenlob …! – mein Graduiertenstudium in London an der „Central School of Speech and Drama“ zur Regisseurin und Schauspielerin sehr zum Vorteil. (Ich merke gerade, in der Wortwahl schlägt die neue Lektüre schon zu …) Jetzt lese ich es Rainer zu Hause weiter vor. Ich würde mich nicht wundern, wenn wir auch die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ von Fontane später lesen und dann vielleicht sogar nachwandern würden – wenigstens teilweise.

noch ein Traumstrauß für mich

Die Duftrosen gab es für mich gestern Abend von meiner Freundin Aga zum Mah Jong Abend. Mit ihr zusammen habe ich vor 62 Jahren meine erste Berufsausbildung zur „Kindergärtnerin“ gemacht. Es gab gestern eine kleine Notsituation: die vierte Spielerin hatte plötzlich freudig nach Tirol reisen müssen und so haben wir dann vergnügt zu dritt gespielt.

Mah Jong zu dritt

Das ist noch gar nichts: in Shanghai habe ich einmal mit einer entzückenden Finnin – mit Namen Sirpa – in dem überdimensionierten Wohnzimmer ihrer Wohnung – wohl mehr Dank ihres gut positionierten Manager-Ehemannes – mit einer 4 Meter hohen Zimmerdecke zu zweit Mah Jong gespielt. Das verändert den Charakter des Spieles erstaunlich doll. Gestern haben wir nach jedem Spielchen Käse-Sticks und Honigmelone gegessen. Der Weißwein war auch nicht schlecht. Nüsse immer griffbereit. Das hat alles sehr versüßt. Es wurde viel gelacht.

Allen Leser:innen ein wunderschönes Wochenende mit vielen freudigen Gedanken. Kaum einer kann seine Situation schlimm finden – man muss nur an Afghanistan denken und schon wird man einfach nur dankbar und schickt gute Schwingung für die Weltgemeinschaft in das morphogenetische Feld.

Von der Politik entzaubert

erinnere ich mich, wie ich als Kind und Jugendliche gedacht habe, dass Politiker immer weise, erfahrene, altrutistische Menschen sind. Um das alles zu sein, muss man schon eine Weile gelebt haben. Je älter ich wurde, desto mehr zerbröselte diese beruhigende schöne Vorstellung. Und jetzt?

Annalena ist UNSERE Kanzlerkandidatin. Ja, ich bin überzeugte GRÜNE. Stimmt sie mit meinem Idealbild überein? Altruistisch möchte ich ihr bescheinigen, aber weise und erfahren KANN sie noch gar nicht sein. Dann denke ich an Olaf Scholz und Herrn Laschet – Interessant, wie mein Gefühl die Wortwahl der Benennung entscheidet: Annalena, Olaf Scholz, Herr Laschet! – und merke, dass sie erfahren, aber nicht weise und altruistisch sind und mir überhaupt kein Vertrauen einflößen. Von Tag zu Tag wird diese erfahrene, weise, altruistische Politikerdecke dünner: Frau Merkel, die irgendwie unter meinem persönlichen Schutz stand, unser Außenminister, Joe Biden, der uns immerhin von Herrn Trump befreit hat… Boris Johnson…

Wir leben in sehr merkwürdigen Zeiten! Die Welt entblättert ihr Gesicht. Oder zeigt ihr weltliches Gesicht. Dagegen erlebe ich die Menschen als immer wacher. Komischer Widerspruch…

Blumen machen froh

Vor einigen Tagen finde ich dies auf Facebook:

Der Häuptling der Hopi-Indianer, White Eagle, äusserte sich vor einigen Tagen zur aktuellen Situation:

„Diesen Moment, den die Menschheit gerade erlebt, kann man als eine Tür oder ein Loch betrachten. Die Entscheidung, ob du in das Loch oder durch die Tür fällst, liegt bei dir. Wenn du 24 Stunden am Tag die Nachrichten konsumierst, mit negativer Energie, ständig nervös, pessimistisch, wirst du in dieses Loch fallen.

Aber wenn du die Gelegenheit ergreifst, dich selbst zu betrachten, über Leben und Tod nachzudenken, dich um dich selbst und andere zu kümmern, dann wirst du durch das Portal gehen.

Kümmere dich um dein Zuhause, kümmere dich um deinen Körper. Verbinde dich mit deinem spirituellen Zuhause. Wenn man sich um sich selbst kümmert, kümmert man sich gleichzeitig auch um alle anderen.

Unterschätze die spirituelle Dimension dieser Krise nicht. Nimm die Perspektive eines Adlers ein, der alles von oben sieht und einen weiten Blick hat. Diese Krise ist eine soziale Frage, aber auch eine spirituelle Frage. Die beiden gehen Hand in Hand.

Ohne die soziale Dimension verfallen wir in Fanatismus. Ohne die geistige Dimension verfallen wir in Pessimismus und Aussichtslosigkeit.

Du bist bereit, dich dieser Krise zu stellen. Hole deinen Werkzeugkasten und benutze alle Werkzeuge, die dir zur Verfügung stehen.

Lerne Widerstand am Beispiel der indigenen und afrikanischen Völker: Wir wurden und werden ausgerottet. Aber wir haben nie aufgehört zu singen, zu tanzen, ein Feuer anzuzünden und uns zu freuen.

Fühle dich nicht schuldig, wenn du in diesen schwierigen Zeiten glücklich bist. Traurig oder wütend zu sein, hilft überhaupt nicht. Widerstand ist Widerstand durch Freude!

Du hast das Recht, stark und positiv zu sein. Und es gibt keinen anderen Weg, dies zu tun, als eine schöne, glückliche und strahlende Haltung zu bewahren.

Es hat nichts mit Entfremdung (Unwissenheit über die Welt) zu tun. Es ist eine Strategie des Widerstandes.

Wenn wir die Schwelle überschreiten, haben wir einen neuen Blick auf die Welt, weil wir uns unseren Ängsten und Schwierigkeiten gestellt haben. Das ist alles, was du jetzt tun kannst:

– Gelassenheit im Sturm

– Ruhe bewahren, jeden Tag beten

– Mache es dir zur Gewohnheit, dem Heiligen jeden Tag zu begegnen.

Zeige Widerstandsfähigkeit durch Kunst, Freude, Vertrauen und Liebe.

Häuptling der Hopi-Indianer, White Eagle 9. Juli 2021

die Richtung geht nach oben – zur bewussten Freude

Was für eine schöne Botschaft von WHITE EAGLE. So machen wir es oder so mache ich es. Und du vielleicht auch? Allen ein schönes Wochenende!

Höhen und Tiefen

hat ein rundes Leben. Das weiß jeder. Dass jedes Problem ein „Geschenk“ ist, entdecken nicht alle. Warum ein Geschenk? Weil man sich vornehmlich durch Probleme weiterentwickelt. Wer im heftigen Problem schnell die guten Seiten sehen kann, der hat ein Glücksgeheimnis entdeckt.

karg, aber dennoch blühend

Zwischen den Polen GUT und NICHT-GUT liegt unser ganzes Lebens-Spielfeld. Wenn alles rund läuft, macht man sich weniger Gedanken. Man genießt und freut sich. Wenn plötzlich etwas Unerwartetes das Leben irgendwie umkrempelt, dann kann es passieren, dass der Hauptspieler, der Hauptdarsteller – das bewusste Ich – das Spielfeld nicht mehr bespielen möchte. Irgendwas hakt fest. „Nö, so haben wir nicht gewettet!“ – ist noch eine harmlose Haltung.

Was dann toll hilft, ist die Erinnerung an all das, was in der Vergangenheit schön war. Was man bereits erlebt hat und gut, richtig gut und wunderbar fand. Alles Schöne ist ja nicht weg, man muss sich nur erinnern. Und wenn man dieses Erinnern übt, dann kann man fast die Sinnes-Erlebnisse wieder lebendig machen. Als Geschmackserlebnis ist das bei mir beispielsweise ein Frühstück in der Provençe mit Tomate auf frischem Baguette und eine bol mit Milchkaffee. Das Geschmackserlebnis kann ich fast sinnlich reproduzieren.

DANKE in allen Sprachen, die ich spreche

Oder einen Moment aus meiner Lehrerinnen-Zeit. Die Premiere vom „Das Schauspiel vom Niederländischen Bauern“ von Christian Weise ist heute. Ein Klassenspiel! Ich führe meine Klasse vom Klassenraum zur Aula. Alle sind in ihren barock-bäulerlichen, bzw. fürstlichen Kostümen. Ich versuche sie in die Stimmung der Vergangenheit zu versetzen. Jede Etage 500 Jahre zurück. Ich schildere ihnen fast hypnotisch ihre andere verflossene Wirklichkeit und ich entdecke in ihren Augen, wie sie willig in die Stimmung ihrer Personen transzendieren, die sie gleich auf der Bühne sein werden. Solche Aufführungen haben einen Schmelz!

Ich habe nicht umsonst so beschwörend gesprochen, vorher war alles schief gelaufen, was nur schief laufen konnte. Ich dachte, ich hätte mich übernommen, denn innerhalb des Stückes gab es eine kleine Oper, die einige Richter des Richtertheaters und angehende Opernsänger gespielt und gesungen haben. Und ein kleines Orchester war natürlich live auch dabei! Und die saßen auch noch zwischen brennenden Kerzen!

All das sind nur zwei Beispiele. Ich kann so viele wieder lebendig machen! Da fällt mir auch gleich ein, wie verlassen und fremd ich mich manchmal in Shanghai gefühlt habe, sämtliche Staffeln von „Sex and the City“ haben mir dann beigestanden. Schon fühlte ich mich irgendwie zu Hause, wenn nur die Titelmelodie hörte…

Wenn ich mich dann so erinnere, dann sage ich von Herzen DANKE und bin gleich wieder am positiven Ende angekommen und füttere so ganz nebenbei auch noch das morphogenetische Feld – das, was uns allen unbewusst ein Teil ist – mit positiver Energie. Wunderbar und gerne doch! Allen ein schönes Wochenende!

Der Zukunft eine Zukunft geben

Die Medien tun ihre Arbeit, wenn sie berichten, was in Bezug auf das Klima alles nicht normal läuft. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man die Wetterphänomene noch als normal bezeichnen kann. Wo es nicht das Wasser ist – und das Thema ist erst am Anfang als Phänomen – ist es das Feuer. Wind/Sturm/Hurrikane sind auch noch eine Quelle des Übermenschlichen. Die „unsägliche“ Partei und Unbelehrbare negieren diese Ereignisse als außerhalb der Norm und als die Rektion auf unseren Umgang mit dem Planeten. Ich nehme das fassungslos wahr. CDU und SPD hatten ihre Regierungschance! Mit Frau Merkel an der Spitze! Ich bin ein Fan von Frau Merkel, ja, als GRÜNE! Andererseits stelle ich ernüchtert fest, dass sie, die Wissenschaftlerin der Physik, nicht rigeros in die Rettung des Planeten investiert hat.

Unsere Regierung hat es so weit kommen lassen. Davor stehe ich auch fassungslos. „I want you to panick“ – Greta Thunbergs  Aufforderung ist die einzig angemessene Reaktion.

Die Vorstellung, dass ein Armin Laschet vor alle schützend seine Arme ausbreitet und ausreiten wird, die aus ökonomischen Gründen bitte keine zu großen Veränderungen wollen, kann einem die Tränen in die Augen treiben.  Begreift man eigentlich an den Schaltstellen der Macht – aber liegt die Macht bei der Regierung? -, dass wir ganz und gar von unserer Erde leben?

was zum Freuen, von Mutter Erde total selbst gemacht

Überheblich hat zu Beginn von ausgrenzenden Eigentumszeiten ein erster Typ einen Zaun gezogen und behauptet, dieses Stück Erde – das er keineswegs selbst gemacht hat, dass diese Erde, die sich selbst und allen gehört, dass diese Erde, dieses Stück Erde – IHM gehöre. Das schreibt Jean-Jaques Rousseau. Tier, Pflanzen, Berge, Flüsse und Meere haben gar keine Rechte, dürfen nicht sie selber bleiben. Traurig, oder?

Für alle und alles wäre genug da, wenn einige nicht mehr behalten würden als sie ausgeben und genießen können. Natürlich soll der mehr bekommen, der mehr tut, aber doch nur angemessen. Eine Lebensgrundlage steht allen zu.  

„Sag ich doch!“ – Titel
Letzte Woche selbst gemalt :)).

Wie lange halten wir Zuschauer die Überflutung als Problem durch? Wann und wie umfassend wird diesen schicksalsgeprüften Menschen, die alles verloren und tief verletzt wurden, mit Hilfe der Solidargemeinchaft BRD geholfen?

Und der Wahlkampf?

Scholz – Wirecard? Obwohl er zuständig als oberster Dienstherr war/ist, hat seine Position nicht gelitten; Cum Ex und Warburg Bank? Da kann er sich nicht erinnern. Ist jemand mit so geringem Erinnerungsvermögen als Kanzler gut?

Ich wünsche mir so sehr die GRÜNEN an die Schalthebel – der Macht… Auch wenn Vieles von Annalena ungeschickt lief. Ihr und uns GRÜNEN traue ich zu, dass wir erfolgreich versuchen werden unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, den Planeten etwas mehr zu retten, der Zukunft eine Zukunft zu geben. Hoffentlich!

Und noch einmal einen rosa Gruß. Um die Freude in allen anzustoßen! Die müssen wir uns natürlich trotz allem erhalten und nähren und immer schon fest denken, dass alles gut wird. Mit den nächsten Menschen um uns herum können wir schon mal anfangen: sie irgendwie, so gut wir können, mit Liebe umgeben. Sonne aus den Augen auf sie strahlen oder so – alle wissen, was ich meine. Ich wünsche allen ein wunderschönes Wochenende!

Manchmal irrt man sich gewaltig

Ich dachte, alles ist eigentlich so, wie ich es gern habe. Und dann kommen plötzlich ganz neue unverbrauchte verlockende Gedanken in meinen Kopf und los geht es!

Ich dachte, mein Sofa kann die nächsten Jahre ein Freund für geruhsame Lesestunden sein. Mit einem Mal finde ich das Rot nicht mehr die Farbe, die ich sehen und auf der ich liegen möchte. Ja, überhaupt, viele verdiente alte „Mitbewohner“ entsprechen kein bisschen mehr meinem Raum-Kleidungs-Bewusstsein!

Innerlich formuliere ich mein Dankeschön für viele schöne gemeinsame Jahre, real eile ich zu IKEA. Ektorp ist der Name des Sofas, das mich schon mindestens zehn Jahre anzieht. Morgen kommt es! Jubel! Der Sessel gleich dazu. Meinen Teppich finde ich auch zu dunkel. Ein Baum wächst immer näher ans Fenster. In ihm leben die Vögel, die an meinem Fenster Futter finden. Das Zimmer wird durch das Laub des Baumes dunkler. Da muss ich nun innen alles lichter machen. Kurz und gut: manches ändert sich. Das macht Spaß! Ist ein großes Vergnügen!

Lustig, wie groß mein Schatten ist
unbeabsichtigt: ich trete mir selbst in den Hintern

Einen Schubs zum Tätigwerden brauche ich nicht – das Bild ist einfach eine nette Mischung aus Schatten und Körperlichkeit. Ein weitere Veränderung ist die Tatsache, dass ich plötzlich das Gefühl habe, ich sollte einige meinen Skulpturen verkaufen. Ich bin schon dabei.

Ansonsten wünsche ich mir einen „sonnenbeschieneren“ Wahlkampf für uns GRÜNEN. Jeder Patzer von Annalena ist so schön unverbraucht und eine neue Nachricht! Das mögen die Medien. Laschet ist ein alter Hut, das weiß doch schon jeder, was der so alles nicht so Tolles bietet. Und Scholz – Wirecard, Warburg/cum ex/völliges ErinnerungsUnvermögen, unsere Stadt während G20 – das wissen auch schon alle. Aber Annalena! Dabei brauchte der Planet so viel Hilfe. die anderen hatten doch jahrelang ihre Möglichkeit das Richtige zu tun!

Ich richte fröhlich mein Zimmer um, kleide es in neue Farben, male eifrig und übersetze gespannt meinen chinesischen Liebesroman weiter und freue mich meines Lebens. Das wünsche ich allen und ein rundherum angenehmes Wochenende

WAS SIND KÜNSTLER?

Diese Frage ist mir während der Pandemie-Zeit gekommen. Vermutlich. weil die KÜNSTLER irgendwie ziemlich unsichtbar und untätig (?) waren. Gesungen haben spontan Leute in Italien auf  Balkonen.

Gemalt hat für mich sichtbar in der Wirklichkeit niemand, beispielsweise auf Werbeflächen Ermunterungen, Hoffnungsbilder, Wahrnehmungen neuer Wahrheiten als Nebenprodukt der Pandemie.

Viel Komisches war auch nicht „galgen-humoristisch“ unterwegs. Der einzige Witz, der für mich wirklich lustig war: “Mit Abstand hab ich dich am liebsten!“ Weil der plötzlich völlig neu „möbliert“ war. Die Meter dazwischen waren vom übertragenen Sinn – dem gefühlsmäßigen Abstand zu anderen Menschen – zur realen Abstands-Messung des Raumes geworden.

Musiziert wurde tatsächlich im Netz. Man konnte stundenlang  Cellisten und Pianisten – beim Üben? – zusehen. Oft kommt mir Musizieren immer mehr wie Hochleistungssport vor. Je schneller, desto besser. Je jünger, desto bewunderter…

Rosen von der Dachterrasse und mein Cello, auf dem ich jahrelang freudig gestreichquartettet habe.

Beeindruckend und bewegend künstlerische Notnahrung waren für mich die Flashmobs! Opernszenen im Supermarkt, wo der beleibte, ordnende Mann am Gemüsestand plötzlich ein wundervoller Bass ist und die Dame mit dem Einkaufskorb ein beeindruckender Sopran und die Leute an der Kasse der mitreißende Chor. Bewegend, wie die Zuschauer eher an ihren gerührten Gesichtern zu erkennen waren. Oft Leute, die bestimmt selten oder nie bei „den“ Eintrittspreisen in die Oper gehen können. Wie sie gelauscht, gefilmt und geklatscht haben. Himmlische Klänge!

Aber wo war das Theater? Einige Schauspieler waren in Filmen zu sehen. Das lief für mich aber unter der Nummer „angestellte Künstler“. Diese Kategorie existiert innerlich für mich im Gegensatz zu Künstlern, die, egal unter welchen, also unter fast ALLEN, gegebenen Umständen das menschliche Sosein durch Transformation – das ist Kunst –  auf eine andere Ebene der Sichtbarkeit bringen. Damit öffnen sie Aufmerksamkeitsräume, die einen innerlich anderen Umgang mit der Wirklichkeit möglich machen.

Philosophen machen das wohl auch. Glaube macht das auch. Alles, was mit Spirit, mit Geist, zu tun hat. In-Spirit-ion manifestiert sich in Inspiration. Inspiration findet im Gedankenraum statt. Künstler können zum frischen Umgang mit Gedanken inspirieren. Gedanken hat nicht jeder von selbst oder doch? Wünsche, Absichten, Klagen, Hunger, Durst und andere Mängel, aber die Gedanken zum Herstellen des eigenen Seins, der eigenen Umgebung, dazu können fantastisch Künstler, Philosophen, alle Inspirierten des Unsichtbaren verhelfen.

Ich hätte mir für das Theater überlebensgroße Gestalten in knalligen Gewändern auf Stelzen gewünscht, die durch die Straßen zu zweit ziehen und kurze Auftritte – meinetwegen mit einer Traumsequenz darstellen. Oder wie man Schicksal durch Interpretation – Erinnerung, Traumreisen, Telefonieren mit anderen – erleichtern, für Momente neu füllen, anders erleben kann. Schon Gestalten durch Farben und Übergröße hätten gedanklich fröhlich überraschte Erbauung – Er-Bau-ung = neue gedankliche Vermessung – bringen können.

Diesen Drang scheinen Künstler heute nicht mehr zu haben? In der Vergangenheit haben Künstler unter schwierigsten Umständen eine Gelegenheit gesucht, ihre transformativen Wahrnehmungskräfte in die Gesellschaft zu strahlen. Diesen Drang habe ich vermisst.

Ich finde sowieso komisch, wenn die Schauspielhäuser mehr Geld für die Techniker und Verwalter und Konzertagenturen ausgeben als für die Künstler. Ich glaube, aus meinem oben beschriebenen Impuls der überhöhten Mitteilungsfähigkeit erwächst der Wunsch zum Künstler-sein. Unsere Gesellschaft hat die Künstler gezähmt? Ihnen ihre individuelle Sprengkraft der Schaffung neuer Wahrnehmungsräume genommen!?

Als Ursprung für diesen „Sündenfall“ sehe ich die nicht mehr erkennbare allgegenwärtige Dominanz der Zentral-Perspektive. Sie macht durch ihren Vermessungs-VORGANG alles gleich und damit gleich-gültig. Im wahrsten Sinne des Wortes geht der innere Wert „flöten“. Nun wird der neue Maßstab von außen angelegt: das Geld, der Erfolg, die Einschaltquote.

Wer mehr hat, kann immer mehr machen. HERZliche Gedanken aber fragen ganz natürlich: was ist gut? Die Zentral-Perspektive ist das Muster eines jeden normalen Fotos und Films. Ich weiß, jetzt werde ich noch verwirrender. Hier höre ich mal erst auf. Noch Fragen?  Alles Unsinn?  Überlegungen…

Künstler machen Unsichtbares sichtbar! Der Rahmen ist ein wesentliches Merkmal der ZENTRAL-PERSPEKTIVE. Kann es sein, dass Künstler immer einen gegebenen Rahmen brauchen, um sich als Künstler zu definieren? Hat Kunst ihre Sprengkraft verloren, das „Über-mich-hinausgehen“? Schon auf den Fürstenhöfen des Mittelalters konnten die wandernden Erzählkünstler berichten, was weiter weg anders war und änderten dadurch oft die Gedanken-Paradigmen.

Blumen von Min zum Nasen-„Event“

Und natürlich von Herzen zum Schluss wieder ein wunderbares Wochenende mit viel Natur und immer wieder liebevollen – und Geld als eine Möglichkeit helfender – Gedanken für die Menschen, die Unvorstellbares verkraften müssen. Bei jedem aufkommenden Weinen auf dem Bildschirm kommen einem selber die Tränen, oder? Lange Aufmerksamkeit wünsche ich ihnen allen und lange Hilfsbereitschaft!